Monat: Januar 2021

EIN TEST IM LOCKDOWN

Wenn man meint, man könne den Lockdown irgendwann mit Zeit ohne Ereignisse erklären, weil man in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt war, dann trifft das zumindest für uns nicht zu.

Wir sind ja in den meisten Dingen grob einer Ansicht und die Dinge, bei denen wir es nicht sind, tangieren uns dann so wenig, dass sie eigentlich kaum Thema sind oder man sie da sein lassen kann, wo sie sind... beim anderen. Nicht so beim aktuellen Thema, das auch an euch nicht vorbeigehen wird... für die einen wird‘s Hurra-Gefühle geben, andere werden mit den Augen rollen und vielleicht für einen klitzekleinen Moment überlegen, diesen Blog nie wieder zu besuchen, was natürlich ein Fehler wäre... denn das, was da kommt, wird nur ein winziger Teil dessen sein, was diesen Blog ausmacht.

Also besser bleiben und wiederkommen, denn von 2 Blogschreibern sind beide, würden sie ihren Jubel zum Thema von 1-10 (10 viel Jubel) definieren müssen, auf vollkommen unterschiedlichem Level. Ich bin eher der Skeptiker (Ihr erinnert euch an hello fresh?? Mein Gott... ) und Doreen treibt sich auf Stufe 10 herum:)) Worum es geht? Um einen Thermomix.

Ich hab mich ja schon schwer getan, als hier eine KitchenAid einzog, die sich ja sogar noch zickig hatte und vor sich her gerumpelt hat, also leicht defekt war, aber von unserem Maschinendoktor (ihr erinnert euch auch?... Christian der Industrieseelsorger... zur Not mal in das Feld mit der Lupe eintragen... da gibt‘s einen Beitrag) gerettet wurde... also bleiben durfte. Und heute schau ich sie seelig-dankbar an, wenn sie stundenlang schweren Brotteig knetet und bete, dass sie das nicht irgendwann blöd findet und wieder ausfällt.

Na jedenfalls zog jetzt ein anderes Maschinchen ganz ohne Rumpeln in das Leben von Doreen ein und ist seitdem ihr neuester bester Freund, der ganz schnell aus der Patisserie so richtig nach Hause durfte und jetzt im Lockdown auf Herz und Nieren geprüft wird... Einer, der bei Doreen längst bestanden hat, bei mir aber noch einen langen Weg vor sich haben wird. Ich muss zugeben, dass die Worte Kaffee malen, Korn schroten oder Milchschaum machen schon ganz schöne Trigger sind, aber ich bin stoisch der Handwerker und bekomm Sternchen in die Augen, wenn ich Nüsse hobeln oder Äpfel reiben muss. Der Hobel und die Reibe meiner Oma tun willig ihren Dienst und es fällt mir nicht wirklich viel ein, wieso ich sie ersetzen sollte.

Aber da es offensichtlich so einige Gründe gibt, so oder eben anders zu denken, werden hier ab jetzt einige Rezepte zu finden sein (ihr seht das an den angegebenen Kategorien), die ein Thermomix-Rezept haben... allerdings werden wir alles parallel ohne Thermomix testen und die notwendigen Infos dafür immer mit dazuschreiben.

Und es gibt Pläne... die Themen Frühstück (also Granolas, Müslis, Porridge und Co.), Verarbeitung von regionalen, saisonalen gesunden Zutaten für Essen für unterwegs (egal ob Picknick, Urlaubsreise oder Essen für die Arbeit) und Mahlzeiten für Kinder werden kommen. Wir holen uns dafür Hilfe von unseren eigenen Kindern, die allesamt Teenies oder Twens sind und eine ganz andere Sicht darauf haben, was Essen für sie ist...

Es wird darum gehen, wie man den Thermomix als Zubereitungshilfe einsetzt... also weniger dafür, ein vorgegebenes, perfektes und gelingsicheres Gericht als Ergebnis zu haben, als den Themomix für eigene Experimente zu nutzen und eher die technischen Gadgets klug einzusetzen.
Rein stoisches Arbeiten nach Rezeptvorgaben und grammgenauen Zutaten werden vermutlich hier NIE Thema sein.

Vielleicht werde ich beim Zubereiten der Thermomixrezepte ohne das Teilchen am Ende laut fluchen und mich danach sehnen, auch zu denen zu gehören, die einen Platz dafür in der Küche leerräumen, aber im Moment überfordert mich schon allein die Vielfalt dessen, was das Gerät alles kann und absolut gegenläufig zu dem ist, was ich für klug halte... nämlich Leben aufräumen, statt noch mehr Optionen hineinzuholen, die mit allem etwas zu tun haben, nur nicht mit Weniger... (das Argument weniger Arbeit zählt hier nicht... einen Krautkopf nicht zerschneiden zu müssen, zählt nicht wirklich zu einer Errungenschaft, für die ich eine Maschine ins Leben hole, die für mich bedeutet, dass ich zu meinem gekritzelten Einkaufszettel einen zweiten in der App habe oder mit App anfange zu backen...)

Naja, man wird sehen... vielleicht setzen wir erst einmal ein dickes Fragezeichen hinter die Kategorie Thermomix, real oder nur in Gedanken... mal sehen. Aber er begeistert so, dass es den Versuch wert ist und da wir große Lust auf die oben beschriebenen Projekte haben, wird die Joghurtkruste nun das erste Rezept dieser neue Kategorie. Was daraus wird (aus dem Thermomixthema, nicht aus der Joghurtkruste... die wird toll... nur der Versuch ohne Thermomix muss erst noch stattfinden), werden wir ja sehen.

...und lecker für zwischendurch

Immer mal Lust auf Knusper??

Dann haben wir hier für euch zwei Versionen... einmal Granola (Netzfund, etwas verändert) und einen Riegel, der aber auch das Zeug zum Granola hat. Die Übergänge sind eh fließend, ein Granola mit etwas mehr Honig vermischt und in einer Form in den Ofen gepackt ist auch nur ein Riegel...(das ist übrigens das Problem... man will alles einem Zweck zuordnen und verbaut sich dadurch vielleicht die Freiheit, etwas ganz anderes aus den Dingen zu machen und aus wenig viel machen zu können.)

Das Granola ist eher vernünftig und für den Alltag geeignet, der Riegel, schon eine kleine Leckerei. Das halbe Blech geht auf mein Konto... ich konnte fast nicht aufhören, zu essen. Das Granola wandert jetzt hier jeden Morgen in Pflanzenmilch... irgendwie hat herkömmliches Müsli deutlich zu viele Haferflocken. (Über den Unterschied zwischen Müsli, Granola und Porridge haben wir übrigens > hier schon einmel geschrieben...)

Man kann sich allerdings auch vorstellen, dass jedes der Rezepte, also Granola und der Riegel, zerkrümelt als Topping für Desserts taugt, einen Teig vervollständigen kann oder eine Creme weniger langweilig wirken lässt... Am besten, man rührt sich beides einmal zusammen, genießt den wunderbaren Duft, mit dem beide Rezepte beim Backen den Raum füllen und entscheidet von Fall zu Fall, was aus dem Endergebnis letztlich wird.
Das Granola ist von den Zutaten her fast nur gesund... der Riegel braucht einfach volle Pulle und zählt pur  gegessen für viele sicher schon fast zu dem schon erwähnten Süßkram... aber auch das braucht man ja mal. In Krümelform auf Dessert und Co. oder als Zutat beim Backen ist er unvergleichlich lecker. Die Riegel hatten ihren ersten Einsatz übrigens bei einem Kindergeburtstag...

Für's Granola braucht ihr gleich zwei Bleche, die ihr mit Umluft auf einmal backen könnt... Die fertige Masse wird auf Backpapier verteilt und wandert zum Rösten in den Ofen, aus dem es bald verführerisch duften wird! Abgekühlt kann das Granola in Dosen gefüllt werden und wird sicher nicht lange da bleiben, weil es sich herrlich auch mal so zwischendurch wegknuspert... vielleicht taugt es ja sogar zum Partysnack... (Und wenn man eine Zutat nicht mag, wird sie ersetzt... ihr wisst ja...)

Hier gleich das Rezept für den Riegel, zum Granola geht es >hier entlang:) In jedem Fall viel Spaß beim Knuspern...