AUS DER BACKSTUBE

Mittagsbacken

Geplant: ein Mittagskuchen (ein Stück von dem, den es schon gab)... geworden: ein Mittagskuchen (ein neuer, allerdings einer, der mit dem gegessen werden warten muss:)).

Es gab einfach zu viele und genau passende Reste, sodass ich nicht widerstehen konnte... Trifle machen statt Mittagskuchen (es gab ja genug zu kosten:). Da schwirrt noch das Thema Zupfkuchen im Raum herum... am Wochenende gab es eine neue Version, aber eben auch einiges an Resten. Die landeten nun in nur 30 Minuten vollständig in einem Trifle 🙂

Streusel... noch übrig von gestern.
Mascarpone... morgen sicher schlecht, also rein ins Glas direkt auf die Streusel. Irgendwo war dann ja doch auch noch eine Idee mit Rum?
Ein bisschen Frucht täte auch gut... wenn die (nur an der Schale) braune Banane in Butter, Zucker gebraten und mit etwas Rum abgelöscht ist, wird sie eh braun:)
Nougat... auch noch übrig und und sicher nicht unlecker im Trifle?

Und so passierte es... Mascarpone, Sahne, Rum, Banane und Schokostreusel. Vielleicht nicht unbedingt etwas für den Montagmittag aber so ein bisschen Wochenendgefühl zum Feierabend am Dienstag, wenn der Trifle schön durchgezogen ist???

Schon hat man alles... Reste und das schlechte Gewissen weg, weil wieder etwas schlecht geworden wäre, ein schöner Ausblick auf den Feierabend am Dienstag und für euch ein wirklich leckeres Rezept... natürlich morgen.
Am Dienstag:))) Aber das Bild gibt's jetzt schonmal.

Wir haben heute den Zupfkuchen in eine Guglform gepackt und in den Gugl des Tages verwandelt. Das hat nicht ganz unwesentlich damit zu tun, dass wir gerade für Alina von den Unstrut-Lamas (ihr erinnert euch? ihr erinnert euch?) einen Lieblingskuchen erdenken, der eigentlich schon da ist... aber vielleicht kann man da ja noch was machen?
Thema ist der Russische Zupfkuchen... man findet ihn eigentlich überall nur so, wie er ist... aber irgendwie ein wenig Pfiff schadet ja nie. Eine Version mit Tonkabohne ruht gerade im Tiefkühler, weil die nächste Version dieselbe überholt hat und alles auf einmal nicht essbar war.
Version 2 kam mit Rhabarber daher... der erste, der dieses Jahr in der Gemüsetheke lag... ich konnte nicht widerstehen...
Der Zupfkuchen mit Rhabarber war toll... eigentlich... wenn man ihn nicht zu früh aus der Form hätte holen wollen, weil Gäste vor der Tür standen, die gleich hätten kosten können ( die bekamen dafür Gugl Nr.1... den mit Nuss) UND der Rhabarber auch nach ausreichender Kühlung keine Probleme gemacht hätte.

Kurz... der schöne Zupfkuchen floss vor sich hin... direkt auf ein Blech, wo ich ihm nochmal Backzeit gegönnt habe, aber es mir erspart habe, euch ein Foto von dem herrlichen süßen Brei zu machen, der zwar köstlich geschmeckt hat, aber furchtbar aussah.

Mit der Erkenntnis, den Rhabarber vielleicht doch nicht zu unterschätzen, ging es heute an eine Guglversion, da die ja auch Thema ist... und... diesmal hat alles funktioniert. Im Rezept findet ihr die Minizupfgugl mit Rhabarber... Am besten nicht lange überlegen und reingefuttert damit. Minigugl neigen dazu, schneller trocken zu werden.

Und wem das mal wieder alles zu viel Experiment ist, der sucht sich das Rezept für einen Zupfkuchen nach Omas Art, packt einen Teil Teig in die Miniguglförmchen und drückt ihn gut an... darauf kommt der Quark und eine letzte Schicht Teig, wenn man mag als Streusel oder aber als glatter Boden. Ihr seht auf dem Foto beide Zupfgugl... mit und ohne Rhabarber... sie nehmen sich optisch nicht viel, haben aber einen ganz anderen Teig. Der originale Zufpkuchen-Gugl ist etwas krosser und knusprig, der mit Rhabarber ist weicher, weil der Teig ein Brownieteig ist.

Jetzt habt ihr die Qual der Wahl... wer keine Miniguglform hat oder es klein nicht mag, verdoppelt die Zutaten und bäckt einen normal großen Gugl.

Wir und die anderen

Irgendwann war das mal so. Man hat mal wieder was backen wollen und hat dazu in die Sammlung der Backbücher oder Backzeitschriften gegriffen, geschaut, worauf der Magen so Lust hat und was der Anlass ggf. hergibt... und hat gemacht.

Mal war das Ergebnis toll, mal nicht so... ob man sich einfach was anderes vorgestellt hatte oder das Rezept nicht funktioniert hat, spielte auch keine so richtige Rolle, weil es in dem Stadium einfach auch nicht wichtig war zu verstehen, warum manche Dinge wie sind... deshalb gibt ja Rezepte. Dass das manchmal fatal werden kann, dazu später...

Auf jeden Fall gab es vor kurzem eines dieser Telefongespräche, das so oft zu einem Post führt bei uns und es fiel der schöne Begriff GUGL GOOGELN. Und schon war sie geboren... die Idee, Gugl einfach mal zu googeln und entweder genauso nachzubacken (man lernt ja auch nie aus) oder minimal mit einem persönlichen Touch zu versehen.

#guglgoogeln
Und genau das tun wir jetzt... zur Freude meiner Familie, die sich zwar immer über die vielen kleinteiligen Leckereien freut, aber manchmal einfach nur einen Rührkuchen will. Den bekommt sie jetzt. Öfter. Wir gucken ab bei anderen und teilen dann das Ergebnis dessen, was in unserer Backschüssel passiert ist, mit euch. Da wir längst nicht mehr rein nach Rezept backen und es eh nicht so mit den exakten Mengen haben (vieles muss auch wirklich gekostet und spontan entschieden werden🙃), ist das mal etwas ganz anderes. Kopf aus, Küchenmaschine an.

Zuerst passiert ist ist die NR.1... ein Nussgugl


Der war von Haus aus schon etwas besonders, weil die Zutaten sicher dem einen oder anderen gewöhnungsbedürftig erscheinen. Das Rezept stammt grundlegend aus dem Backbuch von Ankerkraut, Ich habe das wunderbare Set von Gewürzen samt Buch der lieben Doreen zu verdanken, die schon bei dem Gedanken, wie ich beim Auspacken hüpfe, tagelang unruhig war. Was nach dem Hüpfen passiert ist... ich habe alles wieder schön eingepackt und sorgsam tagelang nur ein und ausgepackt... einfach weil es so schön war🙃 Mittlerweile stehen die Gewürze ganz normal auf dem Schrank, die Geschenkverpackung ist zum Regal geworden und den Versuch, alles beim Alten zu belassen, unternehme ich nur noch beim Öffnen der Gläser... die Banderolen werden vorsichtig abgelöst und wieder drangeheftet, sodass man im Liegen kaum sieht, dass das eine oder andere Gewürzglas schon leerer wird🙃

Naja... und dann ist da ja noch das Buch, das man tausendmal blättern kann, ohne dass es hässlicher wird oder gar leer. Es hat klugerweise (für die Ankerkrautler) deutlich mehr Gewürze in den Rezepten, als mein Starterset hatte, das heißt, ich bin immer mal wieder auf Ankerkraut unterwegs, um die wirklich besonderen Mischungen dann doch noch zu erstehen. Die Mischung für den Gugl hatte das Set dabei... Muskatnuss.
Ja, ich war auch erst vorsichtig bei der Dosierung... allerdings merkt man beim Kosten des Teiges schnell, dass es nur entweder-oder gibt. Entweder man vertraut auf das Rezept und wirft wirklich 2 TL Muskat rein oder hat einen Gugl wie hundert andere. Und da direkt neben mir vom backen vorher noch ein Rest Skyr im Becher neben mir stand, der diese Woche sicher schlecht geworden wäre, habe ich den spontan gleich mit in die Rührschüssel gegeben (darüber sollten wir auch mal schreiben... Schüssel ist nicht gleich Schüssel. Ich verwende gerade viel Emaillegeschirr zum Zubereiten... da, wo jede andere Schüssel das Abwaschen zur Herausforderung macht, machen es einem die Emaillesachen einfach nur leicht und verderben einem nicht die Lust... aber mehr dazu wirklich mal in einem extra Post).

Der Kuchen wanderte in den Ofen und zum Abkühlen ins Kalte, genau richtig, um sich 2h später total vorbereitet zu fühlen, als spontan Gäste im Garten standen, die die Sonne rausgetrieben hatte. Der Geschmackstest wurde also auf gleich verschoben und das Nachdenken darüber, was am besten auf den Kuchen kommt, erledigte sich spontan aus Zeitgründen. Es wurde statt Puderzucker eine dicke Schicht Nougat... ohne alles, nur eben richtig schön dick. So, dass man nicht überlegen muss, welches Stück man sich aussuchen will, weil alle schön dick überzogen waren.

Noch ein Foto gemacht... für den Fall, dass der Kuchen wirklich toll schmeckt und er hier für euch aufgeschrieben werden soll. Dass das weise war, zeigt sich kurz darauf, denn er war 15min nach dem Anschnitt einfach weg. Das erübrigt die Frage, ob die Ankerkrautler ein gutes Rezept entwickelt haben und auch die, ob die zusätzlichen Zutaten, die so nebenbei mit hineingerieten, auch gut waren. Ja und ja... 🙃

Der Kuchen ist superfix gemacht, die meisten Zutaten hat man wirklich da und wer Ankerkraut nicht zuhause hat, nimmt einfach Muskat, so wie es im Gewürzregal steht. Aus Skyr kann auch Frischkäse werden oder Kefir, sicher auch Buttermilch und Joghurt. Wäre etwas anderes fast alle gewesen, hätte ich auch etwas anderes genommen. Nur Quark nimmt dem Kuchen das Fluffige, mein Bauchgefühl würde da nein sagen.

Das Rezept füge ich ganz unten an und packe es mit in die Rezeptübersicht... Fünf Sternchen für Muskat und Nüsse im Gugl und unsere absolute Empfehlung (für den Gugl und Ankerkraut ganz allgemein... übrigens unbezahlte Werbung an dieser Stelle... wir empfehlen nur etwas, was unserer Bäckerei einfach gut tut und wir selber nutzen. Es gibt in jedem Fall aber immer Alternativen, auf die wir auch verweisen, aber da der Gugl abgeguckt ist, sollte der Verweis auf das AnkerkrautBackbuch auch sein... schon allein der Fairness wegen.).

 MIT REZEPT ODER OHNE?
Ich hatte es zu Beginn erwähnt... die Frage, inwieweit man sich auf Anleitungen/Rezepte verlässt und was das ggf. nach sich zieht...

Nicht von der Hand zu weisen ist, dass das man zunehmend für annähernd jede Tätigkeit eine Anleitung oder irgendein Tool findet. Was passiert ist, dass man die Dinge nur noch begrenzt versteht (verstehen muss), was aber parallel bedeutet, dass man bei Fragen hilflos wird. Oftmals wollen Verkäufer gar nicht, dass man ein Produkt versteht, weil dadurch sehr schnell Abhängigkeiten entstehen... wenn sie kaputt gehen, wenn man nur den EINEN Kundendienst konsultieren kann oder nur die Ersatzteile in einer bestimmten Spezifikation funktionieren, die man mit etwas Pech auch nur dann einbauen kann, wenn man sich auf der Website eines Anbieters registriert.. und so weiter.

Man erlebt das eigentlich fast täglich auf jedem Gebiet... was mache ich mit dem Sauerteigansatz von Anbieter A... funktioniert der genauso wie der, den Oma immer selbergemacht hat oder der aus der anderen Tüte... war das derselbe Anbieter, der nur ein neues Design hat oder ein anderer und auch die Verwendung ist anders? Ist es nicht der Sauerteig, dann ist es das Hundefutter, das ich bei vielen Anbietern in 18 oder 15kg-Säcken kaufen kann (also am Ende vermutlich oftmals dasselbe)... aber erst nach einem stundenlangen Onlinemarathon tue, weil jeder Anbieter die Angaben der wichtigsten Inhaltsstoffe anders notiert, weil jeder andere Futtermengen empfiehlt und, und, und...

Mir geht mein gesunder Menschenverstand manchmal etwas flöten und damit die Frage, worauf es mir eigentlich ankommt. Deshalb vielleicht aus Selbstschutz auch der Drang, Dinge selberzumachen, nicht alles bestellen 0der kaufen zu müssen oder zu verstehen, was was ist... Wisst ihr z.B. etwas mit Glukose anzufangen, wenn ihr in einem Rezept drüberstolpert? Oder könnt ihr die ggf. von allein einem Rezept hinzufügen, weil euch das sinnvoll erscheint (wie mir der Skyr beim Gugl), einfach weil ihr wisst, was sie bewirkt und wie man sie selbermachen kann??
(Glukose eignet sich für bestimmte Verwendungen gut, weil sie Gärung positiv beeinflusst... ist eine coole Zutat beim Pralinenmachen... ist einsetzbar bei Unverträglichkeiten oder als geschmacksneutraler Ersatz für Ahornsirup etc... UND... entsteht aus Wasser und Dextrose, wenn man beides zusammen zu Sirup kocht... dauert ca.15min und man hat einen Vorrat, der 2 Monate hält).

Das Ganze nur als ein Beispiel dafür, dass das reine Befolgen von Anleitungen, Tools und Rezepten nur dann schlau ist, wenn es schlauer macht... man also dahinterschaut, um es beim nächsten Mal vielleicht auf die eigene Art und Weise hinzubekommen oder zu merken, dass man etwas gar nicht braucht, weil man einen Weg B oder C kennt... dazu muss man aber eben wissen, worum es bei der Sache geht, die einen gerade beschäftigt. Für mich ist das ganz klar nach dem heutigen Gugl die Erkenntnis, dass Muskatnuss mit ins Labor meiner Backzutaten (im Kopf) kommt und wenn es sich das nächste Mal beim Backen richtig anfühlt, mit auf die Zutatenliste. Und wer weiß, was das dann so gibt... ich vermute, in Käsekuchen ist Muskat auch ein Genuss... (und schon ist sie da, die neue...vage... Idee🙃) Ihr werdet sehen, was daraus wird... nach unserem #guglgoogeln Experiment.

Und hier das Rezept zum Gugl Nr.1:

...sie sind da

...wenn auch mal wieder anders als gewünscht, haben sie es relativ pünktlich geschafft. Die Backhefte sind da... unsere Sonderauflage mit kleinen Ideen für die Frühlingszeit... nein, es sind nicht nur Ostereierideen, sodass sie einen ganz gelassen durch jedes Frühjahr in den nächsten Jahren bringen können...

Wir haben bewusst mit dem gebacken, was gerade verfügbar ist, entweder als TK oder eben frisch. Natürlich haben wir uns gewünscht, einfach mal unendlich viele zu drucken, damit nicht immer irgendwer länger warten muss oder wir uns entschließen, wie beim Kalender ganz schlicht bei einer Miniauflage zu bleiben. Das Thema ist die Schließung der Gastronomie. Wenn wir nicht wie beim Backbuch die Tage damit verbringen wollen, Bestellungen zu verwalten, zu verpacken und zu verschicken und einen gefühlt endlosen Mailverkehr zu führen (was wir natürlich gern machen, aber am Ende lieber zu Themen, die wir auf dem Blog haben oder neuen Ideen, aber eben nicht nur zu Kaufabwicklungen), muss das Backbuch und auch dieses Heft direkt vor Ort erhältlich sein... also bei Doreen in der Patisserie. Die hatte aber (Stand vorgestern und vorvorvor...gestern, als der Landkreis Greiz mal wieder als Hotspt dicht war oder eben sogar ist... wer weiß das schon noch so genau) keine Chance, mit Gästen zu rechnen, die sich tolle Leckereien nach Hause holen und gleichzeitig die Rezeptbücher mitnehmen können. Also haben wir nur wenige gedruckt, weil schwer abzuschätzen ist, ob ein Osterbackheft noch nach Ostern wirklich gern unter die Menschen will. Dass wir wissen, dass die Rezepte egal wann lecker sind, spielt halt nicht immer eine Rolle.

Also haben wir das Risiko für uns minimieren müssen und erst einmal nur eine kleine Auflage gedruckt, die ab HEUTE NACHMITTAG in der Patisserie abholbar ist... Ob geöffnet ist, bitte per Anruf in der Patisserie oder einem Blick auf die Website bzw. Google in Erfahrung bringen. Selbst wenn ich das jetzt hier schreibe, kann der Stand von jetzt eben ja schon der falsche sein. Wir hoffen sehr, ihr nehmt es alle mit etwas Frohsinn auf, sollten die Hefte schnell vergriffen sein, laden wir so schnell wie möglich nach... Wer mag, bestellt auch vor, dann wissen wir, dass mehr gewünscht ist und schaffen es vielleicht sogar noch vor Ostern, die zweite Auflage zu drucken.


Also:
Osterbackheft, die Sonderedition
8,50 Euro, per Abholung in der Patisserie
ggf. telefonisch vorbestellen, sodass wir wissen, ob wir nachordern müssen, damit ihr alle vor Ostern noch ein Backheft bekommt.


Und... das Thema Ostern hat es auch ins Fernsehen geschafft.
Doreen hatte Besuch vom ZDF und die wollten, dass sie unsere Ostertörtchen bäckt. Das Rezept gibts bereits seit einem Jahr >HIER, jetzt aber schön erklärt zum Mitmachen nochmal >HIER als Video beim ZDF, Mediathek, Drehscheibe (Kochen und Backen)... dort das Rezept leicht abgewandelt.

Das Rezept ist zugegebenermaßen aufwändig, aber schön der Reihe nach ist alles gut schaffbar.
Am besten Böden schonmal vorbacken, dann in Ruhe alles Cremes und die Schokoschicht vorbereiten... nochmal in Ruhe einen Kaffee oder Tee trinken und dann alles zusammensetzen. Wer sicher sein will, dass die Cremes ihm nicht um die Ohren fliegen, hat genug Dessertringe und lässt die Törtchen nach dem Schichten ein Weilchen IM RING kühlen... danach sind die Cremes definitiv fest und ihr bekommt die Törtchen sauber aus dem Ring. Wer ganz sicher gehen will, packt die gefüllten Dessertringe ein Stündchen in den Tiefkühler, drückt die Törtchen dann sanft von unten aus dem Ring und hat etwas Zeit bis zum Verzehr, weil sie aufgetaut am besten schmecken:))

Aber da Ostern ja doch eher ein ruhiges Fest werden wird (was uns ja an Weihnachten im Rückblick allen schon mächtig gut getan hat), dürften die Ostertörtchen dieses Jahr drin sein und wer es etwas übersichtlicher mag oder sich nicht traut, verliebt sich in den leckeren >GEFÜLLTEN HEFEZOPF oder schaut ins Osterbackheft.

Soviel für's Erste... dieses Wochenende packen wir noch leckeren Erbeerlimes und vielleicht die eine oder andere Kleinigkeit auf den Blog... ihr findet die dann in der Rezepterubrik.

Dieses Rezept ist ein gutes Beispiel dafür, dass aus nicht ganz durchdachten Rezeptideen dann doch etwas Superleckeres werden kann...

Ganz ursprünglich sollte eine Art Lemoncurd direkt zu kleinen Gugls werden... schön frisch, gelb glänzend, nach Zitronen duftend... Teil des Ganzen: der gerade neu erstandene Lemoncello. Leider wurde selbst im Tiefkühler kein festes Küchlein aus der Zitronenmasse, was dazu führte, dass der Inhalt aller Förmchen am Ende komplett wieder in die Schüssel wanderte und neu überdacht werden musste.

Das Ergebnis dann doch die erhoffte Konsistenz und frische Säure direkt auf süßem Streuselboden... Streuselkuchen 2.0.
Gleich frisch auf dem Ofen fließen, wie man sieht, die Küchlein noch wunderbar auseinander und lassen sich wie ein Dessert essen... am nächsten Tag sind sie schön schnittfest und formstabil. Für jeden also etwas.

Wenn jedes Fiasko am Ende so ausgeht und man für den Mut, weiterzumachen, belohnt wird, dann lohnt es sich doch mehr als genug, nicht alles sofort zu den Hühnern zu geben. Und... genau dieser eigentlich total schief gelaufene Kuchen wurde um vieles besser als der Ursprungsplan. Also weg mit allen Vorurteilen und dem Gedanken, beim Backen müsste alles grammgenau zugehen. Ein wenig Gefühl für das, was Zutaten im Ofen machen reicht und schon kann aus einer sehr flüssigen Creme im zweiten Anlauf der gewünschte Streuselgugl werden:))