AUS DER KÜCHE (Page 2)

Überholen ohne einzuholen

Das betrifft diesmal die Beiträge... dieser hier wird drei Überholen, die entweder noch nicht zuende gedacht waren oder denen einfach das genau richtige Bild fehlte. Einer, der mir wirklich am Herzen lag entstand vorletzten Sonntag, als so richtig sanft (das zumindest hier) regnete und sich draußen alles so wunderbar anfühlte, dass man am liebsten gar nicht aufgehört hätte, im Regen zu laufen.
Das erinnert mich an ein Zitat:

„Ich mag Menschen, die lächeln, wenn es regnet.“

Nach genau so einem Bild habe ich dann auch gesucht, denn ich hatte natürlich keine Kamera mit im Regen mit zwei Hunden im Wald... manchmal hindert die ja aber auch mächtig daran, das, was gerade ist, zu genießen, weil man es in hundert Fotos festzuhalten versucht. Also gabs tolle Gefühle, aber kein Bild und für euch keinen -veröffentlichten- Beitrag, nur einen, der hier im Archiv dümpelt. Vielleicht kommt er ja noch oder er war einfach nur da, um mir klarzumachen, wie toll dieser verregnete Sonntag war.

Heute war’s nicht verregnet... ganz im Gegenteil. Es fühlt sich plötzlich an wie mitten im Sommer, was ja auch nicht ganz unrichtig ist... der längste Tag des Jahres steht an demnächst. Alles ist leicht, die Menschen sind gut gelaunt und in meinem Kopf spukt ein Sirup herum, den ich kürzlich als Beiwerk zu schönen Dessertgläsern bestellt habe... MaiTai. (Wer uns auf Instagram folgt, hat das Foto gesehen).  Einfach aus Neugier... es gab zwei Sorten Sirup unsortiert... ganz tief drin wollte ich glaube ich PinaColada, aber der MaiTai wollte zu mir.

Umd was soll ich sagen... besser kann es nicht laufen. Orangenlikör, Rum und Zitrone gehen wirklich ein sehr leckeres Bündnis ein und weil so zwischendrin am Tag und bei der Wärme keine Backorgie drin ist, musste alles ohne backen funktionieren. Die Wahl fiel auf Amarettini, auf die ich schon ein Weilchen Appetit hatte, Kokosöl und weiße Schoki und fertig war der Knusperboden. bestenfalls sollte das Ganze für eine Geburtstagstorte taugen, weil am Wochenende ein ganz besonderer Mensch Geburtstag hat.

Alles fix verrührt und in den Froster gesteckt, gerade lang genug, um die Törtchen leicht angefrostet heil aus dem Förmchen holen zu können, als bei uns Feierabend war. Und so wie sie auf den Tisch kamen, waren sie weg, die leckeren Teilchen... das letzte hab ich gerade so abbekommen, es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass das Kosten an mir vorbeigegangen wäre🙃  Sie waren also ganz fix weg... aber da der Geburtstagstortentest durchaus zufriedenstellend ausgegangen ist, gibt es ja die Option auf mehr. Nur der Boden wird dann ein andere werden.

Für euch bis jetzt erst einmal die kleine Törtchenversion mit einer großen Ladung Sommergefühle...  Hier liegt jetzt auch das Sommergrillbuch... ihr erinnert euch... es gibt unter den Rezepten hier auf dem Blog dazu sogar eine extra Kategorie... Mal sehen, was uns dieses Jahr neues dazu einfällt.

Genießt den Sommer und die kurzen Nächte voller guter Gerüche, Froschgequake. Spechtgeklopfe und Entengeschnatter... Und... mehr als eine halbe Stunde brauchen die Törtchen  nicht... wer also spontan Lust bekommt..🙃

Kleines Glück für Väter

Damit der freie Tag nicht in der Küche vergeht, hier ein ziemlich schnelles Rezept für eine kleine Leckerei, die zumindest hier der Mann im Haus als Dessert zu schätzen wüsste.
2 Männer als Vorkoster heute fanden das Glas mit Mousse sehr lecker.
Der Tag sorgte mit viel zu warmen Temperaturen dafür, dass die Gläser vor dem Kosten noch im Tiefkühler landeten, auch wenn das nicht so geplant war.
Und wie das eben so ist... am Ende war das genau richtig... man kann einen kurzen (etwa 1h?) Aufenthalt im Tiefkühler vor dem Essen nur empfehlen.

Wie Tonka und Safran gemeinsam in einem Dessert landen?
Man kann sich nicht entscheiden zwischen den Lieblingsgeschmäckern, die man gerade hat...
Tonkabohne bekommt Kakao und Rum zur Seite, der Safran darf pur bleiben.
Alles in allem braucht man maximal eine halbe Stunde ohne Kühlzeiten für alles und schiefgehen ist fast nicht möglich.
Und... macht genug davon und esst fleißig mit, liebe Mamas.😀

Ein Stück Glück verschenken

Ihr Lieben... es gibt zum Wochenende Torte für eure Mütter bei Doreen... Aber natürlich wohnt nicht jeder einen Katzensprung entfernt und deshalb gibt's eine recht einfach machbare Version hier auf dem Blog, sodass ihr zuhause noch pünktlich zum Muttertag eine fertig haben könnt. Wer transportieren muss... der packt das Ganze einfach in Gläser... so habe ich es auch gemacht...

Und wie schon zu Jahresbeginn gibt es ein paar Downloads, die ihr herunterladen, schön einrahmen und zum Muttertag auch verschenken könnt. Ihr benötigt nur einen Drucker und einen Bilderrahmen für A4... denkbar wäre auch ein Klemmbrett, das eure Mütter gleich danach noch für andere Dinge nutzen können oder bei einem Ausdruck auf dickes Papier tut es auch eine Fotoklammer... und schon hängt das Plakat. Ich persönlich packe mittlerweile Dinge auch einfach mit MaskingTape an die Wand... Foto folgt mit den Downloads. Also wenn das mit dem Rahmen nicht mehr machbar ist... Papierklebeband und eine flexible Mama reichen auch 🙂

In dem Sinne hier schonmal das Rezept für die Torte, damit ihr den Einkauf noch planen könnt... Unter dem Rezept findet ihr heute im Laufe des Abends die Downloads.

 

Ihr seht die möglichen Motive links in der Galerie.
Der Download entspricht der Nummer des Motivs in der Galerie. Einfach anklicken, downloaden, ausdrucken und dann entweder einrahmen, an die Wand kleben, auf Klemmbrettern verschenken... lasst eurer Phantasie freien Lauf.
Die Motive dürfen nur PRIVAT verwendet und NICHT gewerblich genutzt werden.

Motiv 1 (63 Downloads)
Motiv 2 (54 Downloads)
Motiv 3 (43 Downloads)
Motiv 4 (63 Downloads)
Motiv 5 (57 Downloads)
Motiv 6 (55 Downloads)
Motiv 7 (52 Downloads)
Motiv 8 (49 Downloads)
Motiv 9 (47 Downloads)
Motiv 10 (49 Downloads)
Motiv 11 (39 Downloads)

 

Gewürziges Eis und Schokostreusel pur
Unser erster Versuch Safraneis war gleichzeitig ein Megatest... Unser Eisbereiter (im Prinzip nur ein Kühlbehälter mit Kühlflüssigkeit, bei dem man das Eis trotzdem ab und an rühren muss) wollte ausprobiert werden und der Trend "Keksteig zum roh essen"... genannt Cookie Dough.

Ich glaube, ursprünglich war das Ganze nur Beigabe zu Desserts, hat sich aber an irgendeiner Stelle verselbständigt. Den rohen Teig gibt‘s jetzt sogar in Bechern im Kühlregal für viel Geld zu kaufen. man versteht warum, wenn man sich an die Tage erinnert, an denen zu Hause gebacken wurde und man am liebsten die Schüssel mit den Streuseln komplett leergenascht hätte.
Natürlich war das nicht drin, unsere Mütter hätten sich überdies bei dem Gedanken totgelacht, dass mal die ungebackenen Streusel, in kleiner Portion abgepackt teuer verkauft werden würden.

Wer Cookie Dough (bei uns: Keksteig zum Naschen) aus dem Kühlregal auch für kompletten Unsinn hält, bekommt hier eine der möglichen Versionen geliefert... eigentlich ist alles möglich... Zucker, Mehl, Butter und was euch so in die Hände kommt. Wir haben ein kleines bisschen CHUNKY FLAVOUR (Geschmackspulver) dazugemischt... macht einfach, worauf ihr Lust habt. Nur... dreht am Kühlregal um, wenn ihr plötzlich einen Heißhunger bekommt, kramt das Rezept hier hervor und macht euren Keksteig ohne backen selber... mit Zutaten, die ihr kennt und die nur einen Bruchteil dessen kosten.

Abgesehen davon bin ich voller Hoffnung, dass sich dieser Trend schnell verliert... nicht als Streusel auf dem Streuselkuchen, die man gern so aus der Schüssel nascht, sehr wohl aber als Cookie Dough.

Dann geht’s jetzt los mit dem Rezept fürs Eis... mit und ohne Cookie Dough gut. lasst es euch schmecken🙃

 

...eher mehr statt weniger?

Wir sind ja eh schon seit Ewigkeiten die Vertreter von MEHR statt WENIGER... also Butter statt Margarine, Quark statt Magerquark, Zucker statt Erythrit (Habt ihr gewusst, dass Hundebesitzer mit verfressenen Hunden diese in Gefahr bringen, wenn die sich mal wieder den Kuchen klauen, obwohl man eigentlich mittlerweile alles hundesicher  wegräumt? Schon kleine Mengen des Zuckerersatzes reichen, um keinen Dieb mehr im Hause zu haben. Von herkömmlichen Lebensmitteln weiß man in der Regel, was sie bewirken...aber von der ganzen Riege der Ersatzstoffe??) ...und so weiter.

Wir sind also keine Ersetzer oder Sparer an einer Stelle, an der es keinen Sinn macht. Zugegeben... wenn ich irgendwas Tolles aus dem Ofen hole, dann tatsächlich mit jemandem teilen möchte, den ich mag und dann die einzige Frage vor dem NEIn DANKE ist, ob Magerquark drin ist, dann macht mich das traurig.

Traurig für den anderen und auch prinzipiell. Selbstoptimierung hat uns ganz schön weit gebracht... wir sind stolz darauf, in die Hosen unserer Kinder zu passen, müssen uns nicht peinlich berührt abwenden, wenn wir nicht wissen, wo man die besten veganen Aufstriche bekommt und grillen natürlich Tofu. Alles im Sinne des guten Lebens, vergessend, dass Genuss zur Seelenhygiene gehört, ich mich sicher gut fühle, 10 kg weniger als noch vor einem halben Jahr zu wiegen, aber der Preis ein hoher ist. Denn dem Hochgefühl steht trotzdem entgegen, dass ich die kleinen Sünden mag und auch die Unsinnigkeit, die Dinge nicht mehr gegeneinander abzuwägen.

Was macht es für einen Sinn, sich mühevoll stundenlang in die Küche zu stellen und tolle Sachen zu zaubern, wenn ich die mit Ersatzsachen vollstopfe? Mal ehrlich... kennt ihr viele Menschen, die voller Genuss Vollkornnudeln essen? Ich habe erst kürzlich erlebt, das mich jemand, als ich ihm einen veganen Brotaufstrich (als Ersatz für das verpönte, meistverkaufte Haselnusscremeprodukt) empfahl, der aus nur 4 Zutaten bestand, tatsächlich fragte, ob das Zeugs alles regional wäre... Wie bitte soll das gehen? Vegan und regional sein, schmecken wie das ungesunde Original... jeder Pflanzendrink gehört unter solchen Gesichtspunkten auf die rote Liste... Soja, Reis... vielleicht schafft's das Klima irgendwann dahin, dass das im Garten wächst, aber bisher...

Also lange Rede kurzer Sinn... fangen wir doch endlich mal wieder das an zu tun, weshalb wir auf der Erde sind... unser Leben zu genießen.

ALLE LEBEWESEN AUSSER DEM MENSCHEN WISSEN, DASS DER HAUPTZWECK DES LEBENS DARIN BESTEHT, ES ZU GENIEßEN.
SAMUEL BUTLER

Einfach das tun, was auch drin steckt im gutem Essen... dem Körper das geben, was er in Maßen (und manchmal halt auch richtigen Augenblick)  gut verwerten kann und noch dazu unsere Seele pimpt. Zu Seele pimpen sollte irgendwann hoffentlich auch wieder gehören, sich nicht instagramlike verhalten zu haben, sondern einfach so zu essen, als wäre ich bei Oma zu Besuch. Warum gibt es denn diese ganzen Omarezepte... weil wir sie lieben und uns nach Aromen, Gerüchen und deren Konsistenzen sehnen. Und wenn ich den Aufwand des Backens betreibe, sollte ich mir dann nicht auch etwas gönnen und nicht wieder auf der Bremse stehen? Auch Seelenkost ist gesundes Essen.

Im Sinne desselben sind wir nun schon ein paar Tage übrigens unterwegs... dem der besonderen Aromen. Der Safran hat es in unser Herz geschafft... im Kopf  haben wir ihn alle im Zusammenhang mit Farbe... Es gibt da Backpulver mit Safran... (Safran steht dort in der Zutatenliste ganz hinten... was das bedeutet, weiß man sicher), aber ansonsten ist es für die, die nicht orientalisch kochen, eher Neuland. Auch wir mussten erstmal kosten und sehen, was Safran worin macht... erste Erkenntnis: Safran scheint die Fülle zu lieben. Ein kleines Safrantörtchen schafft es heute hier auf den Blog... aber nicht das mit Quark, sondern das mit Mascarpone. Das mit Quark war nicht übel... das mit Mascarpone hat dem teuren Gewürz aber viel, viel eher entsprochen und war unglaublich lecker. Ob es wirklich grundsätzlich so ist, kann man so schnell nicht sagen... wir müssen und herantasten an mögliche Kombinationen.

Dass uns das in die orientalische Küche führen wird, ist klar und vermutlich wird die das Experiment Gugl demnächst ablösen (nicht, dass es dann keine Gugl mehr gibt🙃). Aber um da backen zu wollen, fängt das an, wovor ich mich schon ein Weilchen drücke... es müssen ein paar Gewürze her. Mit Kardamom, mit dem es ja hier so einige Rezepte gibt, verträgt sich Safran perfekt. Er mag Birnen, offensichtlich auch Mango... und... Sahniges🙃 Deshalb hier heute ein Safrantörtchen, bei dem Sahniges und Fruchtiges eine Rolle spielen. Die Frucht sollte erst im Törtchen landen, aber irgendwann galt es zu entscheiden, ob mehr Gelatine im Fruchtmus das Mus nicht kaputt machen würde... aber ohne Gelatine kein Törtchen. Es blieb am Ende bei minimal Gelatine und der Frucht als Beilage (übrigens ein Weg, den man immer in Betracht ziehen kann, wenn man mit einer Zutat und deren Festigkeit Probleme hat...), einer wie sich herausstellt ohnehin besserer Entscheidung. Aber das konnte man vorher nicht wissen...

Also hier dann für euch der volle Genuss von Safran, Mascarpone und einem Fruchtmus aus Mango und Rhabarber. Dadurch, dass die Frucht nicht mit auf’s Törtchen und fest werden muss, ist es ein wirklich gut nachzubackendes Rezept und optisch wirklich sehr hübsch... was allerdings der nette Nebeneffekt ist. Kürzlich sagte jemand, Patisserie wäre einfach die Gelegenheit, schöne Deko zu machen. Aber was soll ich mit mühevoller Deko, die entweder so mächtig ist, dass man sie auf dem Teller liegen lässt oder so aufwändig, dass ich graue Haare dabei bekomme... Patisserie kann vor allem eines... das Spiel zwischen feinen Aromen und Konsistenzen.
Da beginnt es doch eigentlich spannend zu werden. Und wenn dann die Optik dazukommt... dann ist das wirkliche Patisserie. Eine, die die Überraschung erst beim Essen entstehen lassen, weil ein einfaches Küchlein plötzlich ein unglaubliches Inneres bekommt oder die Glasur nicht einfach nur irgendeine war, die dem Trend entsprechend aussieht, sondern dem Backwerk das I-Tüpfelchen in Konsisten  und Geschmack aufsetzt.
Also doch vielleicht eher von innen nach außen. So ein bisschen wie im richtigen Leben... da entpuppen sich auch sehr oft die unscheinbaren Dinge als Wunder.

In dem Sinne... probiert euch mal aus am Thema Safran... wer langsam und vorsichtig antesten will, versucht es ja vielleicht mit dem Eis... das wandert auch in die Rezeptübersicht und ist eigentlich purer Safrangeschmack, sodass man gut entscheiden kann, ob man den mag oder nicht so sehr. Wir jedenfalls sind begeistert davon, wie sich das Thema entwickelt.