MENSCHEN

...und ein bisschen back to the routs


Dieser Blogpost wird Teil der Blogparade der Thüringer Bloggergemeinschaft von @thueringenbloggt in Kopperation mit @thueringen_entdecken.de.
Es geht geht um Entdeckungen in Thüringen. Ich habe mich nicht sehr weit auf den Weg machen müssen, um jemanden zu entdecken, der es mehr als wert ist, auch von euch entdeckt zu werden und dabei ein Stück Vergangenheit gefunden:)


Ich habe einen Termin, der eigentlich keiner ist, denn hier auf dem Dorf ticken die Uhren anders. Man kommt, wenn man kommt, geht oft durch offene Türen und fühlt sich selten wie Besuch. So geht es auch mir, als ich das große Tor vor mir herschiebe und mich darauf freue, was Heike mir zeigen will.

Heike Stephan lebt mit Hund Richard im alten Pfarrhaus von Löhma (so ziemlich am Ende von Thüringen... oder am Anfang??) und macht Kunst. Es ist ihrem offenen Haus und ihrem Leben mit Klaus Renft (Renft Combo) zu verdanken, dass sie hier jeder kennt. Nicht sicher bin ich mir, ob alle wirklich wissen, was für Schätze in diesem alten Haus zu finden sind.
Schon im Garten begegnet einem überall Kunst... nicht verwunderlich, weil viele der Dinge für genau diesen gemacht sind. Im Gartenhaus liegen noch Skulpturen, die frisch aus der Gießerei in Wurzbach kommen und auf den Feinschliff warten. Einige davon stehen schon in aktuellen Ausstellungen oder warten auf die Abholung durch Käufer, die die feinsinnige Art zu gestalten, die alle Arbeiten von Heike gemein haben, lieben.

Es ist schwer zu sagen, was Heikes wirkliche Ambition ist... sicher würde sie mir die Druckgrafik nennen, vielleicht auch nicht. Ich habe sie vergessen, das zu fragen, aber eigentlich ist das auch egal. Ob Drucktechniken, die dreidimensionale Arbeit an ihren Skulpturen, das Schreiben oder ihre Handarbeiten... es ist immer Heikes besonderer Zugang zu Worten, die irgendwo mitschwingen.

Ich werde begrüßt von einem überschwänglichen großen Hund, der mich zwar erst nach ein paar Minuten toll findet, uns aber keine Minute allein lässt in der Werkstatt. Heike holt das heraus, was sie mir zeigen wollte, woran sie seit vielen Monaten (2 Winter) bereits arbeitet und was jetzt  irgendwann fertig sein wird... wenn sich herausstellt, ob die beiden Flächen, die noch mit einem gedanklichen Fragezeichen versehen sind, nun noch Gestaltung brauchen oder bleiben dürfen, wie sie sind.

Das, was sich vor mir ausbreitet, fühlt sich an, als hätte Heike ein Märchenbuch geöffnet und beginnt, ein Märchen aus 1000 und einer Nacht zu lesen. Heikes Handarbeiten sind um vieles farbintensiver als ihre großen Grafiken und die Fülle an Farben, aus denen die Decke besteht, die ausgebreitet vor mir liegt, fühlt sich an wie Kindheit. Die Decke steckt voller Farbe, Formen, Figuren und Geschichten und es fühlt sich seltsam an, Heikes Grafiken, die da vor einem an der Wand hängen, sauber gestickt auf der flauschig weichen Wolle wiederzufinden. Ich stehe vor einer Handarbeit, die ich zwar von mit der Maschine bestickten Stoffen kenne, die mich aber in dieser Kombination völlig fasziniert... ganz abgesehen vom Inhalt.

Muster, Linien, Ornamente, Figuren und Texte tummeln sich auf dem wild bunten Untergrund, inspiriert vom französischen Dichter Lautréamont und den "Gesängen des Maldoror", der früh starb und Vorbild für viele Surrealisten ist, sowie ihren eigenen Texten.
Worte sind das, was Heikes Werk von jeher prägt... die den Untergrund für viele Arbeiten bilden oder sinntragend im Zentrum der Gestaltung stehen. Schrift ist überall... eigentlich auch überall im Raum, in den Gesprächen, den Plänen, Gedanken. Alles trifft sich am Ende im Wort.
Und dabei beginnt es oft sehr schlicht, nämlich mit einer Sache, die entsteht, wenn der Tag um ist, der Kopf zu leer für große Taten.


So, wie die Decke sich auch erst zu dem entwickelt hat, was sie jetzt wird, wartet beispielsweise dieses gestrickte Quadrat auf das, was da kommt. Der erste Schritt ist gemacht... es gibt eine vage Ahnung davon, was irgendwann zusammenfinden soll... nämlich die Lithografie, die auf der Strickerei liegt.
Schon hier treffen sich wieder Handarbeit, bildende Kunst und Musik... anzunehmen ist, dass da die Literatur nicht fern ist. Und so schwingt im Raum immer irgendetwas von allem... steht Heike vor ihren Drucken, zeigt mir dazu Fotos von Skulpturen, die gerade in einer Ausstellung sind und sinnt darüber nach, ob es möglich ist, mit Computertechnik die Welt ihrer Bilder dreidimensional zu betreten... vielleicht umrahmt mit einer Lesung, also dem gesprochenen Wort.

Und Lautréamont, der wartet in seinen Texten auf der Decke darauf, dass sich ein Komponist findet, der in seiner eigenen Art das zu vertonen weiß, was schon in den Stickereien eine völlig neue Seite zeigt.

Ich bin hingerissen, wie viel Vision sich mir hier auftut, wie sich die Künste gegenseitig stützen und bereichern und das eine aus dem anderen entsteht. Einfach nur so. Und es erinnert mich daran, dass es mir manchmal fehlt, mich dieser Art zu empfinden und sich auszudrücken hinzugeben. Im Moment stehen die Farben im Keller... vermutlich nehmen sie es mir eh schon übel, dass ich sie seit Jahren keines Blickes würdige... und die Leinwände auf dem Boden. Und nein... es ist nicht die Zeit, die mich hindert, es sind einfach andere Dinge, die meine Kraft binden und es gibt Momemte, da macht es mich traurig, dass ich hier sitze und auf den Tasten herumklappere, anstatt mir die Zeit zu nehmen, selbst mal wieder etwas entstehen zu lassen... einfach so aus mir heraus, weil Bilder das sind, was sicherlich auch Fotos könnten, würden wir sie nicht zu Tausenden in Wolken lagern und schon beim Gedanken daran, ein bestimmtes suchen zu wollen, Stress verursachen. Bilder haben einen Platz, sie drängen sich nicht auf, sind still ganz einfach da und begleiten das Leben... und... bei jedem habe ich den Moment vor Augen, in dem sie entstanden. Ich weiß, wie es sich angefühlt hat, wie es war, die dritte Farbschicht in eine unkenntliche Pampe verdorben zu haben, aus der dann am nächsten Tag mit etwas Abstand doch noch genau das wurde, was eben diese Pampe gebraucht hatte... die Traurigkeit, Melancholie oder Freude sind einfach schwupps wieder da, wenn ich sie ansehe...

Vielleicht liegt es daran, dass zwar auch Fotografieren ein Prozess ist, allerdings ein viel kürzerer, der gar nicht so viele Emotionen binden kann, wie Kunst, die viel vielschichtiger in ihrer Entstehung war. Noch heute ist in mir das Gefühl, nachts in der Straßenbahn zu sitzen, zufrieden mit nach Verdünnung riechenden Händen, die genau nach einer Woche dann endlich nicht mehr rabenschwarz waren, wenn der nächste Termin in der Tiefdruckwerkstatt anstand. Zu sehen, wie im Prozeß das zum Bild und greifbar wird, was man in sich fühlt, ist so intensiv, dass es sich einprägt.

Genau das finde ich in Heikes Werkstatt wieder, ihre Drucke erinnern mich an damals und lassen so ein ganz klein wenig Wehmut aufkommen... aber es ist ja nicht aus der Welt... denn wenn man will und nicht gerade Projektarbeit angesagt ist, kann man Heike anfragen, um bei ihr zu arbeiten. Kann man einen kleinen Blick erhaschen in die Welt des Tiefdruckes.

Nachdem ich die Decke fast weggestreichelt habe mit den Fingern (es fühlt sich wirklich unfassbar an... diese feinen Stickereien auf der weichen Wolle), bringt mich Heike zu den Skulpturen im Gartenhäuschen, die auf die nächste Runde warten. Heike ist immer wieder Arbeitsgast in der Heinrichshütte in Wurzbach, die der normale Besucher zum Schaugießen betritt. Immer wieder arbeitet sie selbst oder mit Gruppen dort. Ich selbst war vor 3 Jahren einmal mit dabei (wir haben auch darüber geschrieben hier auf dem Blog) und es sind wunderbare Bilder entstanden, die einen entführen in die Welt unserer Großväter... in traditionellem Eisenguss entsteht dort Kunst, die jetzt im Gartenhäuschen darauf wartet, versäubert und aufgestellt zu werden, um dann hoffentlich genau den richtigen Platz in einem Garten finden zu können. Hier die Bilder von damals... sie zeigen auch Arbeiten von Heike.

Als ich mich mit all den Bildern im Kopf auf den Heimweg mache, frage ich mich, ob auch nur irgendwer hier eine Ahnung hat, wie produktiv es hinter den Mauern des alten Pfarrhauses zugeht, welche Fülle und Überraschungen es dort zu finden gibt. Es gibt unfassbar viel Interessantes zu finden, im wirklich kleinsten Winkel Thüringens. Und ich bin irgendwie stolz darauf, das heute alles so nah erlebt zu haben. Und vielleicht ist der Weg in den Keller und auf den Boden ja doch demnächst mal wieder drin... und wenn es einfach nur dafür ist, wieder einmal einen Ankerpunkt in meinen Erinnerungen zu setzen, einen, der jedes Bild ist, das Umzüge, Meinungswechsel oder auch manchmal Platzmangel (oder das Verleihen, wenn jemand ein Bild für eine Zeit bei sich haben mochte... eines hängt noch bei meinen Eltern... und eigentlich kann es gut ihnen gehören, weil die Erinnerung, die mit ihm in Verbindung steht, ja hier geblieben ist:) überstanden hat.

Heike Stephan

seit 1985 bildende Künstlerin, freischaffend - Mitglied des VBK Th., BBK

1989 Idee und Organisation der Mauergalerie (East Side Galerie) in Berlin, 3 Jahre Dozentin an der Universität der Künste in Berlin
Ausstellungen bis 2021:  Suhl, Weimar, Dresden, Berlin, Malta, New York, Washington, Basel, Karlsbad, Bonn, Leipzig, Erfurt,
Schleiz, Pößneck...
Kunstbücher im Besitz der Bayrischen Staatsbibliothek München, Berliner Landesbibliothek, Deutsches Literaturarchiv in Marbach,
Edition Galerie auf Zeit, Berlin, Schloß Burgk Schleiz, Anna Amalia Bibliothek in Weimar,
Aktuelle Ausstellungen:
bis 15. 8. 2021 in der Galerie im Malzhaus, 24. 9. - 6. 11. 2021 Galerie im Bürgerhaus in Zella Mehlis,
ab 14. Oktober 2021 in der Galerie in Bad Langensalza,
Symposien
zum Erlernen der Druckkunst finden jährlich statt.
Anmeldungen nach Absprache.

Kontakt
heike.e.m.stephan@gmail.com
Tel. 03663 420549

 

 

schön

in dieser Woche... ein Besuch bei Alina Kroll und den Unstrutlamas. Der war besonders schön und hat uns mal wieder daran erinnert, was schön, besonders oder auch eben besonders schön ist.

Das betrifft vieles... die Vorfreude von Alina auf unseren Besuch, den Ort, an dem man auf die Lamas trifft, die ganze Atmosphäre, die Art, wie Alina den Gästen und ihren Lamas begegnet und vieles mehr. Und dabei waren wir noch nichtmal einfache Gäste, weil wir den Besuch als Übungseinheit für unsere Hunde geplant hatten, die nicht unbedingt Juhu schreien, wenn es um fremde Menschen oder langbeinige Tiere geht, die sie nicht kennen.

Bei den Lamas ist man für alles offen. Für die, die kommen, für das, was passiert. Es gibt keinen strikten Plan, nur eine einzige Regel: die Lamas sind der Chef.
Das macht vielfach Sinn... natürlich im Sinne des Tierschutzes UND besonders auch im Sinne derer, die kommen, weil man vielleicht ja anders geht, als man gekommen ist. Wenn man etwas mitnimmt, dann vor allem Achtsamkeit. Eigentlich allem gegenüber... den Tieren, dem, was man erlebt und den Leuten, die mit einem unterwegs sind.

Lamawandern an der Unstrut gibt es schon 10 Jahre... lange, bevor die Lamas Einzug auf dem Sticker-, Plätzchenformen- und T-Shirtmarkt gefunden haben. So eine Trend ist ja nicht immer hilfreich... die Geister, die man rief... in dem Fall heißt das, dass auf dem einen oder anderen Grünland nun Lamas stehen statt Ziegen oder Schafe. Und mit den Lamas kommen die Lamawanderungen, von denen es jetzt die und eben die gibt.

Wenn man genau hinschaut, sieht man den Unterschied, aber dazu reicht es nicht, eine Preisliste zu vergleichen oder den nächstgelegenen Anlaufpunkt zu nehmen. Was die Unstrutlamas unterscheidet, sind viele wesentliche Punkte, die sicher am Ende auch dazu führen werden, dass sie sich weiterentwickeln werden, weil sie mehr zu geben haben, als das Wort wandern beinhaltet.
Die Lamas kommen aus schlechter Haltung und sind in Herbsleben im Paradies gelandet. Nicht nur lokal gesehen, denn der Gartengrundstück direkt an der Unstrut, in dem sie wohnen dürfen, ist wirklich paradiesisch.

Vielmehr ist es die Art der Haltung und des Umgangs mit den Tieren, die mich immer wieder überzeugen würde, genau da zu wandern. Gewandert wird in kleinen Gruppen, sodass wirklich die ganze Gruppe immer überschaubar ist und auf Unvorhergesehenes reagiert werden kann.
So begegnet uns ein freilaufender Hund und wenn ich mir vorstelle, im freien Gelände mit einer großen Gruppe unterwegs zu sein und dort genau diese Situation: -Lamaherde, Hunde und freilaufender Hund ohne Besitzer- klären zu müssen, wird mir schon ein wenig mulmig. So war sofort Stopp, alle begriffen das auch ebenso schnell, weil jeder die ganze Gruppe selbst überblicken konnte. Kein Hundedrama, das die Lamas aufregen konnte, keine blöde Situation für die Gäste der Lamawanderung... schon mit 2 Lamas mehr oder der Aufmerksamkeit auf eine viel größere Gästegruppe wäre das schwer möglich gewesen.

Ebenso fand ich die Entscheidung, sich an den Lamas zu orientieren, wenn es darum geht, wo die für sie fremden Hunden (die eigenen sind kein Thema) am besten mitlaufen, damit sie keine unnötige Unruhe in die Herde bringen, sehr angenehm für alle. Selbst das vorn laufende Lama Oskar, das nicht die besten Hunderfahrungen hat, blieb gechillt, weil es die voranlaufenden Hunde gut im Blick behalten konnte. Gegenseitiger Respekt geht genau so. Wer von den Gästen hingeschaut hat, hatte gelernt.

Die Lamas werden an der Unstrut immer zu zweit geführt... ein Vorteil für die, die doch etwas Respekt vor der Aufgabe haben. Unterwegs futtern dürfen sie nur nach Ansage von Alina und Leckerlis gibts aus dem Futterbeutel der Lamas... nämlich kleine gepresste Heupellets.
Mir war die Ruhe der ganzen Wanderung sehr angenehm. Wenn die Lamas es wollten, gab es Pause, in der sie auch wirklich ihre Ruhe hatten... was ich für die Gäste schade fand, war, dass nur ein Teil derer die Wanderung voll genießen konnte... das waren die, die ihr Smartphone nicht im Dauerbetrieb hatten. Ich war als Fotograf dabei... wie einfach wäre es gewesen, mich um Bilder zu bitten?
Wir sind wirklich sehr geübt mittlerweile darin, alles zu dokumentieren und zu teilen... auch Erlebnisse, die für uns ein weitaus kleineres ist, weil wir damit beschäftigt sind, es möglichst groß zu machen, um es teilen zu können.
Was uns dabei entgeht, ist der Zauber, den die Tiere ansich haben. Sie sind völlig ruhend und irgendwie geht alles in einem schön langsamen Tempo vor sich... und jede Bewegung bringt eine andere, meist wirklich komische Mimik hervor, die einem immer ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Es ist ganz einfach schön, so wie Pippi Langstrumpf nur dazusitzen, die Beine baumeln zu lassen und zu schauen. Zu diesem Moment finden die wenigsten.

Eigentlich ist Lamagucken wie Bäume umarmen oder meditieren und vielleicht solltet ihr, liebe Unstrut-Lamas, genau das in euer Angebot aufnehmen. Ich fürchte, man muss so ähnlich wie beim Waldbaden (man kann auch Waldspaziergang dazu sagen) einen In-Begriff dafür finden, damit man nicht mehr erklären muss, dass das toll ist.
Aber vielleicht findet sich der eine oder andere hier, der einfach mal runterkommen muss und Alina und ein Lama bucht und sich auf eine Wanderung mit laaanger Pause und Lamagucken begibt. Man muss dazu nicht in die Berge fahren, wenn man sich den Weg gerade kürzer machen will... das Gute liegt manchmal ganz nah.

Was mich auch sehr beeindruckt hat, war die Klarstellung, dass die Lamas kein Streichelzoo sind... die wollen nicht gedrückt, gehätschelt oder von hinten übergriffig angefasst werden... ebenso wie jedes unserer Haustiere, das fälschlicherweise oft genau dafür angeschafft wird. An dieser Stelle beginnt für mich Tierschutz... bei der Achtung und dem Respekt vor der natürlichen Veranlagung und den Bedürfnissen dieser Tiere. Klar ist, wenn die Lamas anders reagieren, als wir es erwarten, haben sie sich meist die Menschen entweder nicht an die Regeln gehalten oder nicht gehört, was über die Eigenheiten des einzelnen Tieres, das man zum Führen bekam, gesagt wurde.

Also alles in allem wirklich eine Zeit der Achtsamkeit und des gegenseitigen Respekts, wenn man das sehen wollte. Für mich war das besonders... gerade weil die Tiere im Mittelpunkt standen und nicht sein mussten, was die Mensche von ihnen erwarten, sondern das, was sie sind. Unsere Hunde mussten nichts, was sie nicht leisten konnten, die Lamas ebensowenig und alle kamen prima miteinander klar. Und... ihre Menschen waren entspannt und mussten ebenso nichts, was sie nicht wollten. So stelle ich mir Miteinander vor.

Und genau das ist es übrigens auch, was die Lamas oder auch alle anderen Tiere zu Therapietieren macht, die die Lamas nämlich sind.
Wir können dadurch, dass wir sie beobachten, ihr Miteinander wahrnehmen und sie in ihrer Art, Dinge zu tun respektieren für unser Leben lernen. Da finden sich Tiere, denen es unangenehm ist, wenn man sich auf überraschende Weise nähert oder die ungefragte Berührung einfach übergriffig finden und sich... entgegen uns Menschen... sofort mit Körpersprache reagieren.
Sie lehren uns so, uns zu zeigen und Verständigung zu vereinfachen... durch nonverbale Kommunikation, eindeutiger Körpersprache und Respekt.
Stattdessen bezahlen wir in der Menschenwelt Coaches, die uns lehren, Körpersprache dazu einzusetzen, unser Gegenüber zu manipulieren und zu verwirren. Was letztlich passiert, ist Vertrauensbruch und es bedeutet viel Arbeit, wenn man den wieder wett machen will und etwas, was die, die auf diesem Weg unterwegs sind (warum auch immer) vielleicht nicht einmal verdienen.

In der Welt der Tiere wird kein Bild gemacht, zeigt man sich so, wie man ist und wird bestenfalls genau so angenommen. Auch in der Welt der Menschen trifft man die, die in die eigene Welt passen. Zu lernen, diese von denen zu unterscheiden, die es nicht tun, ist in unserer Welt weit schwerer, weil wir geschult sind, uns zu verbergen. (Treffen wir allerdings auf genau diese Menschen, heißt es eben lernen und vielleicht, an sich selbst das zu entdecken, was es diesem Menschen möglich gemacht hat, zu täuschen... ich selbst sortiere gerade ein bisschen schweren Herzens aber mit Erleichterung aus... befreie mich ENTtäuscht von meinen eigenen Täuschungen, die nichts anderem als meinen eigenen Wünschen entsprangen und fühle mich freier. Alles in allem eine Zeit, die es im Tierreich nicht gibt, was eben diese zu guten Lehrmeistern unserer selbst machen.)

Zum Thema tiergestützte Arbeit erfahrt ihr übrigens auf der Website der Lamas so einiges... was die nämlich auch von anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass ihre Chefin Alina pädagogische Ausbildungen hat, die Dinge im Ganzen sieht und natürlich ständig die Augen offen hält, was neueste Entwicklungen betrifft. Ihr findet auf der Website auch einige Onlinangebote für die, die an tiergestützer Arbeit interessiert sind. Zu wünschen wäre, dass das Thema noch mehr in unseren Fokus rücken würde, weil Tiere so manches Mal die besseren Therapeuten sind.

Wir werden dazu demnächst auch eine Thüringer Ergotherapiepraxis begleiten, die bereits einen Therapiehund führt und ab dem kommenden Jahr einen zweiten ausbildet. Der eine oder andere wird vielleicht für sich darin eine Lösung für ein Problem finden, für das es bisher mit herkömmlicher Therapie nicht zu lösen war.

Danke also für alles... liebe Alina und ihr Lamas... wir waren vollkommen platt... aber glücklich platt. Das sind so Tage, an denen man glücklich geschafft ins Bett fällt und noch dazu das Gefühl hat, man hatte eigentlich einen Tag Urlaub:)

Und... hier geht’s direkt zu den Lamas: www.unstrutlamas.euwww.unstrutlamas.eu

Im Leben vieler Frauen

Wir lieben sie ja... die guten Geschichten, die es natürlich immer und überall gibt, wenn man sie finden will.
Eine, die uns gerade begegnet ist, heißt "hello bride on tour". Und... es ist eine Thüringer Geschichte.

hello bride hat seinen Sitz im Stadtzentrum von Pößneck, ein wunderbar individuelles Brautlädchen und einer Besitzerin mit einem riesigen Herz für das Glück der Bräute.

Sabrina Brussock hat sich mit dem Lädchen einen Traum erfüllt und ist, wie wir alle, mitten in eine sehr holprige Zeit gerutscht. Aber sie ist eine von denen, die Probleme als Herausforderung nimmt und einfach die trüben Gedanken auf den Kopf stellt wie ein Frust-Emoji, aus dem dadurch ein Lachendes wird. Was Viele nicht wissen ist, dass so ein Brautmodenladen nichtmal einfach so eröffnet werden kann, sondern enorm viel Vorplanung bedarf, die nicht nur inhaltlicher Natur ist.
Was auch wir nicht wussten... alles, was in solchen Läden hängt, ist keine Kommissionsware. Das heißt, jedes einzelne der Anprobekleider muss gekauft werden und kann nicht zurückgegeben werden, muss also sinnvollerweise in den Abverkauf, denn nach einer Saison kommt die nächste, noch aktuellere Saison. Was das heißt, kann man sich zusammenreimen. Es ist also nicht immer nur rosa, was glitzert, aber Traum ist Traum und in den investiert Sabrina gerade viel Mut und gute Ideen.

Die neueste Idee heißt "hello bride on tour"
Normalerweise kann sich Sabrina jetzt, mitten in der Saison, kaum vor Terminen retten. Aber dieses Jahr gibt es eben wie schon Ende letzten Jahres, als gerade die neuen Kollektionen für die Bräute 2021 geliefert wurde, dieses ABER.

Aber heißt... keine Beratung im Laden. Also kommt nun das, was sonst im Laden stattfindet, zur Braut nach Hause. Dass das bei dem Wert der Kleider und mit dem Wissen, dass die meisten der Kleider, die nun nach Hause zur Anprobe geliefert werden, genauso unversehrt wieder ins Zuhause der nächsten Braut gelangen müssen, nicht einfach ist, war klar. Deshalb gibt es ein paar Regeln für die Zuhause-Anprobe, damit jede künftige Braut nahezu das selbe Anprobeerlebnis haben kann, das sie auch im Laden hätte.

Die Atmosphäre des Ladens ist nicht zu ersetzen, ebensowenig der Luxus, mehr als einen Berater dabeihaben zu können.
Jetzt darf nur eine Person mit rein oder die engste Familie. Damit das überhaupt möglich ist, bleibt Sabrina draußen und schaltet sich per Videochat in die Anprobe, gibt Tipps, stellt die richtigen Fragen und unterstützt moralisch und mit all ihrer Erfahrung. Und natürlich hoffen alle, dass sie dann im Frühjahr oder Sommer bei den ersten Hochzeiten wieder live dabei sein kann und der Braut beim Ankleiden hilft.

Wie genau "hello bride on tour" abläuft, erfährt man bei einem Blick auf Sabrinas Website www.hello-bride.net, dort kann man sich auch für einen Termin anmelden. Nach einem Vorgespräch, was nötig ist, um sich ein Bild von den Wünschen der Braut zu machen, liefert Sabrina 5 Kleider zur Anprobe nach Hause, die dann per Videochat begleitet wird. Den Mehraufwand nimmt Sabrina gern in Kauf, weil eine Braut, die in diesem Jahr heiraten will und wirklich vom schönsten Tag in ihrem Leben träumt, vermutlich verzweifelt jede Verlängerung der Schließung der Läden beobachtet. Selbst weiter entfernt wohnende Bräute würde sie mit Kleidern "beliefern", was deutlich Druck aus den Schwierigkeiten der Hochzeitsplanung 2021 nimmt.

Also eine klare Empfehlung von uns für die Bräute diesen Jahres... genießt dieses Angebot und begebt euch beruhigt in die Hände von Sabrina, die euch mit Sicherheit zu einer wunderbaren Braut machen wird. Damit auch ihr sie ein bisschen näher kennenlernen könnt, haben wir ihr Fragen gestellt... Sie hat sich die Mühe gemacht, ausführlich zu antworten... seid gespannt. Ihr findet diese ganz unten, direkt unter den Kontaktdaten, die ihr natürlich unbedingt weitergeben müsst, wenn ihr von einer Braut gehört habt, die keine Ahnung hat, wie sie die Sache mit dem Kleid geregelt bekommt. In bessere Hände kann sie kaum geraten.. wir zumindest sind begeistert:)

hello bride
Sabrina Brussock
Saalfelder Straße 2
07381 Pößneck

kontakt@hello-bride.net
mobil: 01522 - 20 40 962
www.hello-bride.net

Liebe Sabrina...hier unsere Fragen an dich:

Wachst du früh im Bett zwischen einem Stapel Brautmodenzeitschriften und Stoffmustern auf?
So ähnlich :-), da ich mich seit meiner Jugend für Brautmoden interessiere, ist da schon einiges zusammengekommen.

Wie wird man Besitzerin eines Brautmodenladens und was ist für dich besonders an diesem Job?
Ich habe meinen Traum nie aufgegeben und immer daran festgehalten. Nach 23 Jahren habe ich mir ihn endlich erfüllt.
Man braucht natürlich wie bei allen anderen, die sich in die Selbstständigkeit wagen, Mut, Stärke und auch ein gewisses Durchhaltevermögen, da man sich ja auch erst einmal etwas aufbauen muss. Das geht nicht von heute auf morgen.
Und auch ich wollte mich in der Arbeitswelt beweisen, um mir wichtige Sachen zu erarbeiten, wie kaufmännisches Wissen, spezifisches Fachwissen und zu guter Letzt natürlich auch das Startkapital, das im Brautmodenbusiness nicht gerade klein ist, da man sich die Kleider alle kaufen muss. Es gibt keine Kommission.
Ich liebe alles an meinem Job und das Ganze ist eher meine Leidenschaft und Berufung als Arbeit. Beratung steht bei mir immer an oberster Stelle. Ich möchte in einer Wohlfühlatmosphäre meinen Bräuten und ihren Liebsten eine unvergessliche und fachliche kompetente Beratung bieten - für den schönsten Tag im Leben einer Frau. Und sind wir mal ehrlich, für die Frau ist das Wichtigste an der Hochzeit auf jeden Fall ihr Brautkleid.

Was inspiriert dich?
Meine Bräute inspirieren mich immer aufs Neue. Jede erzählt ihre eigene Geschichte. Ich bin so dankbar dafür, diese Berufung ausüben zu dürfen. Ich finde den persönlichen Kontakt besonders wichtig, um jeder Braut zu Ihrem Traumkleid zu verhelfen.

Ist es wichtig, einen bestimmten Stil zu haben oder braucht es in einem solchen Laden eher Kleider querbeet und in allen Farben?
Manche spezialisieren sich auf einen bestimmten Stil (z.B. Boho), aber meine Erfahrung zeigt, dass das im ländlichen Raum nicht so gefragt ist, wie in einer Großstadt. Bei mir findet die Braut deshalb alle möglichen Stilrichtungen ob Vintage, Boho, Prinzessin, die klassische A-Linie oder natürlich auch Curvy-Kleider. Aber auch die Farbe darf nicht fehlen... in diesem Jahr geht der Trend in Richtung Champagner.
In meinem Store kann sich die Braut unter ca. 100 verschiedenen Kleidern unterschiedlicher Hersteller ihr Traumkleid aussuchen.

Verändert sich Brautmode?
Ja, auf jeden Fall. Aber nicht so extrem schnell, wie bei unserer Alltagskleidung. Die meisten Hersteller bringen im Frühjahr ihre neuen Kollektionen heraus und präsentieren diese auf Messen, bei denen ich als Brautmodenausstatterin die Ware einkaufe. Geliefert wird sie aber erst ein halbes Jahr später. Es gibt natürlich auch Hersteller, die 2 neue Kollektionen im Jahr herausbringen. Dieses Jahr geht der Trend Richtung Spaghetti-Träger und leicht fließende Stoffe (Softtüll) und Farbe (Blush, Champagner, Nude). Auch transparente Corsagen mit viel Spitze sind sehr angesagt.

Sind Bräute schwierig?
Ein klares Nein. Ich finde jede Frau hat ihren eigenen Stil und möchte zu ihrer Hochzeit die Schönste sein. Da ist es nur legitim, sie ausführlich mit viel Geduld, aber auch mit viel Herz zu beraten. Es geht ja schließlich um den größten Tag im Leben einer Frau und auch um viel Geld. Im seltensten Fall ist das erste Kleid, das sie anzieht, auch ihr Traumkleid. Also kann eine Beratung auch schon mal bis zu 3 Stunden dauern. Für mich ist es aber wichtig, dass die Braut sich schön findet und zu 100 % hinter ihrer Entscheidung zum Kleid steht.

Du bist viel auf Instagram unterwegs... oft findet man da deine Bräute draußen oder in besonderen Locations. Warum nutzt ihr nicht ausschließlich Herstellerfotos?
...weil ich gerne in jedes der Kleider noch meine persönliche Note bringen möchte. Die Fotos der Hersteller sind wunderschön, aber manchmal sehe ich ein Kleid an einem bestimmen Ort oder mir gefällt ein Detail am Kleid besonders gut. Das versuche ich über die Shootings hervorzuheben.

Wo findest du Models für deine Shootings und was ist das macht Shootings für dich besonders aufwändig?
Nun, ich kenne zum einen viele nette Frauen, die ich dann gefragt habe ob sie da Lust darauf hätten, bekomme aber auch sehr viele Zuschriften. Für meine Curvy-Kleider habe ich aber auch schon mal einen Aufruf über Instagram gestartet. Soviel kann ich verraten: "Nein" zum Modeln hat bis jetzt noch keine gesagt :-).
Der Aufwand unterscheider sich, je nachdem, ob im Laden oder außerhalb geshootet wird. Bei einem Vintage Shooting im Herbst draußen habe ich da schon alle Hände voll zu tun. Angefangen von Fitting Terminen mit den Models im Voraus, bis hin zur Umsetzung am Fototag ist es schon immer ein enormer Zeitaufwand. Aber das mache ich sehr gern für schöne Fotos.
Da geht auch ein großer Dank an meine Models und die Fotografen, die immer Zeit haben und alles mitmachen. Wir haben da immer viel Spaß.

Wie bringst Du mich in das Kleid in dem ich wirklich perfekt aussehe?
Als allererstes lerne ich dich natürlich etwas kennen und du erzählst mir, was du dir so vorstellst. Daraufhin gehen wir in meinem Laden auf Suche. Wir starten meist erst mal mit 3-5 Kleidern in der Vorauswahl.
Wichtig ist mir, dass du aber auch mal verschiedene Stile probierst. Denn ein Kleid angezogen ist etwas ganz anderes, als auf dem Bügel. Ich frage immer zum Anfang der Beratung, ob auch ich ein Kleid als Vorschlag einbringen könnte, da ich mir meist gleich in den ersten Minuten etwas Passendes an Dir vorstellen kann.
Mit ein wenig Hilfe von mir, bringst "DU" dich aber in das Kleid, in dem du perfekt aussiehst.

In welchem Kleid würdest du noch einmal heiraten und wie sah dein Kleid aus?
Das ist eine schwierige Frage, da mir so viele Stile gut gefallen. Aber momentan gefällt mir der romantisch verspielte Stil sehr gut... mit viel floraler Spitze und einem schön fließenden Softtüllrock... und das Ganze am liebsten in der Farbe Blush.
Mein Brautkleid dagegen war das komplette Gegenteil, aber trotzdem wunderschön. Dazu muss ich sagen, dass ich vor über 15 Jahren geheiratet habe... da war der Trendstoff noch Satin. Mein Kleid war ein trägerloses Corsagenkleid mit Herzausschnitt aus Satin. Sehr klassisch, ich würde es aber immer wieder tragen und es ist bis heute mein Traumkleid.

Wer begleitet die Bräute in den Laden und gibt es die filmreifen Tränen wie im Fernsehen, wenn es DAS Kleid ist?
Meist werden die Bräute von ihren engsten Herzensmenschen begleitet, ob Mama, Oma, Schwester, Bruder, Trauzeugin oder beste Freundin. Aber auch die Kinder der Braut, insbesondere die Söhne, waren schon häufiger bei mir im Laden. Ich finde, das ist für die Mutter (die Braut) immer etwas ganz Besonderes.
Ob geweint wird wie im Fernsehen? Das ist ganz unterschiedlich. Jeder Mensch ist ja anders und einige weinen, sobald sie sich in ihrem Traumkleid sehen, manche dagegen sind nicht so nahe am Wasser gebaut. Was aber auch völlig ok ist. Die meisten denken nur immer, dass sie weinen müssen. Aber jeder Mensch bringt seine Emotionen anders zum Vorschein. Natürlich habe ich mir auch schon das ein oder andere Mal die Tränen nicht verkneifen können, da ich mich immer mit jeder Braut so sehr freue, wenn sie ihr Brautkleid gefunden hat.

Hast du von jedem Modell in deinem Laden verschiedene Größen vorrätig oder wie kommt die Braut ins perfekt passende Kleid?
Nein, die Kleider bei mir im Laden sind meist Probierkleider. Das bedeutet, wenn eine Braut sich entschieden hat, bestelle ich dann ihr Kleid in ihrer Konfektionsgröße beim Hersteller.
Natürlich kann es auch vorkommen, dass es bis zur Hochzeit nicht mehr so lange hin ist und die Zeit für eine Bestellung (zwischen 3-6 Monaten) nicht ausreicht. Dann besteht natürlich auch die Möglichkeit, ein Kleid aus dem Laden direkt zu kaufen.

Was ist das absolute No Go bei einer Anprobe?
Das ist eine Frage die ich nicht so gern beantworte, weil ich keinem zu nahe treten möchte. Ich finde, jede Braut soll sich im Vorhinein bewusst sein, wen sie mitnimmt zur Anprobe. Meine Empfehlung ist, nicht mehr als 3 Begleitpersonen dabei zu haben, die der Braut sehr nahe und ihr unterstützend zu Seite stehen. Umso mehr Meinungen, desto schwieriger wird es für die Braut, denn schließlich will sie ihr Traumkleid finden.
In Corona-Zeiten habe ich auch sehr viel Bräute gehabt, die alleine zu mir gekommen sind oder nur mit einer einzigen Begleitperson. Viele haben hinterher zu mir gesagt, dass es ganz toll war, nur auf sich und sein Herz zu hören... also durchaus eine Option für alle zukünftigen Bräute.

Können Bräute auch am Tag ihrer Hochzeit auf deine Hilfe hoffen?
Natürlich. Ich biete einen sogenannten Ankleideservice an. Das bedeutet, ich komme am Tag der Hochzeit mit dem frisch aufgebügeltem Kleid und helfe der Braut beim Anziehen des Kleides, dem Strumpfband oder auch beim Anlegen des Schmuckes. Meist haben die Trauzeugin oder die Brautmutter alle Hände voll zu tun und die Braut hat keine Hilfe. Gerade bei Schnürungen oder vielen Knöpfen braucht man aber eine ruhige und routinierte Hand und jemanden, der bei Problemchen einen kühlen Kopf behält.

Was sind deine arbeitsreichsten Monate?
Definitiv von Oktober bis März, denn da ist Hochsaison und alle sind auf der Suche nach dem perfektem Brautkleid.

Es gibt ganz frisch "hello bride on Tour". Was beinhaltet das Konzept und worauf freust du dich besonders?
Da ich ja leider nicht wie gewohnt meinen Laden öffnen kann, musste ich mir etwas überlegen, wie die Bräute, die 2021 heiraten möchten, trotzdem an ihre Kleider kommen. Deshalb biete ich diesen besonderen Service an und freue mich darauf, viele nette Frauen kennenzulernen und sie bei der Brautkleidsuche zu unterstützen.


Und hier: Sabrinas Lieblingskleider der aktuellen Kollektion:) Ein Klick auf die Bilder öffnet sie komplett:)

Einen lieben Dank an Sabrina und ihre Geduld:)
Falls ihr gerade eure Hochzeit plant...genießt diese besondere Zeit!

 

...und undbedingt unterstützenswert

...ist die Arbeit von Katja.

Ab und an treffen wir ja Menschen, die Dinge tun, die sie nur deshalb machen, weil sie ihr Herz an die Sache verloren haben...nein... sie werden nicht reich damit, es ist oftmals nicht ihr wirklicher Job, sie versemmeln sich damit Wochenenden, die Nachtruhe und wenn's Not tut vermutlich auch den Urlaub.

Wer tut denn sowas???
Gottseidank Menschen wie Katja Culbertson, der irgendwann mal ein paar Vierbeiner so das Herz geklaut haben müssen, dass sie jetzt mit Mann und der Redhousegang zusammen in Gera lebt und wenn sie nicht gerade parallel zu den 6 eigenen Hunden, auch noch 8 Hundewelpen samt Mama und eine nicht sehr soziale Katzenmama samt frisch geschlüpfter Babys bei sich aufnimmt, Tiere sucht.
Bei Wind und Wetter und zu jeder Tageszeit... und solange, wie es eben dauert. Und manchmal dauert es.

Katja ist Pettrailerin und wer schon einmal seinen liebster Vierbeiner suchen durfte, weiß, was sie tut, wenn sie sich in unwegigem Gelände bei jedem Wetter auf den Weg macht.  Als Pettrailerin hat sie dabei Unterstützung von zwei ihrer Hunde, den Bloodys Crumble und Apple Pie.

Pettrailer nutzen die Nasen ihrer Hunde, um auf die verschiedenste Art und Weise verlorengegangene Vierbeiner zu finden... Die, die einfach nur Lust auf ein Abenteuer hatten, die, die mit einem fetten Schrecken im Nacken davongerannt sind und entweder auf irgendeine Art unterwegs, verletzt oder festgehangen sind und natürlich die, die schon so viel erlebt haben, dass ihr Leben vorübergehend Flucht ist, bevor sie begreifen, dass es gut wäre zu bleiben, weil sie bei netten Menschen gelandet sind.

Egal, was letztlich der Auslöser ist, wird eine solche Situation zum Alptraum... auch ich bin schon meinem Hund samt Schleppleine am Halsband durch dichtes Gestrüpp hinterhergerannt, immer in Panik, um welchen Ast sich diese wickeln würde und ob der Hund noch in der Lage wäre, sich zu befreien oder wenigstens zu melden. Ohne zweiten Hund wäre ich mehr als nur aufgeschmissen gewesen, denn wenigstens der hat die ganze Zeit den Überblick behalten und mich tatsächlich dorthin geleitet, wo der Flüchtling in strömendem Regen schwanzwedelnd saß und auf uns wartete. Was ich nie vergessen werde, ist die Tour durch dschungelartiges Gestrüpp, jede Sekunde halb gewiss, dass das Ganze mit gebrochenen Knochen enden würde, weil einem Hund mit einer Spur durch unwegsames Gelände zu folgen wirklich schnell zu einem großen Dilemma werden kann. Katja nimmt das mit ihren Hunden Crumble und Apple Pie immer wieder in Kauf und ich mag mir nicht vorstellen, wie es ist, mitten im Winter durch matschiges, rutschiges Gestrüpp zu stolpern, immer in der Hoffnung, zumindest das Areal eingrenzen zu können, in dem sich das gesuchte Tier befindet oder bewegt.

Was am Ende wirklich zu tun ist, hängt davon ab, ob das gesuchte Tier mobil ist, wie groß die Gefahr für das Tier (Autobahn, Schnellstraßen...), ob es Sichtungen gab... So manches vemisste Tier ist wirklich gefühlte Ewigkeiten unterwegs und trotzdem lohnt es sich immer, die Hoffnung nicht aufzugeben. Wenn man Katjas Einsätze verfolgt, scheint es keine Regeln, eher aber unzählig viele Möglichkeiten zu geben. Jede Suche ist das blanke Abenteuer und für alle Beteiligten eine wirkliche Strapaze. Die Spur, die Katjas Hunde finden, wird per GPS aufgezeichnet, ggf. durch einen zweiten Hund (es läuft also immer Apple Pie ODER Crumble) bestätigt oder korrigiert. Etwas mit diesen Erkenntnissen anzufangen und die richtigen Entschlüsse und Entscheidungen zu treffen, ist dann Katjas Job.

In manchen Fällen führen die Suchen der Hunde zu einem Sofortergebnis und ein Tier kann gefunden werden, meist aber beginnt dann erst die Arbeit... Anwohner einbeziehen, Behörden (Polizei, Tierheime, Förster, Jäger, Landwirte...) ins Boot holen, flyern, Beobachtungen auswerten, die sozialen Medien bemühen, Falle stellen und vor allem Geduld haben... Jahre an Erfahrung lassen Katja die wahrscheinlich richtigste Entscheidung treffen, aber ohne Mithilfe der Menschen vor Ort, anderer Pettrailer, Tierschützer, Tierheimmitarbeiter, Anwohner, Besitzer der Tiere... ginge nichts. Nicht immer aber stößt man dabei auf Sinn und Verstand und allein deshalb macht es Sinn, im Fall des Falles einen Pettrailer ins Boot zu holen.

Man stelle sich vor: ein freilaufender Hund in der Nähe der Autobahn... fangen keine Option. Gut, wer dann die Nummer von Katja hervorkramen kann. Rechnet damit, zum nächsten Döner geschickt zu werden, auch Würschtelwasser, Hackklöpse oder andere Leckereien könnten eine Rolle spielen. Wichtig... man hat mitten in der Planlosigkeit jemanden an der Strippe, der ganz klar Anweisungen gibt, zur Ruhe mahnt und einen klaren Fahrplan und darüber hinaus die Berechtigung und Möglichkeiten hat, beispielsweise eine Falle aufstellen.

All das Geschriebene fasst allerdings nur einen Bruchteil dessen, was Pettrailer und ihre Hunde leisten, wo sie Hilfe bieten können und vermisste Tiere wieder in Sicherheit bringen. Das Ganze braucht Wissen, unbedingte Liebe zu allen Vierbeinern, oftmals noch mehr Geduld mit Zweibeinern und allerlei Ausrüstung. Die Arbeit der Pettrailer, die nicht in Rettungsstaffeln laufen, ist oftmals ehrenamtlich und Ausrüstung wird über Spenden oder auch selbst finanziert, Zeit ganz aussen vor gelassen. Es zählt weder Wochentag, Jahreszeit noch Tageszeit, schon gar nicht Dauer. Man muss viel Liebe in sich haben, um sich für dieses glückbringende "Hobby" zu entscheiden. Und genau aus diesem Grund haben es Menschen wie Katja und ihre Hunde nur mehr als verdient, dass es Aktionen wie diese gibt, die gerade von FUTTERHAUS veranstaltet wird.

Futterhaus unterstützt mit der Initiative "Tierisch guter Einsatz" ausgewählte Projekte finanziell. Wer sich nur ein wenig auf der Website von Katja Culbertson oder ihrem Facebook-Account umschaut, wird sicher schnell wie wir auch wissen, dass eine Unterstützung ihres Einsatzes eine wirklich gute Idee wäre. Ihr habt noch bis 1. November Zeit, durch die Empfehlung ihres Projektes auf der Website von Futterhaus Katjas Projekt mit in die engere Auswahl zu bringen. Für die Tierbesitzer unter euch vermutlich eh keine Frage, denn im Fall des Falles...
Wir sind in jedem Fall begeistert von so viel Einsatz und deshalb haben wir natürlich unser Votum schon abgegeben.

Hier noch einmal ein dicker Dank an Katja, Apple Pie,Crumble und alle anderen Helfer für alle erfolgeichen Suchen und irgendwie nicht ohne Grund Hals und Beinbruch für alle folgenden...
Website und Kontaktdaten von Katja packen wir unter diesen Beitrag und dazu noch einmal die ganze Bande von Katja... Jedes der Tiere hat eine ganz spezielle Vergangenheit, jüngster Zugang: (B)Luna, die eigentlich nicht bleiben sollte, aber jeder, der ihre Geschichte verfolgt hat, war sich irgendwie sicher, dass es kommen musste, wie es gekommen ist.:)

Nehmt euch die Zeit... informiert euch und gebt mit eurer Stimme einem Projekt etwas zurück, das so vielen hilft, ohne selbst zu erwarten.
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Kontakt:
Katja Culbertson, www.mantrailer-pettrailer.eu, www.facebook.com/katja.culbertson

UND HIER GEHTS ZUR AKTION UND DER EMPFEHLUNG DES PROJEKTES FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG DURCH FUTTERHAUS...

Mit Liebe... natürlich

 Wir reden oft davon und es ist mittlerweile fast ein geflügeltes Wort:
"Wenn du Zucker und Liebe brauchst..."

Aber genauso ist es... das beste Rezept, der schönste Ort... all das ist nichts ohne Liebe zu den Dingen und Menschen.
Man kann Torten backen, die aussehen wie unsere... zu schmecken beginnen sie mit guten Zutaten und wenn ihr das mit Liebe tut (und dann... egal, ob sie perfekt ist..::), allein, dass ihr euch die Mühe gemacht habt, ist es wert, glücklich zu sein.)

Doreens Woche begann mit einer dicken Ladung an Liebe, die widerum jetzt in der Pätisserie an euch weitergeht. Es war Opabesuch angesagt...Doreens Opa... der mit den Äpfeln...ganz zu Beginn unseres Blogs:)
Das nächste Wochenende mit Frühstücken naht und hierfür gibt Oma immer die rote Beete her, die sorgsam gehütet im Keller gelagert und nur stückweise herausgegeben wird. Während Oma einen Schwatz hält und mit Doreen die Betten frisch bezieht, baut Opa in seiner Werkstatt (seiner Oase) schnell mal ein kleines Holzkästchen für die Beete, damit sie auch gut nach Stelzendorf gelangt...
Und so haben alle was davon... Doreen hat die Großeltern gesehen, die rote Beete bekommt eine würdigen Verwendungszweck, Opa fühlt sich gebraucht und am Sonntag wird‘s was Leckeres zum Frühstück geben, das von Oma sorgsam herangezogen, geerntet und gelagert wurde. Mehr geht nicht.

Kaum zuhause, kommt Jörgen, der Eiermann aus Oettersdorf und bringt Eier wie aus dem Bilderbuch von seinen wirklich glücklichen Hühnern, genießt es, dazusein und schnell einen kleinen Schwatz zu halten. Da wird ein Foto vom Bullen gezeigt und schon ist ein weiteres, mit Liebe hergestelltes Lebensmittel für die Lieferung nach Stelzendorf klar gemacht. Und wieder haben alle was davon... das Tier war wirklich glücklich, (sein Besitzer liebt jedes seiner Tiere sehr, auch wenn er es pragmatisch hält... es sind nunmal Nutztiere), die Wurst ist exzellent und wieder haben die Gäste in Stelzendorf die volle Ladung Liebe auf dem Tisch.

Das Ganze lässt sich  fortsetzen mit der Milch aus Dittersdorf, der einzigen, aus der der Käse gelingt, aber am Ende ist es, was es ist... Mühe. Man gibt sich Mühe bei den Dingen und miteinander und weiß den Wert des anderen zu schätzen. Andere Dinge sind nicht wichtig.

Nur so kann es gut werden.