Monat: November 2019

Alles bunt

Auch das gibts im Herbst: bunter geht fast nicht.
Zwar scheint schon alles auf Advent eingestellt und der Weihnachtstaumel hat so viele bereits voll im Griff, aber noch gibt es viel zu holen da draussen. Ohne viel Kommentar deshalb hier einfach nur die Bilder von einem Spaziergang mit den Vierbeinern... ja, das ist alles direkt hier und erst 2 Tage her... So schön ist's eben und man tut gut daran, sich jeden Tag ein winziges Stück Zeit zu nehmen.

Und damit der Herbst auch auf dem Tisch so richtig Lust macht, hier noch ein Griff ins Regal mit den Herbstfrüchten...
Ich habe Granatäpfel erst in diesem Jahr so richtig entdeckt, aber es war eine der tollen Entdeckungen... zu doch recht süßen Zutaten aind sie der perfekte Gegenspieler. Ich bin nicht so der Fan von Mürbeteig, aberhier ist er einfach wunderbar... zur Creme schön knusprig und leicht karamellig... Erstaunlicherweise machen die Granatapfelkerne die Creme nicht matschig, selbst ein paar Stunden nach dem Backen sieht noch alles perfekt aus. Allerdings ist man selbst dran schuld, wenn man nicht sofort alles auffuttert:))

Also genießt so kurz vor der Adventszeit noch ein bisschen intensiven Herbst, optisch wie geschmacklich und habt ein schönes Wochenende!

Mal  einfach so das Herz verschenken

 Da ist sie wieder, die Karte, die ich fast schon vergessen hatte...
Heute war es Zeit, sie hervorzukramen, weil der Anlass, aus dem sie entstand, sich wiederholt hat... wie man sieht, ein doch seltener.

Mir ist es heute etwas passiert, was doch mein Herz hüpfen lassen hat, weil ich nicht mit so viel Entgegenkommen gerechnet hatte.
Mein Kind hat demnächst (sehr bald demnächst) Geburtstag und es ist wie jedes Jahr... es wird eng mit dem Geschenk. Nicht, dass da keine Ideen wären... im Gegenteil, aber irgendwie kommt das Datum dann doch immer wieder "überraschend":))
(Weihnachten ist das übrigens auch ähnlich... was mir jetzt eigentlich sagen sollte, dass Geschenkezeit ist, aber ich fürchte...)

In jedem Fall ist es aktuell eilig und ich habe das perfekte Geschenk online gefunden. Mitten in der Nacht habe ich die Verkäuferin kontaktiert (mit wenig Hoffnung darauf, dass man gleich morgens Dinge verpacken und auf die Post bringen will und kann) und fand beim Aufstehen am Morgen eine Nachricht vor, dass das alles kein Problem sei. Ehrlich? Oh wie herrlich.

Und um dem Ganzen noch ein I-Tüpfelchen aufzusetzen, ging es heute mit hoher Priorität zur Post und einem Versandpreis, den ich gar nicht gezahlt hatte. Dass jemand sich so viel Mühe macht und mehr tut, als er müsste, ist so selten geworen, dass man, wenn es noch dazu jemand tut, den man gar nicht kennt, völlig glückseelig durch den Tag läuft.
Ich weiss, wenn es immer so wäre, könnte man es nicht schätzen, aber ein wenig öfter könnte ich gut aushalten und die Welt schon erst recht.

Also... einmal rundrum glücklich, egal, ob das Geschenk nun morgen da ist oder nicht. Ich hoffe ein bisschen, dieser Blogartikel ist irgendwie ein Stück von danke...:)

Aus einem ähnlichen Anlass heraus sind übrigens vor Jahren die loveletter-Karten entstanden. Ich hatte etwas ähnlich Großartiges erlebt und das Gefühl, etwas zurückgeben zu wollen. Die Karten muss man wie bei Verkaufsangeboten, bei denen man die Telefonnummer abreißen kann, unten einschneiden (wer will, schreibt zum Herz noch etwas Nettes) und hängt sie irgendwo auf... wer das Gefühl hat, er könne eine nette Geste gut gebrauchen, reisst sich einen Schnipsel Herzensgrüße ab und stopft ihn in die Hosentasche... und schon ist die Welt doch gleich ein ganzes Stück netter... Wir haben eine solche Karte (fast) immer am Tor in unserem Zuhause... und manchmal fehlen sogar Schnipselchen:)) Schön so.

Also, ihr Lieben... die Welt braucht mehr Loveletters, nette kleine Gesten, Aufmerksamkeit und Herzenswärme. (Und das auch schon VOR  der Weihnachtszeit, in der dann doch jeder plötzlich seine Barmherzigkeit entdeckt oder a la Klimaschutzspende bei Flugreisen sein Gewissen rein hält.) Nette Menschen sind wunderbar.

und Hamsterrädern

Der November kostet seine Existenz gerade so richtig mit aller Macht aus.
Überleben kann man das Ganze eigentlich nur mit ständig nachgefüllter heisser Schokolade, einem vorvorfristigen Adventskerzenmeer oder ganz viel Optimismus.

Dachte ich.
Dabei hat er so seine versteckten Qualitäten, der November.  Abgesehen davon, dass er noch die eine oder andere letzte Blüte blühen lässt und vielen die Gelegenheit gibt, die letzten Früchte des Jahres einzusammeln, die Kühe nochmal halbwegs frisches Grün kauen zu lassen und durch das frühe Dunkel so langsam zur Ruhe zu kommen, zumindest in Thüringen ungestraft zu merken, dass noch keine Winterreifen drauf sind (wie immer eigentlich) oder die Mützen so gut verräumt sind, dass es doch wieder eine neue sein muss, die man sich so sogar fast zum Nikolaus wünschen kann... steckt einiges an Philosophischem drin, das die eine oder andere Lebensweisheit werden könnte.

Seid ihr in den letzten Tagen durch einen so dicken Nebel gefahren oder gelaufen, dass um euch rum erst wieder jemand war, als nur noch ein paar Meter Luft waren?

Alles ist voller Stille, nichts ist wirklich klar erkennbar und man muss wirklich genau hinsehen, wenn man sehen will...  Annahmen funktionieren nur noch leidlich. Will man unbeschadet vorwärts kommen, hilft nur die Konzentration auf den Moment, das, was gerade passiert. Was hinter einem liegt, ist egal, das, was vor einem kommt, kann alles sein.

Und dazwischen ist eigentlich nur Ruhe und weil man sich konzentrieren muss auf diese eine Sache...nämlich das vorwärtsbewegen, fühlt sich alles klar, leicht und ruhig an. Eigentlich eine coole Option für`s Leben?

Könnten wir fernab von unserem Abgelenktsein, unseren Zielen (die wir am Ende ohnehin auf einem ganz anderen Weg erreichen als geglaubt) und dem, was uns unsere Annahmen und scheinbaren Bedürfnisse vorgaukeln, recht stressfrei und entspannt leben? Schon allein zu realisieren, dass jede Entscheidung anderer um uns herum auch unser Leben beeinflussen kann, lässt die Vermutung zu, dass entspanntes Beobachten des Moments die klügere Lebenshaltung wäre? Manche nennen es loslassen... das, was so wenige von uns können.

Beim Laufen oder Fahren im Nebel bleibt uns nur, das zu nehmen, was kommt, weil es davor und dahinter nichts gibt, was  wir bewerten könnten und Optionen zuließe.

Und plötzlich, ohne tausend Optionen, ist es ein bisschen wie in der Kindheit, in der wir entdecken, spielen und träumen konnten, weil wir das  getan haben, wozu wir gerade eben Lust hatten und sich unsere Erwartungen vermutlich auf ein behütetes Zuhause, die Freunde, den nächsten Geburtstag (der ewig zu dauern schien) oder Weihnachten und natürlich die Ferien beschränkten... alles in allem recht zuverlässige Ankerpunkte... überschaubar.

Diese Ruhe, der man mitten in so einer Fahrt oder einem Spaziergang im Nebel begegnen kann, ist ein Schatz. Manche treffen auf sie, wenn sie sich im Flow befinden... ich denke, Sportlern wird es so gehen, Kreativen, Denkern... Die Dinge ergeben sich von allein, reihen sich im Selbstlauf logisch aneinander und man selbst ist voller Glück angesichts dieser Leichtigkeit.
Solange man in diesem Prozeß ungestört ist und einfach nur tut, was die Sache, der Moment erfordern.

Ich habe es bei jedem erlebt, den ich mit verbundenen Augen (natürlich gesichert) klettern sehen habe... Erwachsene, Kinder, Trainierte, Anfänger... Ohne Ablenkung und mit Wahrnehmung nur des Momentes, in dem es etwas zu erleben, zu entscheiden und tun gab... voller Ruhe (schnell ist keine Option), war das, was vorher schwer schien, zu bewältigen, meist leicht und mühelos machbar und führte zu Erstaunen über das, was geht und wirklicher Zufriedenheit, die von Dauer ist und an die man sich noch nach Jahren erinnern kann.

Und das ist es, was man bei einem Gang durch den Nebel lernen kann, wenn man sich die Zeit nimmt und versucht, den Nebel zu mögen mit all dem, was es zu finden und wahrzunehmen gibt.
Vielleicht macht dieser Versuch ja die nächsten nebligen Tage zu einem (Lebens)Experiment. Nur auf das konzentriert, was wir eben erleben, tun oder denken, hört vielleicht auch das eine oder andere Hamsterrad für ein paar Momente auf, sich zu drehen. Und das nur, weil der Nebel das Zuviel ganz einfach mal verschluckt und dem Raum gibt,worauf es ankommt im Moment:))

 

DONNERSTAG/FREITAG

Jonas hat vermutlich für alle gesprochen, als er meinte, diese Woche wäre die stressigste seines Lebens gewesen...

Unabhängig davon, dass er die heute noch nicht voll ausgekostet hat (denn es gibt ja noch den Sonntag), war es wirklich wild:
Der mdr hat sich angemeldet... für Thüringer Weihnachtsgeschichten hatte man das Thema Backen nach Stelzendorf verlegt.
Es müssen 2 verrückt-überraschende Tage gewesen sein, will man den Anwesenden glauben. Und...  zwei Tage mit einem äußerst sympathischen Team, das vermutlich genau die Momente zusammenschneiden wird, die für uns Weihnachten sind... Menschlichkeit, füreinander da sein, Familie, Freunde, Genuss...  Astera wird auch zu Wort kommen und unsere deutsch-syrische Weihnachtsgeschichte erst recht rund werden lassen.

Gesendet wird das Ganze im kommenden Jahr, wir werden rechtzeitig darauf verweisen.

SAMSTAG

Man könnte erwarten, dass an einem Tag VOR dem Adventszauber nichts anderes getan wird, als auf Vorrrat zu backen  für einen Tag, an dem die Pátisserie sicher wieder aus allen Nähten platzen wird.
Aber natürllich ist es damit nicht getan und es gibt Gäste... special guests... Kess, das Kinderballett aus Zeulenroda.
Plätzchenbacken war angesagt und zwar von der Sorte, bei dem die leckersten Plätzchen ever herauskommen, aber man sich wie nach einem Wirbelsturm fühlt, wenn dann alle die Küche verlassen haben. Die Fotos sprechen für sich... Vom Tisch war vor lauter süßer Dekoschicht kaum noch etwas zu ahnen.
Für Muttis ein Alptraum, für Doreen Grund genug, die anwesenden Mütter gleich aufs nächste Jahr festzunageln:)... (natürlich zum backen, nicht zum putzen!)

Zu essen gibt es die Plätzchen zur Tanz-Gala in Pausa am 8.12., 15 Uhr... also vormerken!!!

SONNTAG
Was will man sagen... Adventszauber... die Krönung der  letzten 3 wilden Tage.
Kommt zahlreich zum schlemmen, schauen und Geschenke kaufen oder Wünsche vormerken:))
Los gehts um 9:00 Uhr...

Tatsächlich Sonntag...:)

Heute Morgen in den letzten Vorbereitungen... trotz recht fiesem Wetter habe ich nur glücksverklärte Menschen getroffen.
Kalte Füße, immer Lust auf einen heißen Kakao und graue Wolken konnten nix tun gegen die erste schöne Vorweihnachtsstimmung und spätestens die Weihnachtsmusik hat jedem den "Rest" gegeben... es wird Weihnachten. So langsam.

Und wer sich nicht auf die Socken machen kann nach Stelzendorf, kann sich unsere Galerie anschauen, bei der sich aussortieren sehr schwierig gestaltet hat, weil einfach alles zauberhaft war. Und zumindest die Geschenke und Leckereien gibt es ja auch in den nächsten Tagen mit Öffnungszeiten noch.

Fürs Wochenende

Es ist Herbst geworden und die Zeit der süßen und scharfen Speisen beginnt.
Wenn‘s draussen so frisch ist, dass man gern ins Haus zurückkommt, dann vollbringen heiße Schokolade (Rezept gibt's hier schon) und Co. wahre Wunder.

Und da ist er dann... der Tipp fürs Wochenende: NussSterne.
Klingt nach Nussecken, ist auch irgendwie so.
Nur die Nüsse werden gemahlen, damit die Sternchen in Form kommen können.
Besonders schön: als kleine Nascherei zu Spicy Chai Latte (Rezept kommt).
Macht es euch gemütlich:)