Monat: Mai 2020

Quark statt Karamell

Ich habe ein Gute-Laune-Essen im Kühlschrank.
Eine Lieblingsflasche Karamell, die in den unterschiedlichsten Zuständen ab und an für gut Wetter sorgen muss:)) Wenn's ganz nötig ist, gibts auch mal Karamell pur.

Und weil heute so ein ganz kleines Quentchen Lust auf Quark dabei war, passierten diese wunderbaren Käsekuchensandwiches. Der Teig hätte auch in der Form landen können... ist er aber nicht. Warum, kann ich nicht sagen und das ist übrigens genau der Punkt: Vieles beim Backen ist pure Lust, Eingebung und manchmal nur ein Versuch.

Im Rezept standen ursprünglich noch Milch, Öl, Früchte... Öl hätte es vermutlich eh nicht drin gegeben, dazu hatte der Bauch gleich beim Lesen nein gesagt. Die Milch hat sich ehrlich gesagt irgendwie dünn gemacht und weil sich die Konsistenz des Ganzen vollkommen in Ordnung angefühlt hat. Früchte haben nicht zum Trostkaramell gepasst. Blieb die Frage Mehl? Ein bisschen? Würde die Quarkmasse bei nur 5 Minuten Backzeit ohne Fett und Mehl zerfallen?

Am Ende gab es die Entscheidung zu einer relativ kleinen Menge Teig (eine gute Idee übrigens, wenn ihr wirklich mal etwas Neues probieren wollt und euch nicht sicher seid) und Mut zu fehlenden Zutaten:) Und was soll ich sagen, es war genau richtig so.
(Wer viel Hunger oder nicht allein is(s)t, sollte das Rezept übrigens am besten gleich verdoppeln:))
Also traut euch... probiert aus, lasst euch von dem, worauf ihr Appetit habt, treiben. Habt keine Angst, auch mal etwas aus dem Ofen zu holen, das nur flüssiggelöffelt werden kann. Manches ist auch dadurch zu retten, dass man nach dem Fehlversuch in einer zweiten Runde einfach etwas anders aus dem macht, was da gerade nicht gelungen ist.

Und mit etwas Glück wird aus dem, was man gern gehabt hätte, etwas ganz anderes, was man immer wieder gern haben will.
Also... ab mit dem Teig in den Sandwichmaker, peppt ihn auf mit Streuseln, Früchten (Vorsicht, am besten danach erst dazu, weil sonst alles zu flüssig wird und zerfällt), Schokolade... und habt vor allem eines: Spaß.

Drehtermin: Patisserie Bergmann

Fototermin bei Doreen, deren Gäste heute 5 Uhr aufstehen mussten, damit der Tag für den Dreh eines Sommerrezeptes reichte: Sauerkirsch-Schoko-Tarte mit Balsamico... das ganze Rezept inklusive interner Tipps für gutes Gelingen:)

Gefilmt werden sollte, wie ein sommerliches Rezept gebacken wird, weil man Lust machen will auf eines der liebsten Hobbys der Deutschen, wenn man nach dem Verkauf an Backbüchern, dem Zulauf, den Backsendungen haben und dern zahlreichen Backblogs und Backzeitschriften gehen mag...
Natürlich bekommt ihr hier zuerst das Rezept, das heute sehr kleinteilig und liebevoll aufgezeichnet wurde, mit eindrucksvollen Bildern, die man mittlerweile auch durch Backbücher und Co. gewohnt ist...

Nur ahnt man da nicht, wie aufwendig sie entstehen. Man beachte die GoPro auf der Zuckerschaufel, in der Backschüssel, getroffen von einem Schwall Mehl oder unterm Knethaken in der Küchenmaschine...

Und es wurde geredet. Viel.
Die am meisten gestellte Fragen dabei war wie so oft die nach der Lieblingsschokolade (Vollmilch... je süsser desto besser) und die nach dem eigentlichen Grund für all die Bäckerei...
Doreen versucht es mit Leidenschaft zu erklären... vermutlich kann man es so richtig nur verstehen, wenn es einen selbst "erwischt" hat, wenn man das Meditative erlebt, das davon ausgeht, mit stoischer Ruhe einen Teig zu kneten, eine Ganache zu rühren oder Sirup zu kochen, wenn sich die Konsistenzen verändern, es verführerisch duftet und man Stück für Stück dem Ziel immer näher kommt...

Und da ist man im Gespräch schon beim nächsten Thema... dem Ziel des Ganzen...
Wer bäckt, also viel bäckt, tut das in der Regel nicht nur, weil er gern Kuchen ißt, sondern es macht ihn glücklich, auch das Backen vorzubereiten, ggf. sogar die Zutaten vorher anzubauen.
Man mag Aromen, Konsistenzen, Farben und Geschmackskombinationen und ist immer wieder neugierig drauf, was die verschiedenen Kombinationen ergeben. Und... man mag es, Freude zu bereiten... die Gesichter derer zu sehen, für die man gebacken hat, zusammen zu essen oder zu beobachten, wie viel Genuss das bereitet, was man da geschaffen hat...

Dadurch wird backen eine ziemlich soziale Angelegenheit, auch wenn man es eher allein tut, als gemeinsam, was Backen deutlich vom Kochen unterscheidet. Vielleicht macht das ja am Ende auch das Meditative, Ruhige aus, die Konzentration auf den Moment... eins nach dem anderen.
Schritte vorweg zu nehmen, bringt meist keinen Erfolg. (Vielleicht wird es Zeit, diesen fast therapeutischen Effekt zu erkennen:))

Und dann ist da die Sache mit dem Genuss... aber das hatten wir an dieser Stelle ja schon oft...WAS SIND RICHTIG GUTE ZUTATEN... die Frage ist simpel zu beantworten, aber irgendwie wirkt die Antwort immer fast zu banal... glückliche Hühner und Kühe... selbstgemachte Zutaten... Hochwertiges. Nichts, von dem man nicht weiß, was drin ist...also keine Fertigmischungen (nein...auch unsere neuen Backmischungen sind keine Fertigmischungen, die werden frisch selber gemacht) oder zu sehr verarbeitete Zutaten. Frisches, ungewöhnlich Kombiniertes, verschiedene Konsistenzen und Geschmäcker...

Für all das braucht es Erfahrung und wenn nach mittlerweile hunderten Torten und Kuchen jemand das hat, dann Doreen...

Und irgendwann ist sie fertig...die Tarte... Geduld hatten alle...die Bäckerin ebenso wie die Kameraleute. Und vermutlich haben beide gelernt, dass es kleinteilig ist, was der andere da macht und sehr speziell...

Sobald es einen Sendetermin für den Dreh gibt, werden wir berichten... bis dahin hier schon einmal das Rezept... dann könnt ihr euch gemütlich vor den Fernseher hocken und während der Übertragung schlemmen:)

Nachtrag Juli 2020: >HIER gehts lang zum Video (bis Juli 2021 in der Mediathek des ZDF)

...mal nicht myself

Ich bin ja eigentlich der Selbermacher und würde manchmal eher etwas lassen, als dass ich machen lasse... Manchmal ist das aber völlig unangemessen, wie mir gestern bewusst geworden ist.

Ich hatte das Glück, die neueste Idee der Patisserie fotografieren zu dürfen. Anke hat mit viel Mühe das erste Mal Picknickkörbe gefüllt... gottseidank kam ich erst, als die meiste Mühe vorbei war.
Aber beim Zusammenstellen der Dinge für die Fotos wurde mir klar, weshalb ich bereits beim Machen eines nur annähernd vergleichbaren Picknicks keine Lust mehr auf dasselbe hätte... ich würde einfach genervt von mir und diesen kleinteiligen Aufgaben, von tausend Weckgläsern, Bindfäden, Abdeckpapieren, Grünzeug, Erdbeerblüten, Ananasstrünken, die zu Deko werden, Limonaden, die auch zum Picknick noch frisch sein müssen, Dessertgläsern mit Dessert, das nicht davonläuft und nicht zuletzt Torte...alles tun wollen, nur nicht mehr entspannt picknicken.

Und da hätte ich noch nichtmal  so liebevoll Geschirr zusammengestellt (meins ist eh "nur" rosa, also so schön wäre es nichtmal...schön, aber nicht schön bunt), den Wein gekühlt, die Strohhalme gefunden... und ganz zu schweigen vom Schlachtfeld Küche...

Also egal wie... schaut euch die Fotos an und seid ebenso begeistert wie ich, was Doreen und Anke da gezaubert haben... und... macht euch auf zu einem Picknick... wer ebenso wenig hart im Nehmen ist wie ich, weiss ja jetzt, wo es das zu haben gibt:)))
Es ist Frühling... schöner wird‘s nicht mehr. Ab an den Teich mit Froschgequake und dem Duft reifer Rapsfelder oder in frisch gemähte, duftende Wiesen, in denen auch die Kinder genug Abwechslung finden, während ihr ein Gläschen Wein genießt:)

Zurück zu den Wurzeln

...sind wir gestern gelangt. Ein wenig spontan und durch Zufall... und es hat erinnert an den Grund, aus dem die gesamte BlogIdee eigentlich entstanden ist.

Wir fanden, dass wir es doch unverschämt gut haben, hier zu leben... dass es tolle Orte und Angebote gibt, Menschen mit grossartigen Ideen und viel Einsatz für eine Herzensangelegenheit. Und wir fanden auch, dass diese "kleinen" Angebote es manchmal sehr schwer haben, wahrgenommenzu werden, weil es vielleicht nicht das Ding derer ist, laut zu klappern oder weil sie es einfach nicht schaffen zu klappern, weil die Zeit fehlt im Alltag.

Also sollte ein Ort her, an dem sich alles zusammenfügt... all das Romantische, etwas Abgelegene, Genussvolle, Besondere... mit von der Partie war damals bereits Britta Lautenschläger vom Berghof, die sich jedes Jahr, seit ich sie kenne, Tolles einfallen lässt, um ihre Gäste zu verwöhnen. Mittlerweile läuft die Website so gut,  dass sie wunderbar ausgebucht sind, aber es war harte Arbeit und Zeit nötig.  So geht es vielen. Vieles gibt sich durch gute Netzwerke weiter.. dass man sich unterstützt statt einander den Erfolg zu neiden und sich gut ergänzt.

Gut, dass irgendwann mit Doreen ein zweiter Startschuss für das Blogprojekt kam und wir mittlerweile wunderbar bunt unterwegs sind. Im Moment überlegen wir wirklich, ob es nicht an der Zeit ist (gerade jetzt, wo Reisen eher Heimat bedeutet), den schönen Orten und Angeboten zum Thema Reise etwas mehr ExtraRaum zu geben. Allerdings benötigt es dazu die Infos, wo sich die tollen Angebote verstecken... wir werden die Ohren offen halten, für das, was uns zugetragen wird und in den kommenden Tagen entscheiden.

Gestern allerdings fiel mir einer dieser Ort praktisch vor die Füße und ich war spontan zu Gast in Zeulenroda auf dem Kastanienhof. Als Einstellgelegenheit für Pferde war mir der Hof bereits ein Begriff, aber ich hatte keine Vorstellung davon, wieviel Idylle in Zeulenroda zu finden ist:)

Mandy Kirchner führt den Kastanienhof und ergänzt damit das Angebot der Übernachtungsmöglichkeiten um eine Version zwischen Ferienwohnung und Hotel. Ein- bis Dreibettzimmer, eine Küche, Aufenthaltsmöglichkeiten und ein Frühstücksraum machen eigentlich jede Art von Urlaub möglich. Und wer feiern will, ist auch gleich wunderbar aufgehoben... im Frühstücksraum ist mehr als genug Platz, draussen  gibt es genug Möglichkeiten, sich die Füße zu vertreten und wer es abends nicht nach Hause schafft, bleibt einfach und verlängert das Ganze bis zum Frühstück.

Im Moment ist das alles zwar nicht ganz so einfach, aber da nicht alle Gastronomie wieder geöffnet hat, kann man sich den Kastanienhof gut auch als Möglichkeit für eine kleine Hochzeitsfeier (ob grün, silber oder gold...egal) im engsten Kreis oder die Konfirmation mit Eltern, Oma und Opa zusammen vorstellen... und wer weiss... die Dinge ändern sich ja täglich... vielleicht ist bald ja  auch wieder mehr möglich, als wir gerade zu hoffen wagen...

Urlaub in jedem Fall... und wer keine Lust auf langes Studieren von Reiseempfehlungen hat, bleibt einfach im Lande. Ich kann mich an immer wiederkehrende Reiturlaube erinnern, mehr hat es eine Zeitlang bei uns nicht gebraucht. Und genau das hat der Kastanienhof zu bieten: Pferde in jeder Größe mit der Gelegenheit, am Abend reiten zu können.
Sogar das eigene Pferd kann mit auf die Reise gehen und findet einen Platz auf einer der Weiden.

Mich hat besonders die romantische Lage verzaubert... natürlich ist es jetzt gerade auch besonders schön draussen... ihr seht es in der Galerie. Also unbedingt rauf auf den Zettel mit dem Kastanienhof, sofern ihr auf Urlaub pur mit ein klein wenig Hotelfeeling steht... die perfekte Mischung zwischen den großen Häusern der Region und den vielen Ferienwohnungen.

Kontakt:
Mandy Kirchner
www.pension-kastanienhof.info
036628-83280

Und wer noch mehr solcher Orte kennt, die es wert sind, für ein paar sponate Tage gebucht zu werden, auch wenn gerade viele Entscheidungen noch mit Fragezeichen versehen werden, kann uns natürlich einen Tipp geben...