Dorfliebe

Ab auf‘s Land... Familie ist der Ort, wo ich Zuhause bin

PFLEGEFACHKRAFT GESUCHT...
Es gibt nur noch eine zu besetzende Stelle! Was das  Projekt besonders macht? Unbedingt weiterlesen...

Wir werden älter... nicht nur jeder Einzelne, sondern unsere Gesellschaft.
Ob das der Grund ist, dass das Thema langsam immer mehr in den Fokus rückt oder die Tatsache, dass sich die Familienstrukturen in den letzten Jahren so verändert haben, dass immer mehr Menschen einsam sind in einer Zeit, in der sie eigentlich endlich Zeit für Leben hätten und ggf. auch hilfsbedürftig sind.

Es gab in letzter Zeit viele besondere Berichte über wirklich gute Konzepte.
Sehr bewegt hat mich ein Projekt, bei dem Kindergartenkinder Zeit mit den Bewohnern einer Seniorenresidenz verbrachten. Spannend... Befindlichkeiten, Erwartungen, gesundheitliche Daten wurden im Vorfeld erhoben und danach nach dem Vorher-Nachher-Prinzip relativiert.
In jedem  der Fälle zeigte sich, dass die gemeinsamen Momente gesundheitliche wie psychische Folgen hatten... durchweg positiv.
Der körperliche Zustand der Bewohner verbesserte sich, mental fühlten sie sich fitter denn je, sozial eher zurückaltende Menschen wurden zugänglicher, genossen die Nähe anderer und waren selbst überrascht, um wieviel positiver sie ihr Leben sehen konnten.

Soziale Kontakte, Bewegung, das Ignorieren vorgefertigter Annahmen, die Sorglosigkeit und Geradlinigkeit,  mit der ihnen die Kinder begegneten und Ziele im täglichen Leben vollbrachten wahre Wunder. Da wurden eher zurückhaltende über 90jährige zu Opas mit Tränen in den Augen, wenn er ein Kind in den Armen hielt,  gehbehinderte Damen fuhren mit Rollatoren Wettrennen (und gewannen, weil Opa meinte, sie hätten es verdient)... ja, auch soziale Beziehungen untereinander bekamen eine Chance. Am Ende gab es Leihomas... gut für Omas wie Familien, die ihre eigene Familienstruktur und ihre Kindermit ganz anderen Augen sahen. Und nicht nur sie hatten hin und wieder Tränen in den Augen.

Ein weiteres Projekt einer Stiftung erwarb eine Villa, in der z.T. demente Pflegebedürftige zusammen wohnen konnten. Jeder hatte seinen eigenen Wohnbereich, gelebt wurde aber in der großen Wohnküche, in der man zusammen spielte, sich traf, redete, sich half (je nachdem, was der einzelne konnte) und den gesamten Tag organisierte. Vorrang hatte die Erhaltung und Weiterentwicklung bestehender Fähigkeiten.
Wenn eine Familie zu Besuch kam, hatten alle Besuch, wenn es um den Wocheneinkauf ging, starteten selbst demente Bewohner gemeinsam mit Betreuern und merkten, was doch noch alles machbar ist.
Für mich ein Paradebeispiel achtsamen Umgangs mit Pflegebedürftigkeit und Achtung der Würde des Menschen. Es ist nachvollziehbar, dass Pflege ein schwieriges Thema ist, mit dem nicht jede Familie gut umgehen kann, aber wer will im Fall des Falles abgeschoben in einem Gemeinschaftsraum sitzen, in dem jeder vor sich hinstarrt, Highlight sind die Mahlzeiten?

Viele der zu Pflegenden könnten mehr, als es der getaktete Ablauf zulässt, aber Stück für Stück verschwinden Persönlicheit und Fähigkeiten  immer mehr. Und dabei waren die Grundprobleme oft kleine... man macht sich Sorgen, falls der Kreislauf doch einmal schlappmacht,  die Wäsche geht nicht mehr unbedingt allein, ein paar Stufen sind zu hoch  und auch der Einkauf muss gebracht werden.
Stück für Stück  wachsen Hilfsbedürftigkeit und das, was einem zugetraut wird und man letztlich kann.

Genau hier sollte das Umdenken einsetzen, das oben beschriebene Projekte eindrucksvoll umsetzen konnten. Wenn wir ein erfülltes Leben führen wollen, obwohl das eine oder andere Manko Pflegebedürftigkeit entstehen lässt, brauchen wir einen neuen Umgang mit demThema.

Genau das erzählte mir Monate vor der Ausstrahlung der Projekte Jana Ludwig, die bereits eine lange Zeit ein Projekt im Kopf hat, das ihr Herzensprojekt ist und nun endlich Umsetzung finden kann. Für sie ist Pflege Unterstützung im Alltag, notwendige Handgriffe werden übernommen, all das, was selber geht, wird selbst geplant und umgesetzt.

Ihre Senioren-WG Dorfliebe entsteht in Mönchgrün, mitten auf dem Land.
Und nicht umsonst ist alles so gekommen. Auf dem Hof, der gerade aus-und umgebaut wird, entstehen neben Büromöglichkeiten für die mobile  Pflege auch die Räumlichkeiten der Wohngemeinschaft. Gelebt wird wie im ganz persönlichen Alltag mit dem Unterschied, dass für notwendige Unterstützung Pflegefachkräfte ganztags zur Verfügung stehen, es darüber hinaus um Miteinander und Füreinander geht.
Es soll gesund gelebt werden, der Anbau und die Verwertung eigener Produkte im Garten ist geplant, Tiere gibt es (Pferde, Hunde, Hühner, Bienen, Schweine...) und natürlich viel Natur. Wenn Omas und Opas ein Unternehmen unterstützen, dass Kuchen mit alten Rezepten in ganz Deutschland verschickt, warum soll es dann nicht möglich sein, in einer WG genug Menschen zu finden, die alles Nötige tun, um ihre Fähigkeiten für alle nutzbar zu machen? So wird gewerkelt und ganz nebenbei die Motorik geschult, man muss sich bewegen und auch das Hirn bekommt zu tun. (Und wenn man bedenkt, dass das Hirn 300 Muskeln ansprechen  muss, um stehen zu können, ist ein funktionierendes Solches durchaus von Vorteil.)

Kurz... es geht um ein möglichst zuhausenahes Leben, das aus Menschen, die ihr Leben lang ihr bestes gaben, keine unselbständigen Pflegefälle macht und Glück in Massen in sich birgt.
Sobald die WG ihre Pforten öffnet, werden wir natürlich  zu Besuch sein und berichten. Bereits im Januar 2020 soll die mobile Pflege starten, 3 Pflegefachkräfte sind bereits am Start. Eine vierte wird gesucht und das aus Projektgründen recht eilig.

Also... unbedingt weitersagen und bei Bedarf schnellstmöglich bei Jana Ludwig melden.
Ich selbst habe Pflege im näheren Umkreis erlebt und gesehen, wie unzufrieden die Situation in der Pflege auch diejenigen macht, die sie leisten  müssen. Wer sich hier Veränderung wünscht, bekommt bei Jana Ludwig eine vielleicht einmalige Chance...

KONTAKT:
Jana  Ludwig
0173 3663623 | ludwig.schleiz@freenet.de

Ich bin sehr froh, dass es Menschen wie Jana und Projekte wie Dorfliebe gibt.

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