BACKBUCH

...sie sind da

...wenn auch mal wieder anders als gewünscht, haben sie es relativ pünktlich geschafft. Die Backhefte sind da... unsere Sonderauflage mit kleinen Ideen für die Frühlingszeit... nein, es sind nicht nur Ostereierideen, sodass sie einen ganz gelassen durch jedes Frühjahr in den nächsten Jahren bringen können...

Wir haben bewusst mit dem gebacken, was gerade verfügbar ist, entweder als TK oder eben frisch. Natürlich haben wir uns gewünscht, einfach mal unendlich viele zu drucken, damit nicht immer irgendwer länger warten muss oder wir uns entschließen, wie beim Kalender ganz schlicht bei einer Miniauflage zu bleiben. Das Thema ist die Schließung der Gastronomie. Wenn wir nicht wie beim Backbuch die Tage damit verbringen wollen, Bestellungen zu verwalten, zu verpacken und zu verschicken und einen gefühlt endlosen Mailverkehr zu führen (was wir natürlich gern machen, aber am Ende lieber zu Themen, die wir auf dem Blog haben oder neuen Ideen, aber eben nicht nur zu Kaufabwicklungen), muss das Backbuch und auch dieses Heft direkt vor Ort erhältlich sein... also bei Doreen in der Patisserie. Die hatte aber (Stand vorgestern und vorvorvor...gestern, als der Landkreis Greiz mal wieder als Hotspt dicht war oder eben sogar ist... wer weiß das schon noch so genau) keine Chance, mit Gästen zu rechnen, die sich tolle Leckereien nach Hause holen und gleichzeitig die Rezeptbücher mitnehmen können. Also haben wir nur wenige gedruckt, weil schwer abzuschätzen ist, ob ein Osterbackheft noch nach Ostern wirklich gern unter die Menschen will. Dass wir wissen, dass die Rezepte egal wann lecker sind, spielt halt nicht immer eine Rolle.

Also haben wir das Risiko für uns minimieren müssen und erst einmal nur eine kleine Auflage gedruckt, die ab HEUTE NACHMITTAG in der Patisserie abholbar ist... Ob geöffnet ist, bitte per Anruf in der Patisserie oder einem Blick auf die Website bzw. Google in Erfahrung bringen. Selbst wenn ich das jetzt hier schreibe, kann der Stand von jetzt eben ja schon der falsche sein. Wir hoffen sehr, ihr nehmt es alle mit etwas Frohsinn auf, sollten die Hefte schnell vergriffen sein, laden wir so schnell wie möglich nach... Wer mag, bestellt auch vor, dann wissen wir, dass mehr gewünscht ist und schaffen es vielleicht sogar noch vor Ostern, die zweite Auflage zu drucken.


Also:
Osterbackheft, die Sonderedition
8,50 Euro, per Abholung in der Patisserie
ggf. telefonisch vorbestellen, sodass wir wissen, ob wir nachordern müssen, damit ihr alle vor Ostern noch ein Backheft bekommt.


Und... das Thema Ostern hat es auch ins Fernsehen geschafft.
Doreen hatte Besuch vom ZDF und die wollten, dass sie unsere Ostertörtchen bäckt. Das Rezept gibts bereits seit einem Jahr >HIER, jetzt aber schön erklärt zum Mitmachen nochmal >HIER als Video beim ZDF, Mediathek, Drehscheibe (Kochen und Backen)... dort das Rezept leicht abgewandelt.

Das Rezept ist zugegebenermaßen aufwändig, aber schön der Reihe nach ist alles gut schaffbar.
Am besten Böden schonmal vorbacken, dann in Ruhe alles Cremes und die Schokoschicht vorbereiten... nochmal in Ruhe einen Kaffee oder Tee trinken und dann alles zusammensetzen. Wer sicher sein will, dass die Cremes ihm nicht um die Ohren fliegen, hat genug Dessertringe und lässt die Törtchen nach dem Schichten ein Weilchen IM RING kühlen... danach sind die Cremes definitiv fest und ihr bekommt die Törtchen sauber aus dem Ring. Wer ganz sicher gehen will, packt die gefüllten Dessertringe ein Stündchen in den Tiefkühler, drückt die Törtchen dann sanft von unten aus dem Ring und hat etwas Zeit bis zum Verzehr, weil sie aufgetaut am besten schmecken:))

Aber da Ostern ja doch eher ein ruhiges Fest werden wird (was uns ja an Weihnachten im Rückblick allen schon mächtig gut getan hat), dürften die Ostertörtchen dieses Jahr drin sein und wer es etwas übersichtlicher mag oder sich nicht traut, verliebt sich in den leckeren >GEFÜLLTEN HEFEZOPF oder schaut ins Osterbackheft.

Soviel für's Erste... dieses Wochenende packen wir noch leckeren Erbeerlimes und vielleicht die eine oder andere Kleinigkeit auf den Blog... ihr findet die dann in der Rezepterubrik.

...und neuer Schwung für den Blog

Der eine oder andere hat sich vielleicht schon gefragt, ob wir überhaupt noch etwas tun, weil es vergleichsweise ruhig geworden ist hier auf dem Blog.

Das Ganze hatte mehrere Gründe... viele nicht so großartige und einen, der das Warten auf Backbuch Nr.2, das diesmal ein Backheft ist (das erste, das hoffentlich einige kleine Nachfolger bekommt, bevor wir uns mal wieder der Riesenaufgabe Backbuch widmen). Es ist frühlingshaft bunt geworden... nicht nur das Heft, auch die Rezepte. Viele Kleinigkeiten haben ihren Platz gefunden, Dinge, die keinen Riesenaufwand machen, aber natürlich auch zwei aufwändigere Torten/Törtchen für festlichere Momente.

Die Ostertörtchen gab es als einziges Rezept bereits auf dem Blog... sie sind vor genau einem Jahr auf den Blog gewandert und nun vom ZDF für den Osterdreh der Patisserie Bergmann wieder ausgegraben worden... wer also auch live sehen will, wie die Törtchen gemacht werden, schaut in der Osterwoche ZDF und verpasst den Termin der Drehscheibe nicht bzw. bemüht die Mediathek:) Das Rezept gibt es auch dort, natürlich bei uns auf dem Blog (>HIER) und im Backheft.

Alle anderen Ideen sind neu, wir haben wieder wochenlang unsere Familien mit neuen Rezepten "gequält" und jeder, der zu Besuch kam, wurde zum Vorkoster gemacht. Wir haben verstärkt auf kleine Teilchen gesetzt, weil die einfach gut mal schnell gemacht und auch frisch weg sind. Das macht Platz für Neues und das meiste schmeckt frisch einfach am aromatischsten. Wir haben Knisterperlen getestet (die kommen in Cremes und Knistern wie Brauspulver, sobald sie im Mund sind), Fruchtpulver (das Rezept landet nur hier auf dem Blog... im Heftchen war irgendwann der Platz alle), Karamellcrispies, Reiswaffeln, Tonkabohne... und... sind auf den Gin gekommen. Eine wunderbare Zutat, wenn man einen herben Geschmack bekommen will... erst recht in Kombination mit Gemüse:)) Ihr werdet es ja sehen.

Vorerst bleiben die Rezepte nur im Heft, ebenso, wie wir es beim Backbuch gehalten haben. So ist der Überraschungseffekt größer, wenn man das Heft auch mal als Geschenk nutzen will. Es wird erst einmal wieder nur eine kleine Auflage geben, was daran liegt, dass es nur in der Patisserie Bergmann erhältlich sein wird und es die wirren Entscheidungen der Zeit gerade nicht gerade leicht machen, die Patisserie zu besuchen. Der Versand wie beim Backbuch hat einen immensen organisatorischen Aufwand bedeutet, der einfach schwer in den Alltag zu integrieren ist, weil das Ganze ja neben Alltag, normalem Job, Blog usw. läuft.

Also... voraussichtlich ab Donnerstag liegen die Heftchen in der Patisserie, vermutlich wird es schlau sein, sich eines im Voraus zu sichern. Ruft einfach in der Patisserie an, dann könnt ihr euer Backheftchen auch noch in der Woche vor Ostern abholen... solange eben der Vorrat reicht.
Sollte ein größerer Bedarf da sein, gibt es auch hier gern eine zweite Auflage, sobald die aktuellen Beschränkungen wieder gelockert sind und man wie gewohnt zur Abholung in der Patisserie einkaufen gehen kann.

Hier ein kleiner Blick auf die Rezeptfotos... es sind 19 leckere Rezepte, dabei die besagten Ostertörtchen und eine rosa Lieblingstorte, die einmal für einen ganz besonders wichtigen Menschen entstanden ist und zugegebenermaßen auch etwas aufwändiger im Backen... aber für Lieblingsmenschen muss das eben auch sein... viele leckere Schichten Liebe...

Neben der Backerei hat auch uns unser neuer Alltag nicht ganz kalt gelassen, wir "feiern" immerhin schon Chaosjubiläum... Ein Jahr, das uns immer wieder erstlos sprachlos gemacht, vielen Menschen ihre gewohnte Struktur genommen und ihnen statt Sicherheit einen endlosen Kampf beschert hat.
Nicht alles, von dem, was gerade passiert, ist wirklich notwendig, besonders im zwischenmenschlichen Miteinander, aber wie es scheint, bringen besondere Situationen, in denen wir uns mehr schlecht als recht hinter Ablenkungen verstecken können, auch so einige Dinge mehr ans Tageslicht, als uns recht ist. So lange schon wissen wir, dass ein Leben, das vorrangig digital stattfindet, für Menschen keinen Sinn macht, die eigentlich soziale Wesen sind.

Wir sehen so viele komplett unsinnige Dinge, haben oftmals längst aufgegeben, darüber nachzudenken, verurteilen, packen in Schubladen, positionieren uns nicht mehr, agieren fremdbestimmt ohne Fragen zu stellen. Wir hatten oft in den Telefongesprächen, die uns mal zu diesem Blog geführt haben, das Gefühl, etwas schreiben zu müssen... aber wie will man das benennen, was in einem selbst nur Fragen aufwirft, die einem niemand beantworten kann oder will. Jede Frage, die man stellt, versandet im Nichts... Stattdessen tritt an die Stelle von neuen Ideen, die man in die Welt trägt, ein Ertragen, der Versuch, irgendwie heil zu bleiben und jemanden zu finden, dem es ähnlich geht, nur um zu hören, dass man nicht allein ist mit seinen vielen Fragen und dem Kopfschütteln über den alltäglichen Wahnsinn.

Bisher haben wir immer gebacken... und ja... es ist wie Therapie, falls einem jetzt dieser Gedanke kommt. Und auch eine kleine Flucht in die Welt des Ursprünglichen...der Aromen, Düfte, Konsistenzen... all das ist auch vollkommen legitim, weil es neben alle dem zähen Alltag ja auch exisitiert. Aber es wird immer schwerer, dem ganzen Ziellosen Abwarten, zu dem man gezwungen ist, etwas Schönes entgegenzusetzen. Nur wenige haben die Kraft, sich jeden Tag für eine neue Straße zu entscheiden, die dann morgens nach dem Aufwachen plötzlich wieder nach 10m endet und einen zurück schickt (meist nicht über Los), um neu zu schauen. Das laugt an irgendeiner Stelle den größten Optimisten aus.

Deshalb war es ein Weilchen etwas sprachlos hier... aber da auch das keinen Sinn macht, melden wir uns hiermit zurück. Und nein... wir werden kein Zoom-Meeting organisieren, keinen digitalen Workshop in irgendwas. Wir werden weiter versuchen, die ganz real schönen Dinge für uns und euch zu finden und darüber berichten, was die Situation auch an Gutem hatte... Meist sieht man das eh erst ein ganzes Weilchen später im Rückblick, weil Menschen sich unendlich schwer mit Veränderungen tun. Loslassen scheint eine wirklich gute Idee geworden zu sein... loslassen und immer weitergehen, vielleicht auch erstmal ziellos ins Nichts. Das scheint für unseren zivilisierten Verstand nicht sinnvoll, aber wenn man bedenkt, dass die Haupterkenntnis der letzten Monate gewesen sein sollte, dass NICHTS sicher ist, definitiv NICHTS..., dann sollten wir doch alle Ängste und das, was wir bisher für sinnvoll hielten, auf den Prüfstand stellen und wirklich anders weitermachen... mutiger, einfach ohne Masterplan, näher, mehr miteinander und vor allem auch flexibler...
Und vielleicht steht auch die Frage im Raum, wie exzessiv man daran arbeiten muss, dass alles wieder wird wie vorher... einiges hat sich als völlig lebensfremd erwiesen, vieles als überflüssig, manches als nicht unbedingt einziger Weg oder sinnvoll. Ich weiß tatsächlich nicht, ob unsere einzige Sorge der nächste Urlaub ist (wenn ich nicht gerade ein Ferienwohnungsanbieter bin) und welche Themen statt eines Alltags von 2020 etwas mehr Fürsorge vertragen würden. Es sind parallel so viele Dinge passiert, die in den normalen Medien schlicht untergegangen sind, die wir entweder als nicht änderbar hinnehmen oder die nicht interessant genug sind, um in der Medienlandschaft zu bestehen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln, aber dass alles anders werden muss, sieht wohl doch mittlerweile der Letzte. Und hoffen wir, dass wir lernen, die richtigen Fragen zu stellen... also z.B. nicht, wann kann mein Kind wieder in die Schule, damit mein Alltag funktioniert, sondern... wann kann mein Kind in die Schule und was trage ich dazu bei, dass Schule anders wird und nicht darauf reduziert, das die Fehler der letzte Monate so ausgeglichen werden, dass wir unsere Kinder mit Nachhilfestunden (ein Kindertag hat auch nur 24h und Kinder müssen Zeit zum Nichtstun haben!!!) vollstopfen, um das "wiedergutzumachen", was wir jetzt versäumt haben. Der Weg zurück zu einem Alltag mit den geringsten Widerständen, dem wenigsten Aufwand und der schnellen Normalität (was ist normal??) ist ganz sicher nicht der, den man gehen darf, wenn man nur etwas genauer hingeschaut hat. Vielleicht ist das Ganze doch der Punkt, an dem man überlegen sollte, was das eigene Leben wirklich braucht, was ich bereit bin zu geben, welche Risiken ich gewillt bin einzugehen, was ich ungefragt hinnehmen darf und inwiefern ich die neue viel virtueller gewordene Welt für ein reales Leben nutze.

Also doch wieder massig Themen für den Blog, den wir zwischenzeitlich aus Ratlosigkeit schon fast zum reinen Backblog haben werden lassen... aber das sind wir eben nicht nur. Und trotzdem... backt euch glücklich... ab sofort gibts wieder regelmässiger neue Rezepte, die wandern meist still und leise in die Rezepterubrik... also einfach immer mal reinschauen:))

Torte für zwischendurch

Nicht immer ist Gelegenheit für eine ganze Torte, aber natürlich gibt es hier das eine oder andere Rezept, bei dem mehr als nur die beste Freundin dabei sein muss, um es zu schaffen, bevor so eine Creme oder frische Früchte nicht mehr schmecken. Und eine ganze Torte einzufrosten... das gibt zwar gerade das Wetter vor der Tür her, aber oftmals nicht der Tiefkühler.

Also haben wir beschlossen, ein paar der Tortenrezepte zu "schrumpfen" und diesmal ist es sogar ein hier noch nicht veröffentlichtes Rezept, das eigentlich nur die Backbuchkäufer in der Tortenversion haben.

Das Backbuch bekommt übrigens im Februar seine Nachauflage... wir führen gerade eine Bestell-Liste und informieren alle, sobald der Nachdruck raus ist. Die erste Auflage war weg, bevor es alle so richtig erfahren hatten, aber mit Nr.2 seid ihr ganz sicher rechtzeitig zur Osterzeit dran. Wahrscheinlich gibt es sogar ein Osterspecial extra, daran arbeiten wir gerade. Beides soll so erscheinen, dass genug Vorbereitungszeit für Ostern bleibt.

Weil im Moment oder vielleicht auch prinzipiell die kleinen Versionen gar keine schlechte Idee sind, haben wir die Apfelmus-Blaubeer-Torte aus dem Backbuch für euch in Gläser gepackt.


Bei der Wahl der Backform für die Minis entscheidet man sich am besten nach Sichtung der Zutaten... weil in der Apfelmus-Blaubeer-Torte einige flüssige Bestandteile sind und vielleicht auch nicht jeder dem Thema Gelatine vertraut, haben wir uns hier für die Gläser entschieden, die auch problemlos eingefroren werden können. Immer auch möglich: kleine Dessertringe, zumal wir den Boden vorher auf dem Blech gebacken und dann ausgestochen haben, also keine der Formen hier in den Ofen wandert.

Beim Essen der Miniversion hat sich gezeigt, dass die kleine Version im Unterschied zur großen gern direkt auf die Creme oder auch untergehoben entweder ein wenig gehobelte Zartbitterschokolade oder weisse Schokokugeln vertragen könnte.
Wir vermerken das als Option in den Zutaten.
Noch mehr Minitorten für den kleinen Hunger stehen auf dem Plan. Bleibt also wie immer neugierig:)

Küchengeflüster

27.November
(der Backkalender ist seit Tagen final im Druck)

Ohne rechten Plan sind im Verlauf dieses Jahres dieses Backbuch und ein Kalender entstanden. Corona Nr.1 hat uns denken lassen, wir hätten unendlich Zeit. Leider nicht auf dem Plan hatten wir all die täglich wechselnden Gegebenheiten und die damit einhergehenden kräftezehrenden Versuche, Beständigkeit in den Alltag zu bringen, die das Machen eines Buches gut hätte brauchen können.

Und auch nicht richtig auf dem Plan hatten wir, dass das ganze Vorhaben so kleinteilig würde. Gut so, denn vermutlich hätten wir uns sonst etwas anderes vorgenommen.
Die Rezepte mussten irgendwie erdacht, probiert (gut, dass man die Quote der Sachen verdrängt, die irgendwer gegessen hat, die es aber nie als Rezept in die engere Wahl schafften) und möglichst aufgeschrieben werden, bevor man vergessen hat, was die spontane Eingabe so hervorgebracht hat... Noch heute liegen Zettel herum, die keiner so recht einem Backwerk zuordnen kann... Das mit der Kreativität und dem Chaos scheint sich wirklich irgendwie zu bedingen.

Dann zerrt man VOR dem Anschneiden jedem, der eigentlich Appetit hat, den frischen Kuchen unter der Nase weg, weil ja das Foto noch her muss... die Geduld der Vorkoster war zum Teil unendlich. Dann Foto vom Anschnitt und dann ab in die Untiefen der Speicherkarte damit. Zwischenzeitlich wird klar, dass das nix wird, wenn sie nicht sofort sortiert und beschriftet werden, möglichst in Kombi mit dem passenden Rezept... das dann auch ins eigene Backheft geschrieben werden muss. Der Durchlauf der Rezepte und Gedanken zu neuen ist einfach zu groß.

Man selbst hat zu diesem Zeitpunkt das neue Rezept meist nur in einzelnen Komponenten gekostet und versucht nun, vom Gesicht der Vorkoster abzulesen, ob's so gut war, wie es aussah, gerochen hat... oder geplant war. So manches Rezept war alle, bevor man recht dazu kam, alles in Ruhe setzen zu lassen.

Und manche entstanden irgendwie mitten in der Nacht am Küchentisch, begleitet von Gesprächen über Gott und die Welt... eigentlich fast zufällig und gar nicht richtig zuende gedacht... der Schokomuffin mit Birnen ist ein solches Nachtgebäck, das ungläubiges Staunen bei mir verursacht hat, weil eigentlich nur übriggebliebener Schokoteig weg musste... alles andere ergab sich so...

Dem "sich ergeben" folgen Bildauswahl, Layout und gefühlt unendliche Korrekturen (danke an die, die sich das mit antaten)... fehlender Gesamtüberblick, nächtliche Nachrichten zwischen uns, gespickt mit Rezeptfragmenten, Bildern, die man am nächsten Tag nicht mehr richtig zuordnen konnte und dem Gefühl, dem anderen vollends auf die Nerven zu gehen mit sich ständig wiederholenden Fragen. Doreen fasste das Gefühl mal ganz gut zusammen mit dem Satz... wenn wir danach noch befreundet sind, passiert uns nie was... So wird es sein.

Es war also wunderbar, ergreifend, schwierig, voller Fragen, ohne Plan, köstlich... alles auf einmal. Und nun hoffen wir, dass andere ebenso verliebt sind, es sie ebenso packt und ihr inmitten von wunderbaren Gerüchen einfach ergriffen seid von dem, was ihr da tut. Wir haben versucht, die Rezepte so aufzuarbeiten, wie wir backen und so, wie wir es aushalten, zu planen. Eigentlich war das der schwierigste Part... wie soll ein Backbuch aussehen, mit dem es sich so backen lässt, dass man vom Rezept nicht allzusehr genervt ist.
Am Ende entstand die Zuordnung Arbeitsschritte-Zutat, bei der man selbst entscheiden kann, was man wie nacheinander oder vielleicht auch parallel oder ganz andersrum tut. Vom Machen her sind alle für jeden geeignet, der Lust aufs Backen hat... nur muss für manche Rezepte etwas mehr Geduld her als für andere.

Wir haben nie mit Zutaten gespart, denn mit Verzicht backen macht einfach wenig Sinn... Ottlenghi hat es mal auf den Punkt gebracht:
"DIESES BUCH ENTHÄLT SO VIEL ZUCKER, DASS WIR ES -JA, GENAU- FAST "ZUCKER" GENANNT HÄTTEN."
Hat er nicht... aber wir... fast...
So ist es nunmal... viel hilft viel beim Backen. Natürlich gibt es gute Rezepte ohne (beispielsweise) Zucker, aber wenn ich diesen der Süße wegen durch Datteln ersetzen möchte, dann nur an einer Stelle, an dem der Dattelgeschmack gut zu allem anderen passt und nicht, weil Zucker verboten ist... ebenso ist es mit Butter... nur deshalb immer einen Biskuit als Boden/Teig zu nutzen, weil da keine Butter drin ist, ist einfach nicht für jedes Gebäck sinnvoll. Und sich in der Vielfalt der Möglichkeiten einschränken zu lassen, ist einfach nicht unser Ding.
Für uns gibt es nur eins... voller Genuss mit allem, was uns in die Hände fällt. Deshalb sehen unsere Küchen wohl auch so aus, wie sie aussehen:))

Während der Backbuchzeit haben sich ganz nebenbei auch ein paar Sachen ergeben, die uns verändert haben... wir haben saisonal gebacken, wunderbares Papier entdeckt, mit dem man backen, verpacken und Essbares einfrosten kann (und das noch dazu gut aussieht), haben begonnen, Mehrwegmilchflaschen zu kaufen, weil die so gut zum Aufbewahren von Backzutaten taugen... Vieles ist achtsamer geworden, nicht nur der Blick auf das, WAS wir gebacken haben. Zu unschätzbaren Erfahrungen kommen also auch ganz praktische Aha-Effekte hinzu. Im Übrigen ist es ratsam, bei diesem Buch das Vorwort nicht zu überlesen... Alles, was nicht in den Rezepten steht, weil dann nur die Hälfte der Rezepte ins Buch gepasst hätte, steht im Vorwort. Es hat also wirklich praktischen Charakter und wäre es nicht nötig gewesen, hätten wir diese Seiten noch für Rezepte genutzt.

Und wenn man sich fragt, wieso das Ganze genau dieses Äußere bekam, dann ist es die wieder die Nutzbarkeit, die zur Entscheidung führte... Wer braucht schon Backbücher, auf die man volle Mehltüten stellt, damit sich die richtige Seite nicht verblättert und die man dann folglich nach dem 5, Backen nicht mehr richtig lesen kann.... Deshalb Papier, dass ein bisschen was aushält (der eine oder andere Teigklecks macht es nur besonders:)) und eine Ringbindung...

Der Kalender, der als erstes zu kaufen sein wird, war eigentlich nur als Versuch gedacht, weil genaugenommen dieses aufstellbare Format das perfekte Backbuch ist, aber eben kein Buch, was nicht jeder mag und darüber hinaus ein Querformat, auf das die aufwändigeren Rezepte nicht passen (und umblättern mit teigverklebten Fingern ist wiederum keine perfekte Idee). Als wir ihn dann in den Händen hielten, war es Liebe auf den ersten Blick und der Entschluss, dass es neben dem Backbuch einen Kalender geben wird, der aber statt 12 sogar 24 Rezepte haben wird, schnell gefasst.

Damit ihr bei all unserer Begeisterung und Erleichterung, dass es gelungen ist, die Wartezeit, bis das Buch zu haben ist, überbrücken könnt, hier einerseits ein paar Seiten aus dem Kalender zum schon einmal Hineinschauen.

Den Kalender gibt es ab 1.12. zu kaufen, ihr könnt aber bereits ab sofort bestellen. Wo und wie, gibt es ab morgen als Info hier auf dem Blog.
Das Backbuch braucht noch knapp 2 Wochen länger, schafft es aber rechtzeitig zur Vorweihnachtszeit. Auch das könnt ihr aber bereits bestellen, dann abholen, euch zusenden oder gleich als Geschenk versenden lassen... dazu morgen mehr. Die ersten kleinen Firmen haben Buch oder Kalender  als Weihnachtsgeschenk für ihre Mitarbeiter geordert... wir freuen uns riesig.

Und... für all die, die ein wenig frischen Input brauchen, hier ein Lieblingsrezept, das NACH Fertigstellung des Backbuches entstanden ist... also taufrisch und wirklich lecker ist... die wunderbare Mischung aus frisch-sauren Physalis und süßer frisch-fluffiger Creme ist ein Traum zwischen all den Adventsplätzchen, die sicher schon in euren Öfen vor sich hin backen.
Lasst es euch schmecken und seid neugierig auf das, was uns das letzte halbe Jahr etwas abgehalten hat, hier öfter zu bloggen. Für die Adventszeit haben wir schon etwas vorgearbeitet und werden euch wieder öfter mir der einen oder anderen Idee verwöhnen... gerade so, dass der Advent trotzdem noch besinnlich bleibt.:)