AUS DER BACKSTUBE (Page 2)

Gewürziges Eis und Schokostreusel pur
Unser erster Versuch Safraneis war gleichzeitig ein Megatest... Unser Eisbereiter (im Prinzip nur ein Kühlbehälter mit Kühlflüssigkeit, bei dem man das Eis trotzdem ab und an rühren muss) wollte ausprobiert werden und der Trend "Keksteig zum roh essen"... genannt Cookie Dough.

Ich glaube, ursprünglich war das Ganze nur Beigabe zu Desserts, hat sich aber an irgendeiner Stelle verselbständigt. Den rohen Teig gibt‘s jetzt sogar in Bechern im Kühlregal für viel Geld zu kaufen. man versteht warum, wenn man sich an die Tage erinnert, an denen zu Hause gebacken wurde und man am liebsten die Schüssel mit den Streuseln komplett leergenascht hätte.
Natürlich war das nicht drin, unsere Mütter hätten sich überdies bei dem Gedanken totgelacht, dass mal die ungebackenen Streusel, in kleiner Portion abgepackt teuer verkauft werden würden.

Wer Cookie Dough (bei uns: Keksteig zum Naschen) aus dem Kühlregal auch für kompletten Unsinn hält, bekommt hier eine der möglichen Versionen geliefert... eigentlich ist alles möglich... Zucker, Mehl, Butter und was euch so in die Hände kommt. Wir haben ein kleines bisschen CHUNKY FLAVOUR (Geschmackspulver) dazugemischt... macht einfach, worauf ihr Lust habt. Nur... dreht am Kühlregal um, wenn ihr plötzlich einen Heißhunger bekommt, kramt das Rezept hier hervor und macht euren Keksteig ohne backen selber... mit Zutaten, die ihr kennt und die nur einen Bruchteil dessen kosten.

Abgesehen davon bin ich voller Hoffnung, dass sich dieser Trend schnell verliert... nicht als Streusel auf dem Streuselkuchen, die man gern so aus der Schüssel nascht, sehr wohl aber als Cookie Dough.

Dann geht’s jetzt los mit dem Rezept fürs Eis... mit und ohne Cookie Dough gut. lasst es euch schmecken🙃

 

...eher mehr statt weniger?

Wir sind ja eh schon seit Ewigkeiten die Vertreter von MEHR statt WENIGER... also Butter statt Margarine, Quark statt Magerquark, Zucker statt Erythrit (Habt ihr gewusst, dass Hundebesitzer mit verfressenen Hunden diese in Gefahr bringen, wenn die sich mal wieder den Kuchen klauen, obwohl man eigentlich mittlerweile alles hundesicher  wegräumt? Schon kleine Mengen des Zuckerersatzes reichen, um keinen Dieb mehr im Hause zu haben. Von herkömmlichen Lebensmitteln weiß man in der Regel, was sie bewirken...aber von der ganzen Riege der Ersatzstoffe??) ...und so weiter.

Wir sind also keine Ersetzer oder Sparer an einer Stelle, an der es keinen Sinn macht. Zugegeben... wenn ich irgendwas Tolles aus dem Ofen hole, dann tatsächlich mit jemandem teilen möchte, den ich mag und dann die einzige Frage vor dem NEIn DANKE ist, ob Magerquark drin ist, dann macht mich das traurig.

Traurig für den anderen und auch prinzipiell. Selbstoptimierung hat uns ganz schön weit gebracht... wir sind stolz darauf, in die Hosen unserer Kinder zu passen, müssen uns nicht peinlich berührt abwenden, wenn wir nicht wissen, wo man die besten veganen Aufstriche bekommt und grillen natürlich Tofu. Alles im Sinne des guten Lebens, vergessend, dass Genuss zur Seelenhygiene gehört, ich mich sicher gut fühle, 10 kg weniger als noch vor einem halben Jahr zu wiegen, aber der Preis ein hoher ist. Denn dem Hochgefühl steht trotzdem entgegen, dass ich die kleinen Sünden mag und auch die Unsinnigkeit, die Dinge nicht mehr gegeneinander abzuwägen.

Was macht es für einen Sinn, sich mühevoll stundenlang in die Küche zu stellen und tolle Sachen zu zaubern, wenn ich die mit Ersatzsachen vollstopfe? Mal ehrlich... kennt ihr viele Menschen, die voller Genuss Vollkornnudeln essen? Ich habe erst kürzlich erlebt, das mich jemand, als ich ihm einen veganen Brotaufstrich (als Ersatz für das verpönte, meistverkaufte Haselnusscremeprodukt) empfahl, der aus nur 4 Zutaten bestand, tatsächlich fragte, ob das Zeugs alles regional wäre... Wie bitte soll das gehen? Vegan und regional sein, schmecken wie das ungesunde Original... jeder Pflanzendrink gehört unter solchen Gesichtspunkten auf die rote Liste... Soja, Reis... vielleicht schafft's das Klima irgendwann dahin, dass das im Garten wächst, aber bisher...

Also lange Rede kurzer Sinn... fangen wir doch endlich mal wieder das an zu tun, weshalb wir auf der Erde sind... unser Leben zu genießen.

ALLE LEBEWESEN AUSSER DEM MENSCHEN WISSEN, DASS DER HAUPTZWECK DES LEBENS DARIN BESTEHT, ES ZU GENIEßEN.
SAMUEL BUTLER

Einfach das tun, was auch drin steckt im gutem Essen... dem Körper das geben, was er in Maßen (und manchmal halt auch richtigen Augenblick)  gut verwerten kann und noch dazu unsere Seele pimpt. Zu Seele pimpen sollte irgendwann hoffentlich auch wieder gehören, sich nicht instagramlike verhalten zu haben, sondern einfach so zu essen, als wäre ich bei Oma zu Besuch. Warum gibt es denn diese ganzen Omarezepte... weil wir sie lieben und uns nach Aromen, Gerüchen und deren Konsistenzen sehnen. Und wenn ich den Aufwand des Backens betreibe, sollte ich mir dann nicht auch etwas gönnen und nicht wieder auf der Bremse stehen? Auch Seelenkost ist gesundes Essen.

Im Sinne desselben sind wir nun schon ein paar Tage übrigens unterwegs... dem der besonderen Aromen. Der Safran hat es in unser Herz geschafft... im Kopf  haben wir ihn alle im Zusammenhang mit Farbe... Es gibt da Backpulver mit Safran... (Safran steht dort in der Zutatenliste ganz hinten... was das bedeutet, weiß man sicher), aber ansonsten ist es für die, die nicht orientalisch kochen, eher Neuland. Auch wir mussten erstmal kosten und sehen, was Safran worin macht... erste Erkenntnis: Safran scheint die Fülle zu lieben. Ein kleines Safrantörtchen schafft es heute hier auf den Blog... aber nicht das mit Quark, sondern das mit Mascarpone. Das mit Quark war nicht übel... das mit Mascarpone hat dem teuren Gewürz aber viel, viel eher entsprochen und war unglaublich lecker. Ob es wirklich grundsätzlich so ist, kann man so schnell nicht sagen... wir müssen und herantasten an mögliche Kombinationen.

Dass uns das in die orientalische Küche führen wird, ist klar und vermutlich wird die das Experiment Gugl demnächst ablösen (nicht, dass es dann keine Gugl mehr gibt🙃). Aber um da backen zu wollen, fängt das an, wovor ich mich schon ein Weilchen drücke... es müssen ein paar Gewürze her. Mit Kardamom, mit dem es ja hier so einige Rezepte gibt, verträgt sich Safran perfekt. Er mag Birnen, offensichtlich auch Mango... und... Sahniges🙃 Deshalb hier heute ein Safrantörtchen, bei dem Sahniges und Fruchtiges eine Rolle spielen. Die Frucht sollte erst im Törtchen landen, aber irgendwann galt es zu entscheiden, ob mehr Gelatine im Fruchtmus das Mus nicht kaputt machen würde... aber ohne Gelatine kein Törtchen. Es blieb am Ende bei minimal Gelatine und der Frucht als Beilage (übrigens ein Weg, den man immer in Betracht ziehen kann, wenn man mit einer Zutat und deren Festigkeit Probleme hat...), einer wie sich herausstellt ohnehin besserer Entscheidung. Aber das konnte man vorher nicht wissen...

Also hier dann für euch der volle Genuss von Safran, Mascarpone und einem Fruchtmus aus Mango und Rhabarber. Dadurch, dass die Frucht nicht mit auf’s Törtchen und fest werden muss, ist es ein wirklich gut nachzubackendes Rezept und optisch wirklich sehr hübsch... was allerdings der nette Nebeneffekt ist. Kürzlich sagte jemand, Patisserie wäre einfach die Gelegenheit, schöne Deko zu machen. Aber was soll ich mit mühevoller Deko, die entweder so mächtig ist, dass man sie auf dem Teller liegen lässt oder so aufwändig, dass ich graue Haare dabei bekomme... Patisserie kann vor allem eines... das Spiel zwischen feinen Aromen und Konsistenzen.
Da beginnt es doch eigentlich spannend zu werden. Und wenn dann die Optik dazukommt... dann ist das wirkliche Patisserie. Eine, die die Überraschung erst beim Essen entstehen lassen, weil ein einfaches Küchlein plötzlich ein unglaubliches Inneres bekommt oder die Glasur nicht einfach nur irgendeine war, die dem Trend entsprechend aussieht, sondern dem Backwerk das I-Tüpfelchen in Konsisten  und Geschmack aufsetzt.
Also doch vielleicht eher von innen nach außen. So ein bisschen wie im richtigen Leben... da entpuppen sich auch sehr oft die unscheinbaren Dinge als Wunder.

In dem Sinne... probiert euch mal aus am Thema Safran... wer langsam und vorsichtig antesten will, versucht es ja vielleicht mit dem Eis... das wandert auch in die Rezeptübersicht und ist eigentlich purer Safrangeschmack, sodass man gut entscheiden kann, ob man den mag oder nicht so sehr. Wir jedenfalls sind begeistert davon, wie sich das Thema entwickelt.

Wir googlen noch immer und heute wandert der Guglteig, der aus einem wunderbaren Backbuch stammt, in dem er als normales Kuchenrezept zu finden ist (Safran, Sesam, Sternanis von Chetna Makan), in kleine Muffinformen.
Mit Eisstielen aus Holz werden aus den Minigugln Popsicle-Küchlein (eigentlich Eis am Stil).

Ganz schön verworren, was? Aber... superlecker, gut zu essen und schön anzuschauen. Das mit dem #guglgoogeln könnte wirklich die unendliche Geschichte werden...

Ein Kuchen viele Möglichkeiten...

Er hat uns in den letzten Tagen ein wenig beschäftigt, wie ihr sicher gemerkt habt... der Zupfkuchen.
Unsere Geschirrtücher mit Rezept, die eigentlich als Geschenk für mein Kind gedacht waren, damit sie ihr Lieblingsrezept immer greifbar hat, haben noch andere Menschen auf die Idee gebracht, dass das ein schönes Geschenk sein könnte.

Alina von den Unstrut-Lamas hat bei uns angeklopft und testet nun die Alltagstauglichkeit der Geschirrtücher für uns:) Dazu das Lieblingsrezept ihrer Freundin, die das Geschirrtuch geschenkt bekommen soll: der Zupfkuchen.
Damit es wirklich überraschend wird, haben wir in den letzten Tagen ein wenig herumprobiert und ein paar Zupfkuchenversionen gebacken, die wir alle hier online stellen werden... vom Minigugl über einen normalen Kuchen bis hin zum Kuchen im Glas und einer Dessertversion mit richtig Rum(s) war alles dabei:)

Wir sind gespannt, welche Version es in euren Ofen bzw. ohne Ofen ins Glas schafft... natürlich kann auch diese Glasversionen, die hier als Rezept erscheint und für 6 Gläser reicht, gebackene Bananen bekommen oder die Streusel ein wenig Schuss... nehmt euch einfach aus allen Versionen das Beste heraus, wenn ihr zu den Experimentierern gehört:) Viel Spaß beim Entscheiden!

 

 

 

Mittagsbacken

Geplant: ein Mittagskuchen (ein Stück von dem, den es schon gab)... geworden: ein Mittagskuchen (ein neuer, allerdings einer, der mit dem gegessen werden warten muss:)).

Es gab einfach zu viele und genau passende Reste, sodass ich nicht widerstehen konnte... Trifle machen statt Mittagskuchen (es gab ja genug zu kosten:). Da schwirrt noch das Thema Zupfkuchen im Raum herum... am Wochenende gab es eine neue Version, aber eben auch einiges an Resten. Die landeten nun in nur 30 Minuten vollständig in einem Trifle 🙂

Streusel... noch übrig von gestern.
Mascarpone... morgen sicher schlecht, also rein ins Glas direkt auf die Streusel. Irgendwo war dann ja doch auch noch eine Idee mit Rum?
Ein bisschen Frucht täte auch gut... wenn die (nur an der Schale) braune Banane in Butter, Zucker gebraten und mit etwas Rum abgelöscht ist, wird sie eh braun:)
Nougat... auch noch übrig und und sicher nicht unlecker im Trifle?

Und so passierte es... Mascarpone, Sahne, Rum, Banane und Schokostreusel. Vielleicht nicht unbedingt etwas für den Montagmittag aber so ein bisschen Wochenendgefühl zum Feierabend am Dienstag, wenn der Trifle schön durchgezogen ist???

Schon hat man alles... Reste und das schlechte Gewissen weg, weil wieder etwas schlecht geworden wäre, ein schöner Ausblick auf den Feierabend am Dienstag und für euch ein wirklich leckeres Rezept... natürlich morgen.
Am Dienstag:))) Aber das Bild gibt's jetzt schonmal.