Monat: September 2019

...wenn sowas passiert.

Dann ist's besonders.

Besonders, weil sich jemand Mühe macht, denkt, dass man sich freuen wird, Zeit investiert und wirklich nette Worte findet.
Abgesehen davon, kommt da jemand Torte essen, ohne Fehlerchen suchen zu wollen...

Es ist schön, Gäste zu haben, die neugierig sind, die probieren, sich Anregungen holen und überwältigt sind, denn eine Pátisserie funktioniert am besten über Leidenschaft und Liebe.
Wenn die dann zu glänzenden Augen und vielleicht auch einem zu vollen Magen führen, ist das pures Glück.

Schön, dass es solche Menschen und Momente gibt.
Für die arbeiten wir am liebsten und alle anderen überzeugen wir weiter mit Aromen, neuen Kombinationen, leckerem Gebäck von Oma, umwerfenden Frühstücken, saisonalen Ideen und unserer Lust am Backen, zu verwöhnen und glückliche Momente zu zaubern.

Danke!

 Thüringen backt

Nicht nur wir suchen Bäcker mit Lieblingsrezepten. Wir haben gerade von einem Wettbewerb erfahren, den wir hier gern teilen möchten.

Die Thüringer Tageszeitungen TA, OTZ und TLZ rufen bis zum 30. September zu einem Backwettbewerb auf. Eingereicht werden Rezepte direkt bei den Tageszeitungen:

www.thueringer-allgemeine.de/backzeit, www.otz.de/backzeit oderwww.tlz.de/backzeit

 Es gibt keine Grenzen für die Phantasie, ob alt, neu, von Oma geerbt oder selbst ausgedacht... das Lieblingsrezept eurer Kinder, euer Weihnachtsdessert, der Geburtstagskuchen, den es seit 20 Jahren gibt...

Die 50 spannendsten Einsendungen bekommen eine Einladung zum Backzeit Event am 24.10.2019 ins Kaffeehaus Gräfe nach Jena. Eine Jury verkostet und bewertet und am Ende landet vielleicht euer Rezept auf dem Cover des neuen Backzeit-Magazins. Zusätzlich gibts drei  KitchenAid, nicht übel... Ach ja, das neue Magazin erscheint am 29.11.2019.

Und beim alldem... nicht vergessen, dass es vielleicht auch toll ist, ein Kalenderblatt in unserem Kalender auszufüllen. Wie das geht, steht HIER nochmal...

Alles relativ...

Die Sonne lacht, ab und an... der Tag ist besser als erwartet. Das hab ich heute oft gehört.

Grundfehler: Wetterbericht, Wetterapp und deren Deutung.
Gestern hatten wir wirklich ziemlich viel Glück, aber wer ehrlich ist... manchmal war es mächtig warm, das ist zwar schön,   aber geht auch etwas weniger heiß. Und mehr ist es nicht, was so ein Wetterbericht sagen sollte oder wir in eine RegenWAHRSCHEINLICHKEIT hineindeuten...

Abschied vom Sommer pünktlich zum kalenderischen Herbstanfang... was löst das in uns aus?  Dauerregenpanik mit  einem Gefühl von 7 Grad.
Keine Ahnung, ob das das Credo der Berichterstattung in jeder Hinsicht ist oder wir Menschen einfach so ticken...   Klar geht baden nur noch für einen Teil von uns und der Liegestuhl muss zur rechten Zeit am rechten Ort stehen... aber noch lange nicht auf den Bahamas.
Wie oft Regenwahrscheinlichkeit wirklich Regen hieß, haben wir in diesem Sommer gemerkt... also lasst euch nicht runterziehen vom Wettermann oder wechselt die App, die ebenso häufig nicht das anzeigt, was ihr tatsächlich erlebt.

Schaut raus, wenn ihr morgens aufsteht, zieht die Lieblingsjacke drüber, wenn es ohne denn doch zu kühl ist und tut das, wofür es im Sommer einfach zu warm ist. Bei uns...hurra... müffelt der Hund einfach weniger, weil er nicht so oft komplettnass vom Baden ist... ist doch prima:) Und mit einer Schicht mehr geht auch der Kaffee morgens draussen. Gestern abend haben die Grillen ihr Konzert abgehalten.

Also raus mit euch... ob Ihr den Sommer verlängert, liegt allein an euch.

Picknickt, liegt in der Sonne, sobald sie sich zeigt, kauft weder Lebkuchen noch Adventskalender, genießt den Sonnenuntergang, fahrt Fahrrad, lauft durch die Wiesen...
Vielleicht sollte man damit beginnen, dem Wetter keine Bedeutung mehr zur Planung des eigenen Lebens zuzuschreiben, sich einfach überraschen lassen statt mit miesen Gefühlen den Tag mit einem begeisterten Blick in den Kleiderschrank beginnen, in dem ganz bestimmt was drin ist, was euch 3-5 Grad weniger überleben lässt:))
(mehr ist in der Vorhersage nämlich nicht als Unterschied zum Wochenende zu erkennen...)

Ich sammle dasWetter der Woche auf Fotos und füge jeden Tag ein Bild hier zu... Mal sehen, wie wunderbar das herbstliche Wetterdrama wird:)

Der Tag, an dem du aufhörst, das Rennen mitzumachen, ist der Tag, an dem du gewinnst...

Egal, was ich an Medien genutzt habe gestern... neben dem Kindertag, der den Thüringern einen Feiertag beschert hat und für viele hoffentlich einen entspannten Tag draußen und in Familie, war die Umwelt Thema. Das klingt erstmal recht gut und scheint vernünftig... endlich bewegt sich etwas, werden Menschen sensibilisiert und retten unsere Kinder die Erde, die die Generation, die jetzt im mittleren Alter ist, dahingeärmelt hat...

Hm.

Ich hatte gestern ein zugegeben virtuelles (deshalb ohne Ergebnis?) Gespräch mit einem Freund. Mir war ein Interview mit Reinhold Messner begegnet, in dem er zum Thema Greta befragt wurde. Er hat etwas für mich absolut Stimmiges, aber auch Überraschendes gesagt, weil ich es irgendwie wohl nicht erwartet hätte. Seiner Ansicht nach ist das Thema von großer Bedeutung und wäre er sehr erfreut, würde Greta später ggf. Politikerin werden und dann wirklich an den richtigen  Stellen etwas bewegen können, vorerst sähe er aber das Problem an einer ganz anderen Stelle, die für ihn die Tatsache wäre, dass es die Menschen verlernt hätten, Verzicht zu üben. (Dass Greta nichts wirklich real und jetzt bewegen könne, weil sie weder in Politik noch Wirtschaftsverbänden sitze, habe ich übrigens so von fast allen gehört, mit denen ich gesprochen habe...)

Verzicht nicht im Sinne von zu wenig haben, sondern eher so gemeint, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was sein muss und worauf man gut verzichten könnte... ohne das Gefühl von zu wenig zu haben, eher mit dem positiven Gefühl von Zugewinn, Klarheit, Einfachheit, Ruhe und Platz für viele andere Dinge im Leben, die da nicht Konsum heißen.

Genau das könnte das Grundproblem unserer Zeit treffen. Genaugenommen kann niemand mehr Verzicht üben, ohne sich schlecht zu fühlen und hat keine Wirtschaft Interesse daran, dass das wirklich zum Lebensmotto vieler Menschen wird.

Da im Interview Bezug zu Greta Thunberg genommen worden war, war sie folglich auch Thema und mein Freund erwähnte, dass er gut fände, was Greta doch alles so bewegt hätte. Dreimaliges Nachfragen von mir, was ganz konkret bewegt wurde, was jetzt und sofort, denn darum geht es ja wohl, bewegt wurde, brachte für mich kein Licht ins Dunkel.

Und genau das scheint das Thema zu sein. Wir wissen, dass sich gerade zu wenig bewegt, machen die Politik verantwortlich und sind beruhigt. Immerhin werden wir ja gerade sensibilisiert.
Dass wir selbst jetzt und sofort am Ball  sein könnten, scheint die andere Seite der Medaille zu sein. Sie zu sehen, ein menschliches Thema.
So sehr es Greta am Herzen liegen mag, etwas zu bewegen, kann es nur schwer gelingen. Ich höre da.. wir müssen etwas tun... jetzt muss gehandelt werden... wir beraten über Möglichkeiten... Was ich nicht höre, sind wirklich tragbare Ansätze, die da nicht so wirklich weit entfernt sind von dem, was Herr Messner da sagte.

Wenn nur jeder, der da auf einer Demo mitläuft oder jede der Firmen, die gestern einen Streiktag eingelegt hat, ganz konkret an einer der Schrauben drehen würde, die in Richtung weniger ginge, wäre allen mehr geholfen. Wir aber beruhigen uns mit Willensäußerungen, prüfen nicht, was wirklich passiert und fangen ganz und gar nur selten wirklich selbst mit an.

Dabei ist es recht einfach, nur im kleinen einen Schritt zu tun.

Wenn ich etwas kaufe, das nicht wirklich geschützt werden muss, nehme ich es ohne Hülle mit, denn die wandert Zuhause eh gleich in den Müll (wer trennt wirklich immer und was passiert mit dem Getrennten?). Kartons, die durch die zahlreiche Onlineshops überall massenhaft vorhanden sein dürften, kann man wiederverwenden, anstatt neue, toll designte Teile bei der Deutschen Post zu erstehen, auch wenn die in der kommenden Weihnachtsphase wieder so wunderbar trendgemäss bedruckt sind. Würde ich mich mit einem Liefertermin/Woche von meinem Lieblings-Klamotten-Laden zufrieden geben, weil dann schon allein der Lieferdienst nicht 6mal dieWoche in mein Dorf muss?
Ein Zwei-Personen-Haushalt braucht vielleicht doch keine Spülmaschine, weil so viel gar nicht anfällt... denn wer kennt das nicht... noch nicht voll das Ding, aber es müffelt vor sich hin... was tut man? Man wirft es an, bevor es voll ist. Wenn ich per Hand spüle, überlege ich darüber hinaus gut, ob ich bei 4 Tassen Kaffee am Tag jedes Mal eine neue Tasse nehme oder ob es vielleicht die erste am Tag auch weiterhin tut, wenn nur ich daraus trinke...

Es sind wirklich kleine Dinge, die nicht wirklich weh tun und automatisch mein Verhalten prinzipiell ändern und damit helfen. Aber genau das sehe ich um mich herum wirklich viel zu selten. Ich würde gern glauben, dass mindestens 80% der Umweltdemonstranten ein kaputtes Küchengerät durch eins ersetzen, das aus zweiter Hand kommt, weil da jemand um- oder zusammenzieht und irgendwas übrig ist, was durchaus noch heile und schön anzusehen ist.

Auch würde ich gern glauben, dass nicht jede Generation Handy mitgenommen wird, nicht jeder plötzlich SUV fährt, obwohl er in der Stadt wohnt (es können doch nicht alle alt sein und das Problem des Einsteigens so klären wollen...) oder unsere Welt mit 5G-Masten zugepflastert wird, nur weil wir das neueste Game noch ein wenig schneller geladen haben wollen. Die leisen Proteste waren sehr schnell dahin. Wir werden zu Veganern weil wir gesünder leben wollen ( ach nein, es waren ja die Tiere, weswegen wir das tun) und gleichzeitig setzen wir uns nachgewiesenen gesundheitlichen Risiken aus, die mehr als nur unverantwortlich sind. Mitten im schönsten Sonntagsfilm darf da ein Telekommunikationsanbieter für seinen wunderbaren Tarife in 5G werben und uns kommt nicht einmal mehr der leise Gedanke, dass das dumm sein könnte.

Und mitten im Greta-Taumel findet sogar die Wirtschaft noch Gutes dran, dass wir jetzt alle so schön (Umwelt)sensibel sind und macht uns darauf aufmerksam, dass wir 60% der gekauften Dinge... gemeint sind Klamotten... innerhalb eines Jahres austauschen. Austauschen muss bisher bedeutet haben, ich schickte meinen Kleiderschrank um und packe neues dazu, denn jetzt gibt es da eine viel bessere Idee... man schickt alles zum Anbieter des Vertrauens zurück ( der es dann vermutlich weitervermarktet in welcher Form auch immer), uns ein gutes Gewissen rüberreicht und die Absolution, doch jetzt nachlegen zu dürfen... natürlich hat man selbst gerade die neue Kollektion am Start, die man ja dann ein Jahr später wieder zurückschicken kann und darf. Wie umweltbewusst wir doch sind.

Ich könnte jetzt die Listen unendlich weiterführen, eigentlich sollten wir aber entsetzt sein über das, was das angeblich am höchsten entwickelte Lebewesen da tut. Es bleibt mir doch nur die Frage, ob wir zu oberflächlich, zu faul oder zu dumm sind um zu merken, wie sehr wir uns selbst belügen... Keine Tatsache wird hinterfragt, es genügt das gute Gefühl, doch irgendwas getan zu haben... aber genaugenommen ist es zuwenig, was man selbst dazu beiträgt, dass die Welt eine bessere wird.

Und da hat Greta einfach auf's falschenPferd gesetzt, denn all die Demos scheinen zwar unser Grundgefühl zu verändern und uns zu suggerieren, wir wären sensibilisiert und endlich würde mal der Blick auf die Probleme gerichtet... aber ganz real passiert einfach nur dort etwas, wo es das eh schon lange tut: wo Leute freitags ganz normal ihr Ding machen und ihre Klamotten einfach mal 3 Jahre an haben, ohne sich komisch damit zu fühlen, ohne großes Trara einfach keine Erdbeeren aus Uruguay an Weihnachten kaufen, weil die nächste Saison ja schon 5 Monate später auch hier beginnt, es die krumpeligem Kartoffeln vom Feld sein können, die der Bauer von nebenan für einen Bruchteil des Preises der glattgeleckten aus dem Supermarkt verkauft...

Der Tag, an dem du aufhörst, das Rennen mitzumachen, ist der Tag, an dem du gewinnst...

Eben die, denen wirklich etwas an einem Leben liegt, das andere Wertigkeiten hat, als an einem Rennen teilzunehmen, dass wir eh nie gewinnen, Dann könnte Greta zu Hause sitzen und vielleicht das genießen, was sie an schönem Leben hat und wir müssten uns nicht damit beschäftigen, uns mit Absichtserklärungen davon abzulenken, wie wenig wir doch im Alltag tun, obwohl, wir es könnten, ohne  vie zu verzichten.

Jeder von uns.
(Vielleicht klingt das alles wie Nörgelei... aber das zu feiern, was nicht wirklich zu Verbesserungen im Leben führt, weil es in den Ansätzen steckenbleibt und eben das nicht zusehen, macht uns wirklich nicht zu guten Menschen. Ein wenig mehr Nach- und Weiterdenken und Kritikfähigkeit in jeder Hinsicht, würde mehr bewegen, als es jede Demo kann, nach der im Leben der meisten wenig Änderung eintritt. Änderungen im Denken haben nur einen Wert, wenn sie Tun auslösen. Auch sowas gehört nunmal hierher.)

für 2020

Der Sommer macht sich so leise davon und wer nicht gerade in den Herbst verliebt ist, der denkt bereits an Kerzen, manchmal sogar Lebkuchen oder gar die Zeit, in der alles neu beginnt. Dass das nicht sonderlich klug ist, wissen wir zwar alle, aber  manchmal fehlt die Idee, was nach einem so phantastischen Sommer bleibt, wenn es draußen etwas ungemütlicher  wird.

Abgesehen davon, dass wir dazu mehr als nur eine Idee haben und die hier auch ihren Platz finden werden, haben wir beschlossen, euch wenigstens eine Qual der Wahl abzunehmen und für einen Lieblingskalender für all die zu sorgen, die gern backen.
Unsere Lieblinge findet ihr meist schon hier (mein aktueller... gut, dass es Fotos gab, die Gugl waren schneller weg, als mir lieb war, vielleicht waren es auch nur zu wenige hier dann gleich anbei als Rezept), deshalb bekommen jetzt
Eure LieblingsRezepte
ihre Chance.

Werdet Teil des Kalenders für 2020!
Wer Teil unseres  Kalenders für 2020 werden will, muss nur eines  tun... backen.
Backt, was das Zeug hält und findet heraus, welches eurer Backwerke das Zeug zum Liebling hat.

Bedingungen:
* sendet uns bis spätestens 18. Oktober maximal 2 Rezepte mit Foto per Mail zu
* wenn diese Rezepte aus einem Buch oder Backportal stammen, also veröffentlicht wurden, gebt bitte die Quelle an
*sendet uns im Rezept Zutaten, Zubereitung, Backzeit  und -temperatur

Mit der Einsendung per Mail gebt ihr das Rezept frei für die  Nutzung im Rahmen dieses Kalenderprojektes, also zum Nachbacken und Veröffentlichen im Kalender. Wer seinen Namen im Falle einer Veröffentlichung nicht genannt haben möchte, gibt das bitte an.

Wir werden entscheiden, welche der Rezepte so spannend klingen, dass wir sie nachbacken und verkosten müssen.
Entscheidend für die Auswahl sind Geschmack, Besonderheit, Machbarkeit auch für Nicht-Patissiers und Vielfalt. Wir wollen, dass verschiedenste Gebäcke in den Kalender wandern und euch nicht im Dezember eine Erdbeertorte im Kalender anschaut, es sei denn, sie hat weihnachtlichen Charakter... also macht euch auf... experimentiert, grabt in den Untiefen der Omarezepte, fragt Freunde nach deren Lieblingen...

Die Fotos für den Kalender erstellen wir aus den nachgebackenen Rezepten selbst, eure Fotos dienen uns als Entscheidungshilfe, müssen also keine Kunstwerke sein. Wir sind gespannt und freuen uns auf eure Rezepte. Wer für den Kalender ausgewählt wird, erhält ein Belegexemplar für sich.
Zu kaufen wird es den Kalender zum Weihnachtszauber in der Patisserie am 17.11. und danach in der Patisserie geben.

Sendet Rezepte und Fotos direkt per Mail an e2grafik@email.de oder gebt es in der Patisserie mit Foto ab. Wir halten euch auf dem Laufenden!