Schön versteckt

...dieses entspannte Osterfest?

Eigentlich sollte das ja ein ZDF-Artikel werden, denn Doreen hatte Besuch vom Fernsehen.

Und auch eigentlich... (das Wort sollte ich doch deutlich weniger nutzen...und ab auf die to do -Liste) denke ich seit geraumer Zeit darüber nach, eine Art Autoren-Kennzeichnung zu installieren, damit man sieht, wer von uns schreibt. Aber das hat sich eben gerade im Schreiben erledigt, denn es ist nicht wichtig. Um wessen Geschichte es geht, ist eh egal, manchmal kann man es sich zusammenreimen, manchmal vielleicht nicht...

Besonders bei den Rezepten scheint das manchen wesentlich zu sein, aber in einem Großteil der Fälle seht ihr das eh.
Immer, wenns blumig wird, ist ganz sicher die Patisserie nicht weit (wie heute zum Beispiel... aber das kommt noch). Aber eben auch nicht immer, denn manchmal gehen Blumen einfach doch nicht.
Egal wie... es steckt immer Mühe und viel Ausprobieren drin und es kommt nix auf den Blog, was ein vorheriges Studium benötigt, eher die Dinge, die wirklich entweder euer Herz hüpfen lassen oder wirklich in jeden Alltag passen. Zumal Viele an Feiertagen backen, an denen es eh schon eng wird.

Und da sind wir schon beim eigentlichen Thema: Feiertage.
Ich bin heute morgen aufgewacht und habe glückseelig festgestellt, dass ich morgen ausschlafen kann. Ausschlafen heißt aber auch: es ist wieder einmal eine Woche rum und vor gerade mal einer Woche habe ich mit Erschecken festgestellt, dass Ostern nächste Woche ist, nicht wie geglaubt erst in 2 Wochen (was am Ende nix dran ändert, dass die Zeit doch immer zu schnell weg ist).
Und da ich ein Kind habe, dessen Geburtstag unklug geplant mitten in der Weihnachtszeit liegt, hat es sich in vielen Jahren ergeben, dass an Ostern doch etwas mehr als nur Eier zu suchen waren, denn wer schenkt einem Kind schon Weihnachten einen Roller oder ein Fahrrad... Da waren zwangsläufig fettere Ostern vorprogrammiert, Eltern "solcher Kinder" wissen, wovon ich rede.

Nun ist das Kind groß genug, um Ostern wieder zu dem zu machen, was es eigentlich sein könnte, wenn ich mir was wünschen dürfte: ein 5-Tage-Frühlingsfest... (Bei mir geht Ostern Gründonnerstag los...mit Spinat. Was sonst...)

* mit in der Hängematte liegen (zumindest wenn es so spät wie in diesem Jahr liegt)
* die ersten Blüten bestaunen
* vielleicht doch mal durch den Gartenmarkt laufen und mitnehmen, was sonst keiner will und irgendwohin pflanzen, wo es hoffentlich nichts anderes vergraben ist.
Das alles nur, um dann im nächsten Jahr erstaunt festzustellen, was für ein tolles Pflänzchen ich da mitgenommen habe (so kamen wir zu einer tollen alten Bauernrose, wunderschönen Pfingstrosen und manchen Pflanzen, die ich nicht benennen kann, weil die Schildchen dazu bei uns in ständiger Wanderung begriffen sind und nicht mehr da, wo die passende Pflanze wächst).

Dieses Resteverhalten haben wir übrigens auch bei Weihnachtsbäumen jahrelang gepflegt... man konnte eine Zeitlang wirklich kleine, krumme oder nur halb vorhandene Bäumchen am Tag vor Weihnachten für ein paar Euro retten... irgendwie geht das nicht mehr, heute wandern die lieber in den Schredder, aber bis dahin gabs viele Bäumchen (groß waren sie selten), die gut sehr individuell waren:)))
* Aber jetzt ist ja Ostern erstmal.
Auch toll wäre ein wirkliches Frühlingfest mit den ersten Windlichtern, die im Wind baumeln, kleinen verrückten Häppchen, die man vorher vorbereiten kann und dann keine Arbeit mehr machen, vielleicht der tollen Lichterkette von früher die wir für unsere Mädelsabende schon 2 Jahre kaufen wollen (die uns aber immer noch zu teuer erscheint, weil es nicht die China-Neumodisch-Version sein soll) und einer schön fruchtigen Bowle und viel selbstgemachtem Eierlikör?
* auch großartig... doch mal irgendwen, den man mag, etwas suchen lassen, auch, wenn man das als Erwachsener nur so semicool findet.
Mir ist beim Schreiben ein guter Gedanke gekommen, wie ich unsere Nachbarn verzücken könnte... leider muss die Idee hier warten, denn manchmal lesen die Nachbarn mit und selbst an Ostern muss doch ein wenig Vorfreude bleiben... also dazu dann nach Ostern.
Aber soviel: es wird eine Nachricht am Gartenzaun geben und etwas zu finden. Und die Hoffnung, dass der Hund nicht schneller ist, so wie bei den herrlichen Rotweingelee-Törtchen vom vorletzten Herbst, die er deutlich schneller entdeckt hatte, als die, die sie kosten sollte:)
* ganz entspannten Besuch von der Familie (das hab ich hinbekommen... die übernachtet und man kann sogar die Arbeit noch verteilen:)))
* ein Tag nur draussen (auch gedanklich vorbereitet und nur noch ein wenig wetterabhängig)
* das Thema kleine OsterÜberraschung ist vorbereitet, aber irgendwie könnte es noch entspannter sein.
Vielleicht gibts nächstes Jahr für jeden in der Familie ein Los mit einem Namen und man bedenkt ganz einfach nur EINE Person mit einer klitzekleinen Osterüberraschung?
* großartige Ausflügen mit den Hunden, von denen sie völlig platt schon im Auto nach Hause schlafen
* Osterkranzbäckerei: nicht vorher, damit man schön vorbereitet ist, sondern ganz frisch zum gleich danach essen... man kann ja einen Testlauf machen.
Im Kopf habe ich eine gefüllte Version, weil der Gedanke an trockene Hefeteilchen bisher die Osterkränze immer verhindert hat...
Sollte es gelingen, gibts noch vor Ostern das Rezept dazu, das dann auch für ganz normale Frühstücke taugen sollte, also zügig machbar ist.
* naja...und sonst einfach nur nichts... nichts... nichts. Frei eben.

Und schon ist er weg...
der Druck, ein Fest organisieren zu müssen, ellenlange Einkäufe, das besondere Ostermenü mit geeistem Wasweißich, dass es genau jetzt besonders günstig beim irgendeinem Discounter gibt und all dem Weihnachtsgedöns zur Osterzeit.
Vielleicht sollten wir auch einfach anfangen, die Sommerküche im Hof zu bauen und abends schmutzig, erschöpft und glücklich bei einem Glas Bowle auf der Treppe sitzen und hoffentlich den Vögeln zuhören.

Da war ja aber noch das ZDF und ein Osterrezept...

Doreen hatte Besuch: das ZDF hat Zeulenroda und Umgebung entdeckt, natürlich kann Stelzendorf da unmöglich fehlen. Da wir euch teilhaben lassen wollten, gab's zur Kamera noch den Fotoapparat und hier die entsprechenden Bilder...

"Leider" war das Ganze so unkompliziert, dass es durch war, als es gerade angefangen hatte...
Als ich dazukam, war die Torte fertig, alle plauderten ganz entspannt und die Redakteurin hatte sich bereits unsterblich in die Patisserie verliebt. Eigentlich war der Dreh im Kasten, aber sie hat ihre zwei Männer mit der Technik dann doch noch eine Etage höher in die Geschenkeabteilung gelockt. Die hatten eigentlich fertig :), aber dann eben doch nicht ganz,denn vermutlich hat sie spätestens der Blick durch die Kamera ins romantische Geschenkewunderland dann auch verzückt.
Ich bin gespannt auf die Bilder...

SENDETREMIN:
Ostersamstag, ZDF, Länderspiegel, 17:05

Was beim Dreh gebacken wurde, taugt ganz eindeutig als Osterdeko, wunderbare Festtagstorte oder recht schnell gemachtes Ostergeschenk...
Das Rezept anbei, Dekotipp von Doreen dazu... vermutlich muss man es ein paarmal probieren, um es genauso perfekt legér hingeworfen hinzubekommen:)) Profi bleibt halt Profi.

In dem Sinne... noch ist Zeit zum Überdenken der ganzen Ostergeschichte und schon kann sie beginnen... die Vorfreude auf entspannte freie Tage:))

*

Übrigens: das Vorhaben, jeden Tag Müll mit aus dem Wald, von Feldern oder der Wiese zu nehmen, dauert an... ein Foto von vorgestern findet ihr in der Galerie. Ob da jemand geglaubt hat, dass Blumentöpfe aus der Gärtnerei in den Wald legen (die Erde un dden Wurzelballen von irgendwas habe ich dann doch dort gelassen) sowas wie Aufforsten ist und hat auf diese gute Idee gleich noch einen getrunken?

Grüne Apfeltorte

Vorbereitungszeit: 1 Stunde, 10 Minuten

Kochzeit: 20 Minuten

Gesamtzeit: 1 Stunde, 30 Minuten

Grüne Apfeltorte

ZUTATEN TEIG

100gr weiche Butter

50gr Puderzucker

1 TL Zimt

2 Eier

Salz

100gr Mehl

ZUTATEN FÜLLUNG

4 Blatt Gelatine

400gr Crème fraîche

2 Eiweiß

Salz

50gr Zucker

ZUTATEN GELEE

80gr Zucker

2 säuerliche grüne Äpfel

Saft von 1 Zitrone

1/2 TL Vitamin-C-Pulver

4 Blatt Gelatine

ZUBEREITUNG TEIG

Butter, Puderzucker und Zimt schaumig schlagen

Eier trennen

Eigelbe unter die Butter rühren

Eiweiße mit 1 Prise Salz steif schlagen

Eischnee abwechselnd mit dem Mehl unter die Buttermischung rühren

Teig gleichmäßig ca.1cm dick in eine füllen, glatt streichen und ca. 12 Min. goldbraun backen

ZUBEREITUNG FÜLLUNG

Gelatine nach Packungsanleitung einweichen, ausdrücken

Gelatine über einem Wasserbad in 2 EL Crème fraîche auflösen

restliche Crème fraîche unterrühren

Eiweiße mit 1 Prise Salz steif schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen

Eischnee langsam unter die Crème fraîche heben

Mousse auf den abgekühlten Teig gießen, glatt streichen

1h kühl stellen

ZUBEREITUNG GELEE

in der Abkühlzeit Zucker mit 150 ml Wasser in einem Topf verrühren

ca. 5 Min. bei mittlerer Hitze köcheln lassen, sodass ein Sirup entsteht

Äpfel waschen und schälen, Apfelschalen klein schneiden und aufheben

Äpfel vierteln und entkernen

1/3 davon mit den Apfelschalen, abgekühltem Zuckersirup, Zitronensaft und Vitamin-C-Pulver fein pürieren (Püree wird leuchtend grün)

restliche Apfelviertel in winzige Würfel schneiden und gleichmäßig auf der Crème-fraîche-Füllung verteilen

Gelee: Gelatine einweichen, ausdrücken und in 2 EL Apfelpüree über einem heißen Wasserbad auflösen

restliches Apfelpüree unterrühren und Gelee gleichmäßig über die Apfelwürfelchen auf die Füllung gießen

Torte 2-3h kühl stellen und vor dem Servieren aus der Form lösen

 


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