...und Ostern wird doch noch rosa

Ostern steht vor der Tür, auch wenn ich es irgendwie erst vor ein paar Tagen so recht realisiert habe... die Zeit tickt gerade seltsam anders.

Also sorry, liebe Familie, wie vieles jetzt, wird alles etwas anders, aber ich finde es fast charmant so. Auch bei vielen meiner Freunde ist, was Traditionen und die Dinge, die man so tut, der Schludrich eingezogen, denn es gibt Wichtigeres...
Eigentlich ist das ja immer so... es war auch vor 8 Wochen oder letztes Jahr so, aber  wann gönnt man sich das schon.
Also gibt es tatsächlich nicht so richtig was zu Oster, die Eier liegen weiss und braun einfach da, wo sie immer liegen, weil man 2 Tage vorher auch nicht mehr anfangen muss, zu bemalen. Dann landen sie halt in der Pfanne oder Schüssel... auch schön.

Und da es keine Besucher gibt in diesem Jahr, fiel auch der geplante Einkauf weg... bis zum Samstag wird uns schon einfallen, worauf wir dann Appetit haben. Alles wundervoll fluffig, statt herumzurennen, sitzen wir mit einem Kaffee in der Sonne und finden, dass es so doch auch wundervoll ist. Eine kleine Osterkleinigkeit für jeden ist noch irgendwo mit der Post unterwegs... aber selbst die darf sich die Zeit lassen, die nötig ist. Wir können es eh nicht ändern.

Und so wird es ein seltsames Ostern, vielleicht ja sogar eines, an das wir uns mal erinnern werden... wer weiss. Aber es fühlt sich einfach okay an und ich befürchte, dass man mich nächstes Jahr daran erinnern werden muss, weil es mir da wieder schwer fallen wird, den Ball flach zu halten.

Ich hatte heute ein (virtuelles) Gespräch mit jemandem, den ich sehr schätze und es ging darum, etwas Positives an dieser verqueren Zeit zu finden, also nicht alles an Zahlen zu messen, die eh kaum realistisch sind, sondern daran, was es Gutes gebracht hat, dass uns die Gewohnheiten genommen wurden. Neben der Tatsache, dass ich endlich mal einen Kurs belegt habe (online), den ich real nie geschafft hätte jetzt, weil allein die Vorbereitungen mich so gestresst hätten, dass mir die Lust vergangen wäre, sind es u.a. Dinge, die andere um mich herum tun.
Da ändern sich Leben, weil die Gelegenheit mutig am Schopf gepackt wird und es bleibt nicht nur das, worüber gern berichtet wird... nämlich Angst... sondern Vorfreude. Auch, wenn man kein klares Bild von dem hat, was kommt... aber es wird gut. Weil man Lust hat, eine Vision, das, was man tut gern macht und das sein wird, was offensichtlich wichtiger im Leben ist, als vieles andere: flexibler.

Ich mag diese Leute, die in schrägen Zeiten den Blick nach vorne richten und nicht vergessen, dass auch in normalen nicht immer alles planbar ist.
Und fühlten sich nicht viele ohnehin im Hamsterrad gefangen? Und jetzt, mit der Chance, den Ausgang zu nehmen, würden sie lieber unglücklich weiterrennen, als nicht zu wissen, ob der Ausgang wirklich einer ist?

Also nehmen wir den Ausgang schonmal, was Ostern betrifft und machen alles irgendwie so, wie es kommt. Deshalb habe ich heute... zugegeben etwas knapp, aber hier muss halt mal etwas Glück her... ein Paket gepackt und es an die geschickt, die sonst hier zu Besuch gewesen wären. Manchmal ist anderes halt auch nicht 100% perfekt, aber halt anders schön. Unter anderem dabei: diese wunderbar rosa Buiskuits, die einfach perfekt zu Ostern passen.

Die Buiskuits ißt man in Frankreich übrigens zu einem Glas Sekt... ich fand das übertrieben...aber sie haben recht, die Franzosen (wie ich gestern Nacht feststellen musste, als die ersten Buiskuits aus dem Ofen kamen und natürlich qualitätsgetestet werden mussten).

Probiert es aus... sie sind recht unkompliziert in den Zutaten, das meiste hat man eh daheim. Die rote Lebensmittelfarbe kann notfalls auch durch Kirschsaft ersetzt werden (Sekt dann definitiv weglassen). Dann setzt euch abends mit euren Liebsten hin oder hängt der Freundin einTütchen mit Buiskuits an den Gartenzaun und trinkt abends virtuell ein Glas Sekt miteinander und genießt eine dicke Portion Rosa:)

Für den Kaffee macht sich die Champagnerganache sehr gut... wenn schon nix prickeln kann, darf man den recht einfachen Buiskuits und sich selbst das leckere Topping gönnen.

Weniger ist zwar gerade mehr, aber das gilt nicht wirklich für ein französisches Gebäck...:)
Genießt den Anfang dieses Osterfestes...

 

 

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