Monat: Januar 2019

Und Zeit für Erinnerungen

111 würde mein Großvater vorgestern geworden sein und ich habe mir von zu Hause Bilder schicken lassen.

Im Mailpostfach gelandet sind alte Papierbilder (mittlerweile sorgfältig eingescannt und bearbeitet) und angesichts zweier gecrashter USB-Sticks mit Fotos, die es noch zu retten gibt, bin ich sehr froh, dass es mal die guten alten Zeiten gab....die mit Papierbildern, die zwar irgendwann leicht eingerollt und vergilbt in Kisten herumflattern, aber wenigstens noch da sind...

Und sachlich gesehen... die ältesten Motive, die meine Urgroßeltern zeigen, sind von 1938!!
Dass eine meiner Festplatten 80 Jahre überdauert, wage ich zu bezweifeln und was Cloudes mit unseren Fotos machen, weiß auch nur keiner so genau, auch, wenn man das Thema "Haltbarkeit" einfach nur nicht diskutiert, weil es müßig wäre über Dinge nachzudenken, die out sind, bevor man ausreichend Erfahrungswerte sammeln konnte.

Also Gelegenheit genug, vielleicht in diesem Jahr den Unmengen an mb's ein paar Papierbilder hinzuzufügen, sie wie früher hintendrauf zu beschriften und in ein schönes Kästchen zu werfen... ?
Für mich waren die Bilder nämlich wie ein schönes, wohltuendes Schaumbad... sehr vertraut, seelenstreichelnd, behütet... Mir fallen die Bonbons in den Taschen meines Großvaters ein, die Gladiolensträuße, die er auf dem Rückweg aus dem Schrebergarten immer bei uns zu Hause verbeigebracht hat, die fein sortierten Schrauben in seiner Werkstatt, riesige Haufen Kohlen, die mitten im Sommer geliefert wurden und dann im Keller fein säuberlich gestapelt, die Butterbrote meiner Oma, auf die sie immer Schokolade rieb und die einfach unvergleichlich geschmeckt haben... Vielleicht, weil es nicht jeden Tag Schokolade gab, vielleicht aber auch, weil es dauerte, darauf zu warten, bis sie fertig waren, aber eigentlich vermutlich nur, weil sie wirklich lecker waren.

Ich weiß noch, wie die Rosen vor dem Haus meiner Großeltern rochen (warum tun sie es nur heute nicht mehr), die Stapel Heu, die mein Großvater für mein Meerschein (das ich dank meiner Tante, die es ungefragt an mich verschenkt hat, besitzen durfte) in weiser Voraussicht für den Winter bereitet hat, die Samstagabende mit immer denselben Abläufen und einem dicken Schaumbad bei Oma und wie die frischen Toastbrote rochen, die es immer gab, wenn meine Tante Liesel zu Besuch kam... Wenn ich heute Butter auf warmes Toast streiche, kommt es mir vor, als wäre es damals.

Und wenn ich weiterdenke, fallen mir unzählige Urlaube, Feste, Samstagabende... ein, die ich nicht missen möchte und sie alle haben damit zu tun, dass ich sie mit Menschen erlebt habe, die einander viel bedeuteten und irgendwie recht viel Zeit miteinander verbracht haben müssen. Vermutlich ist deshalb mein Opa zwar seit langem tot, aber nicht wirklich weg.

Und neben dem Gedanken, ab und an jetzt doch Papierbilder anzuhäufen, die man so schön bei einem Glas Wein mit irgendwem anschauen kann, ist da noch einer: heute sollte die Post für Fine in Gotha eine kleine Box gebracht haben. Fine kommt in die Schule und ich musste daran denken, wie schwierig ich es fand, von dieser wunderbar fluffigen Zeit Abschied zu nehmen, in der man immer mal spontan mitten in der Woche etwas unternehmen konnte, in der ein von Sonne und Wind durchgepustetes Kleinkind tief und fest schlummernd abends im Bett lag und morgens nichts anderes im Kopf hatte, als Abenteuer...

Und so gab es für Fine und ihre Eltern eine kleine Abenteuerbox, ein kleines Kästchen, das man wie die Fotos aufbewahren kann... als Erinnerung an ein paar Abenteuer, die es noch bis zum Schulanfang zu erleben gilt (und eigentlich fallen mir gleich noch ein paar mehr ein... die Box wird sicher noch wachsen) und nebenbei natürlich Zeit als Familie und mit ein paar Zettelchen mit Informationen, die man sicherlich in ein paar Jahren längst vergessen hätte... wäre da nicht die Box.

Ich bin gespannt, wie es wird...mit der Box, den Erinnerungen, der Zeit danach...

 


...mit Porridge, Müsli & Granola

Wir haben in letzter Zeit das Frühstücken für uns entdeckt und weil es nicht nur uns so zu gehen scheint (unsere Frühstückstermine sind immer ratzfatz ausgebucht), wächst auch unser Angebot an Speisen.
Wunderbar ist, dass Estera auch immer wieder Leckereien aus der orientalischen Küche hervorzaubert, von denen auch einige in den nächsten Wochen hier auf den Blog und viel eher in die Frühstücke wandern werden.

In letzter Zeit wandern viele Begriffe durch die Frühstücks-Rezeptewelt und deshalb hier eine kleine Übersicht zum Thema Flockenmahlzeiten...

PORRIDGE
Haferbrei, mit Wasser und Milch zubereitet, hinzu kommen weitere Flockenarten, Trockenfrüchte, Obst, Nüsse, Kokosflocken...
wird warm gegessen, eher breiig
(unser LieblingsRezept Porridge Gratin)

MÜSLI
Haferflocken und je nach Version Nüsse, Rosinen, Trockenfrüchte, Maisflakes und/oder weitere Flockenarten
wird mit kalter Milch gegessen, eher knackig

GRANOLA
Haferflocken, die mit Honig und anderen Zutaten wie Nüssen oder verschiedenen Gewürzen gebacken werden
das Ergebnis sind Haferflockenstückchen mit einem süßen Geschmack
Es ist in vielen Geschmackvarianten herstellbar und manchmal auch Bestandteil eines herkömmlichen Müslis, aber viel gesünder als das herkömmlich bekannte Knuspermüsli, weil ohne den großen Anteil Indusrtriezucker.

Ein Lieblingsfrühstücksrezept, das der eine oder andere sicher schon gekostet hat, ist unser wirklich leckeres Granola, das den Tag garantiert nur gut beginnen lässt:


Der Sonntagsretter

Der Winter hat sich davon gemacht und geblieben ist schmuddeliges Grau... genau der richtige Zeitpunkt für einen Seelenwärmer, auch, wenn die Finger draussen nur noch gerade so kalt werden...

Macht es euch schön, sucht den nettesten Film heraus, den ihr findet (oder greift gleich zu den Kinderfilmen) und schaut vorher, ob ihr noch alle Zutaten für die Lieblingsschokolade im Haus habt.
Die geht nämlich ruckzuck, zur Not müssen die Marshmellows durch einen dicken Klecks Sahne auf der Heißen Schokolade ersetzt werden... wichtig ist nur, dass ihr nicht an der dunklen Schokolade spart.

Habt einen kuschligen Sonntag mit der Familie ider Freundin, das Rezept ist bereits hier auf der Seite unter "Rezepte" zu finden.

Sollte nix im Haus seint, habt ihr ja vielleicht Glück und wohnt nicht zu weit weg von Stelzendorf... dort gibt es die fast einzige Alternative zu selbstgemachter heisser Schokolade... die Trinkschokoladen von Eraclea.
Bei denen wird es auch schnell mal exotisch und besonders wunderbar.
Hier tut in jedem Fall Empfehlung gut, das Team kennt vermutlich alle :))

Im Winter

Dem Winter, der zwar gerade ein wenig Pause zu machen scheint, uns aber zumindest die letzte Woche mächtig in Atem gehalten hat, begegnet tatsächlich jeder irgendwie anders, wie sich schon in unserem näheren Umfeld herausgestellt hat.

Während die einen sich in Frühlingsdeko retten, Pakete mit Osterdeko auspacken und die ersten Hühner freilassen, gehen die anderen wintercampen oder veranstalten Gaudibiathlons oder lassen andere rennen und werden schon warm, wenn sie ihnen (in dem Fall den Hunden) im kniehohen Schnee hinterherlaufen müssen.

Und so kommen alle durch die Tage... die einen mittendrin, die andere mit Augen zu und durch.)))

Danke Outside Aktiv (wie immer Werbung))  für die Fotos vom Gaudibiathlon vom letzten Jahr... wenn‘s passen sollte, gibts auch dieses Jahr wieder einen... gewohnt kurzfristig weil sehr wetterabhängig... hoffen wir mal auf eine Ladung Neuschnee in der kommenden Woche und darauf, dass das Wintercampen ohne Folgen bleibt:))


Das Problem mit dem Jahr

Es ist wirklich schwer zu glauben, jemand, der mit Papier arbeitet und gefühlt 15 verschiedene Planer, Tagebücher und Kalender im Angebot hat, bekommt den eigenen Kalender seit Jahren nicht geregelt.
Ich hoffe, das kennen mehr Menschen als ich:  man ordert irgendwann nach endlosem Gesuche einen Kalender, der ganz jungfräulich daherkommt und bei dem es schon schwierig ist, nach all dem Tastaturgetippe vernünftig den ersten Eintrag handschriftlich hinzubekommen, ohne dass der aussieht wie der Stapel Notizzettel auf meinem Tisch (nämlich leicht unleserlich) und dann... nach spätestens  3 Wochen ist die Anfangseuphorie dem Vergessen gewichen...der nächste Kalender liegt ungenutzt herum, nur leidlich gefüllt und wieder muss der Kopf ran, wenn etwas nicht vergessen werden soll.

Ich gebe es zu, ich bin schwierig und habe alles schon probiert: Wandkalender mit Jahresübersicht, einklebbaren Post it's oder Sammeltaschen, Tischkalender zum Aufstellen... mal bunt, mal klug, mal ganz spartanisch, Taschenkalender in wunderbarem Shabbylook, mit Zitaten oder Fotos... Alles führte zum selben Ergebnis. Keinem.

Und prompt bin ich auch 2019 auf der Suche... aber es sieht so aus, als wären Einbände sehr wichtig (innen geht es immer gleich zu), Glücksplaner zum Ankreuzen für den 3-Minuten-Gebrauch scheinen sehr gefragt zu sein oder auch Planer, bei dem ich jeden Tag etwas aufschreiben muss, was ich mir vornehme. Tue ich aber gar nicht... weder am Anfang des Jahres und schon gar nicht jeden Tag...

Und schon wird es schwierig. Gottseidank verlieren rosa Papier (das wäre wirklich schon ein Pluspunkt!) oder ein wirklich schönes Layout (ganz klar ein Plus) schnell den Reiz, wenn man nicht zu vergessen versucht, was man eigentlich von seinem Wunschplaner erwartet und so stehe ich ohne Ergebnis da und habe beschlossen, meine Liste an Wünschen einfach hier aufzuschreiben und zu schauen, ob jemand den Traumplaner vielleicht für sich selbst gekauft hat oder zumindest eine Idee hat, welchen man sich noch näher ansehen könnte... Hier die Wunschliste an den (vielleicht) perfekten Planer:
*unbedingt A5 (Wer schafft es nur, auf A6 unterzubringen, was nötig ist?? Frauentaschen sind eh gross genug für A5, da passen ganz andere Dinge rein...)
*Papier bitte nicht so dünn wie einlagiges Toilettenpapier... nur mit Bleistift schreiben ist auf Dauer unerfreulich
*Schön Platz für jeden Tag, damit alle to-do's notiert werden können, dazu Platz für die Sachen, die man sich für die komplette Woche vornimmt und ggf. kennzeichnen kann, was in die nächste Woche(n) verlagert wird.
*Platz für Ideen, die einem gekommen sind und für irgendwann gut sind, also einfach noch reifen müssen
*Platz für alles, was man sonst vielleicht nochmal gesagt haben will, damit es bleibt... nur in wenig Platz
*ein Cover, das nicht so steif ist, dass man entweder den Anfang oder das Ende der Woche nicht gern beschreibt, weil sich da das Buch so wehrt
Und das war es dann eigentlich schon... ein bisschen interessant aussehen wäre sicher auch kein Fehler, ist aber nicht so wichtig wie alles vorher Notierte.

Dann bin ich mal gespannt... Ich bitte von Fragen abzusehen, warum ich mir keinen eigenen mache (sie landen immer im Schmierpapier und werden als Notizzettel dem zweiten Leben zugeführt)... es ist irgendwas wie mit dem Schuster und den schlechten Leisten... schwer erklärbar, aber diese Option entfällt.

Wer einen wunderbaren Tagbuchkalender sein eigen nennt, hinterlässt ja vielleicht in den Kommentaren etwas dazu... ich würde mich wirklich freuen:))