Monat: August 2019

Süß-Fruchtiges mit Suchtpotential

Nicht gerade meine Stärke: sich entscheiden, wenn es lecker wird.
Uns so vergingen die letzten beiden wirklich schönen Sommerwochenenden ohne Eis im Tiefkühler, was den netten Italiener freut, der immer mit dem Auto herumfährt, aber fürs Spontane dann doch weniger geeignet ist.

Also ran an Sahne, Früchte, Buttermilch und Schokolade... selten hat Herumprobieren so viel Spaß gemacht.
Anders als beim Backen geht wirklich nahezu alles gut und man hat das Gefühl, dass eigentlich nur die gefühlt 100 Testesser fehlen, die all die Probeversionen auch aufessen, denn der Tiefkühler muss ja wieder leer werden...
Und so begann der Tag heute mit Mangoeis zum Frühstück... gut, dass bereits morgens knapp 20 Grad waren.

Hier nun die verschiedensten Ideen... alle gehen (bis aufs Kühlen, was muss, das muss...) sehr zügig.
Und wenn bei euch jemand klingelt, der wirklich gern Eis mag, dann schafft ihr das fast in derZeit, die er von der Haustür bis in die Küche braucht, zumindest wenn ihr die Version wählt, die es heute zum Frühstück gab: das Mangoeis.
Und bei uns ist ein Thema erfolgreich vom Tisch: Eismaschine ja oder nein? NEIN. Muss nicht...
Nix, was extra rumsteht und nur eines kann...

Ein bisschen probieren ist auch noch drin bis zum Wochenende... genießt den Sommer, solange er noch so tut, als würde er nie enden:))

Ach übrigens... Zuckersirup:
(in den Rezepten findet er Verwendung) besteht aus gleichen Mengen Wasser/Zucker... aufgekocht und dann nicht mehr gerührt...nach ca. 1 min vom Herd nehmen und abkühlen lassen

PÜCKLER-EIS

 

MANGO-EIS

BATIDA-POPS

 

EIS-PRALINEN AUS DEM GEFRIERBEUTEL

Und tschüss...

Mir ist eine wunderbare Idee danke zu sagen begegnet, die ich unbedingt teilen möchte:
für einen letzten Arbeitstag sollten es Glückskekse zum Abschied werden.

Immer, wenn später jemand einen dieser kleinen Zettelchen wieder hervorholt, wird er mit etwas Glück an diesen Tag denken und vielleicht auch an viele Momente der gemeinsamen Arbeit. Mehr sollte nicht sein.

Also ran an die Arbeit und Sprüche gesucht, die mir keine lebensverändernde Begegnung in dieser Woche oder das große Glück vorhersagen, wenn ich nur aufmerksam hinsehe... es sollten Sprüche sein, die man nicht einfach gern in den Papierkorb wirft, gleich nach dem Keks, der meist nicht wirklich schmeckt und ebenfalls wegfliegt.

Das alles macht wirklich Arbeit, aber ist, vorsichtig formuliert, nur der Anfang von viel mehr Arbeit:))
(Allein deshalb sollte sich jeder, der selbstgemachte Glückskekse bekommt, schon von Grund auf geehrt fühlen:))

Die Sprüche auf kleine Zettelchen (10 x 1,2 cm war perfekt) ausgedruckt (es funktioniert auch ein Tintenstrahldrucker) und los gehts mit Teil 2, der Geduld braucht.
Wer die nicht hat, sollte das Vorhaben sein lassen.

Das Rezept gibts dann gleich an dieser Stelle... aber seid vorgewarnt: Glückskekse machen macht vermutlich wirklich auch den Bäcker glücklich... aber erst nach einigen grauen Haaren mehr und dann aber umso mehr, weil man spätestens nach der 2.Portion neu angerührten Teiges davon überzeugt ist, dass das eh nix wird. Wenn es dann doch wird, hat man das Gefühl, ein Superheld zu sein.

Wichtig sind hitzebeständige Finger, weil die Teigkreise wirklich sehr flink in Form gebracht werden müssen, exakte Beachtung der Backzeit (sobald die Ränder braun werden, ist der Zeitpunkt gekommen... aber nicht 3 Sekunden zu früh oder spät... ihr werdet es herausfinden) und Frustresistenz, wenn mal wieder ein Keks beim Falten Risse bekommt.

Nach dem Zusammenwerfen verschiedener Rezepte ist unseres hier herausgekommen... unsere Quote lag gefühlt bei 50% Erfolg, wobei man sagen muss, dass die meisten schiefgegangenen Kekse mit Rezept 1 entstanden sind. Naja, und Abendessen war auch nicht mehr und das nicht nur, weil die letzten Glückskekse erst um 23:30 Uhr in die Tüte wanderten, sondern weil so viele Teigabfälle in den Mund gewandert sind, dass nix mehr ging.

Was aber auch heißt, dass zumindest der frische Teig gut war... juchu... denn das war ein Grundproblem: wo findet man einen Teig, bei dem ich wenigstens in Versuchung gerate, den Keks mitzuessen und mich nicht ausschließlich auf den Spruch stürze.

Also dann hier das Rezept für die Glückskekse... als sie dann kurz vor Mitternacht wohlbehalten in ihren Tütchen lagen mit alle übriggebliebenen Sprüchen und etwas Papierwolle als Deko dazu, dann war das schon auch ein leichtes Glücksgefühl für die Bäcker...
(oder verwechseln wir hier Erleichterung mit Glück ?:))