QUERBEET

am Tag danach

...danach ist ja bekanntlich auch immer gleich davor... was übrigens ganz nebenbei die Wertigkeit von Dingen auch ganz kräftig neu sortiert und das Thema Zeit , also die Frage davor oder danach gleich mit🙃 Damit kommen wir ja dann gleich gar nicht zurecht, wenn danach auch gleich davor ist und der Gedanke linear verlaufenden Zeitdenkens ins Wanken gerät... aber das soll gerade ja nicht das Thema sein.

Wir haben uns schön eingeruckelt ins Corona-Leben und das letzte Fitzelchen Hoffnung auf menschlichen Verstand rückt jeden Tag in etwas weitere Entfernung. Das letzte Jahr... ja, so viel ist es jetzt schon fast... hat uns eine Menge gekostet... nicht nur Geld. Aber einige wenige Dinge, brauchen wir uns nichtmal schönzureden, sondern die sind sogar ganz schön... Entweder ist meine Wahrnehmung schon stark ermattet oder bis auf die üblichen Rabattsprünge von 14% am 14. hat sich der Valentin in diesem Jahr stark zurückgehalten... entweder ich habe sie nur nicht gesehen, oder es gab sie nicht... die #starkalsPaar-Parolen, die so schön ins Schema passen würden. Nur ein paar Herzchen im Supermarkt und die eine oder andere Blume mehr im Einkaufskorb.

Es kann aber gut sein, dass wir nur schon so sehr drin sind im virtuellen Leben, dass es uns da nicht mehr so stark auffällt zwischen den sich gegenseitig jagenden Werbeparolen und im richtigen Leben da draußen gibt sich ja gerade eh kaum jemand Mühe, etwas an den Mann oder die Frau zu bringen... Schwer zu sagen, wer da wo was wahrnimmt, also wird es reduziert. Dabei hätten sie uns vermutlich sogar gut getan, ein paar Herzchen mehr, denn es ist frisch geworden um die Ohren. 5 Millionen Menschen mit Depressionen, habe ich kürzlich gelesen... ob das in-Corona-Zahl ist, weiß man nicht genau. Aber die Sache mit den Zahlen... Grippe gibt's ja dieses Jahr auch nicht, vielleicht ist Depression bei positivem Corona-Test ja auch Corona. Was nix dran ändert, dass es manchmal mächtig ungemütlich ist im Miteinander und da kommt dann doch ein liebevoller Tag ganz recht.

Also haben wir uns auch mal dran gemacht an die Herzen und es zwar nicht geschafft, alles rechtzeitig online zu stellen (Sonne und Schnee draussen gingen vor), aber das dürfte aus mehrerlei Gründen ein kleineres Problem sein. Einerseits geht Liebe immer, ihr könnt also alles jeden Tag machen (nur mit dem Punsch muss man sich ggf. beeilen, denn die angesagte andauernde Kälte hat einen Mutanten geschickt, der sich stark nach frühlingshaften Temperaturen anfühlt. Die Wettervorhersage ist gerade ähnlich unberechenbar wie der Virus... mag man den Gerüchten glauben, hat 5G (an das wir uns auch so schön gewöhnt haben so ganz nebenbei, wenn wir schonmal beim Gewöhnen sind... und mit so einem tollen Partnervertrag mit 5G ja auch verständlich😬) da so seinen Anteil, weil nunmal das einenge und an dem anderen im Wege steht... sprich die Weitergabe von Signalen. jetzt kommen wir aber vom hundertsten ins Tausende... eigentlich ging es ja um die Nutzbarkeit liebevoller Lebensmittel über den Valentinstag hinaus...

Die Fotos haben wir wenigstens schon auf Instagram und Facebook landen lassen... da sind wir manchmal deutlich schneller als hier beim langen Text. Es lohnt sich also, da ab und an mal zu schauen. Es gab Herzen aus Sandteig, welche aus Mandelknusper und aus Eiskonfekt... dazu dann den wirklich leckeren Punsch... UND... die Erkenntnis, dass es mal wieder nicht für alles ein Rezept geben muss und Freestyle irgendwie unser Ding ist. Vielleicht können wir euch ja Stück für Stück da auch infizieren... es macht die Dinge einfacher...wie im richtigen Leben eben auch.

Hier also dann die Erklärungen zu unseren herzerwärmenden Ideen, die Fotos drunter in der Galerie.

Herzen aus Eiskonfekt
Das Rezept zum Konfekt steht bereits in der Rezeptliste und im vorhergehenden Blogbeitrag... Eiskonfektmasse einfach in irgendeine beliebige Silikonform mit Herzen füllen... nicht zu groß, sonst wird’s viel im Mund... Dann ab nach draußen, wenn’s so kalt ist wie im Moment (-12 gerade) oder eben in den Tiefkühler... Rausholen, wenn alles schön fest ist und dann etwas Zeit geben. Wie dir Herzen rosa/weiß werden, verraten wir in der Osterbeilage vom Backbuch, das demnächst in die Neuauflage geht.

Sandteigherzen
Nehmt ein beliebiges Rezept für Sandteig, dazu Lebensmittelfarbe (die es mittlerweile auch für jeden gibt (www.eatarainbow.de... keine Werbung, nur unbezahlter guter Tipp) Und schon wird‘s rosa. Ab in den Spritzbeutel damit und herzig auf‘s Blech.

Herzen aus Mandelcrunch
Mandelstifte oder gehackte Mandeln mit geschmolzener Schoki/Kuvertüre, gehackten Kokoschips und/oder gehackten Keksen/Amarettinis vermengen. Gewürze und weitere Zutaten (gehackte Trockenfrüchte, Reiscrispies, Haferflocken, Schokoldenstücken...) je nach Lust und Laune dazu und alla ab in eine Herzform. Kurz fest werden lassen und ab  in ein kleines Kästchen zum Verschenken, in die Brotdose, neben die Kaffeetasse... Wer mag, streicht die noch halbwegs flüssige Masse auf vorher vorbereitete dünne Herzen aus Schokolade (oder eben auch gekaufte) und verfeinert diese damit.

Fruchtpunsch
Wer gerade etwas länger draußen unterwegs ist, wird den Punsch als Stimmungsaufheller schätzen lernen... nicht wegen des Rums, der optional rein kann, mehr wegen der die Laune hebenden Wärme.
Auch hier geht alles, muss aber nicht... ein roter, nicht zu süßer Saft (z.B. Apfel mit Brombeere... hier ruhig auch Brombeeren in Apfelsaft erhitzen und dann ggf. durch ein Sieb geben) bildet die Basis. Aufgekocht, mit etwas Wasser gestreckt und durch einen Kräuter-oder Früchtetee eurer Wahl (bei uns Himbeertee... Teebeutel in den heißen Saft hängen) ergänzt, fehlt dann nur für den Wohlgeschmack etwas Himbeersirup (oder eben ein anderer, den ihr bestenfalls im letzten Sommer vorsorglich gekocht habt🙃), brauner Zucker oder etwas Honig, etwas Zitrone oder Orangensaft, ein paar Früchte (bei uns Himbeeren) und für die Erwachsenen ein wärmefördernder Schuss Rum 🙃 Dann ab damit in die Thermoskanne und raus gehts...

Croisants & Co.
Gefüllte Croissants (geschmolzene Schoki aufstreichen, Karamell und zerstoßene Amarettini drauf oder griechischer Yoghurt, Karamell, Bananen und Amarettini)... zusammenrollen, mit Eigelb bestreichen und ab in den Ofen... UND/ODER... den fertige Croissantteig in Kerzform ausstechen und mit Eigelb bestrichen mit in den Croissants in den Ofen geben. Die fertigen Herzen werden vor dem Servieren gestapelt... zwischen sie griechischer Joghurt mit Karamell oder Honig, etwas Crunch (Amarattini, Kokosraspel oder Kokoschips...) und einer Handvoll Blaubeeren oder Schokochips... Tut einfach auch hier, was eure Küche hergibt:)

So, das waren sie... die liebevollen kulinarischen Gesten des unter dem Stern der Liebe stehenden letzten Wochenendes🙃 Das nächste Wochenende kommt ja ganz bestimmt und nachher ist ja vorher... also zumindest gut aufheben, die Tipps und nicht zögern, zu experimentieren... deshalb gab es diesmal keine Mengenangaben... WIeviel wovon ist allein geschmacksabhängig und hat mit dem Gelingen so rein gar nix zu tun... Also traut euch und vielleicht kommt ja auch mal jemand, der es einfach nur verdient hat, in den Genuss einer dieser Ideen. Eine wunderschöne Woche für euch und genießt den letzten Schnee. wer weiß, ob VOR dem nächsten Schnee diesmal vielleicht dann doch wieder länger dauert oder der Frühling noch einer kurzen weiteren Schneephase die Chance gibt.

Im Leben vieler Frauen

Wir lieben sie ja... die guten Geschichten, die es natürlich immer und überall gibt, wenn man sie finden will.
Eine, die uns gerade begegnet ist, heißt "hello bride on tour". Und... es ist eine Thüringer Geschichte.

hello bride hat seinen Sitz im Stadtzentrum von Pößneck, ein wunderbar individuelles Brautlädchen und einer Besitzerin mit einem riesigen Herz für das Glück der Bräute.

Sabrina Brussock hat sich mit dem Lädchen einen Traum erfüllt und ist, wie wir alle, mitten in eine sehr holprige Zeit gerutscht. Aber sie ist eine von denen, die Probleme als Herausforderung nimmt und einfach die trüben Gedanken auf den Kopf stellt wie ein Frust-Emoji, aus dem dadurch ein Lachendes wird. Was Viele nicht wissen ist, dass so ein Brautmodenladen nichtmal einfach so eröffnet werden kann, sondern enorm viel Vorplanung bedarf, die nicht nur inhaltlicher Natur ist.
Was auch wir nicht wussten... alles, was in solchen Läden hängt, ist keine Kommissionsware. Das heißt, jedes einzelne der Anprobekleider muss gekauft werden und kann nicht zurückgegeben werden, muss also sinnvollerweise in den Abverkauf, denn nach einer Saison kommt die nächste, noch aktuellere Saison. Was das heißt, kann man sich zusammenreimen. Es ist also nicht immer nur rosa, was glitzert, aber Traum ist Traum und in den investiert Sabrina gerade viel Mut und gute Ideen.

Die neueste Idee heißt "hello bride on tour"
Normalerweise kann sich Sabrina jetzt, mitten in der Saison, kaum vor Terminen retten. Aber dieses Jahr gibt es eben wie schon Ende letzten Jahres, als gerade die neuen Kollektionen für die Bräute 2021 geliefert wurde, dieses ABER.

Aber heißt... keine Beratung im Laden. Also kommt nun das, was sonst im Laden stattfindet, zur Braut nach Hause. Dass das bei dem Wert der Kleider und mit dem Wissen, dass die meisten der Kleider, die nun nach Hause zur Anprobe geliefert werden, genauso unversehrt wieder ins Zuhause der nächsten Braut gelangen müssen, nicht einfach ist, war klar. Deshalb gibt es ein paar Regeln für die Zuhause-Anprobe, damit jede künftige Braut nahezu das selbe Anprobeerlebnis haben kann, das sie auch im Laden hätte.

Die Atmosphäre des Ladens ist nicht zu ersetzen, ebensowenig der Luxus, mehr als einen Berater dabeihaben zu können.
Jetzt darf nur eine Person mit rein oder die engste Familie. Damit das überhaupt möglich ist, bleibt Sabrina draußen und schaltet sich per Videochat in die Anprobe, gibt Tipps, stellt die richtigen Fragen und unterstützt moralisch und mit all ihrer Erfahrung. Und natürlich hoffen alle, dass sie dann im Frühjahr oder Sommer bei den ersten Hochzeiten wieder live dabei sein kann und der Braut beim Ankleiden hilft.

Wie genau "hello bride on tour" abläuft, erfährt man bei einem Blick auf Sabrinas Website www.hello-bride.net, dort kann man sich auch für einen Termin anmelden. Nach einem Vorgespräch, was nötig ist, um sich ein Bild von den Wünschen der Braut zu machen, liefert Sabrina 5 Kleider zur Anprobe nach Hause, die dann per Videochat begleitet wird. Den Mehraufwand nimmt Sabrina gern in Kauf, weil eine Braut, die in diesem Jahr heiraten will und wirklich vom schönsten Tag in ihrem Leben träumt, vermutlich verzweifelt jede Verlängerung der Schließung der Läden beobachtet. Selbst weiter entfernt wohnende Bräute würde sie mit Kleidern "beliefern", was deutlich Druck aus den Schwierigkeiten der Hochzeitsplanung 2021 nimmt.

Also eine klare Empfehlung von uns für die Bräute diesen Jahres... genießt dieses Angebot und begebt euch beruhigt in die Hände von Sabrina, die euch mit Sicherheit zu einer wunderbaren Braut machen wird. Damit auch ihr sie ein bisschen näher kennenlernen könnt, haben wir ihr Fragen gestellt... Sie hat sich die Mühe gemacht, ausführlich zu antworten... seid gespannt. Ihr findet diese ganz unten, direkt unter den Kontaktdaten, die ihr natürlich unbedingt weitergeben müsst, wenn ihr von einer Braut gehört habt, die keine Ahnung hat, wie sie die Sache mit dem Kleid geregelt bekommt. In bessere Hände kann sie kaum geraten.. wir zumindest sind begeistert:)

hello bride
Sabrina Brussock
Saalfelder Straße 2
07381 Pößneck

kontakt@hello-bride.net
mobil: 01522 - 20 40 962
www.hello-bride.net

Liebe Sabrina...hier unsere Fragen an dich:

Wachst du früh im Bett zwischen einem Stapel Brautmodenzeitschriften und Stoffmustern auf?
So ähnlich :-), da ich mich seit meiner Jugend für Brautmoden interessiere, ist da schon einiges zusammengekommen.

Wie wird man Besitzerin eines Brautmodenladens und was ist für dich besonders an diesem Job?
Ich habe meinen Traum nie aufgegeben und immer daran festgehalten. Nach 23 Jahren habe ich mir ihn endlich erfüllt.
Man braucht natürlich wie bei allen anderen, die sich in die Selbstständigkeit wagen, Mut, Stärke und auch ein gewisses Durchhaltevermögen, da man sich ja auch erst einmal etwas aufbauen muss. Das geht nicht von heute auf morgen.
Und auch ich wollte mich in der Arbeitswelt beweisen, um mir wichtige Sachen zu erarbeiten, wie kaufmännisches Wissen, spezifisches Fachwissen und zu guter Letzt natürlich auch das Startkapital, das im Brautmodenbusiness nicht gerade klein ist, da man sich die Kleider alle kaufen muss. Es gibt keine Kommission.
Ich liebe alles an meinem Job und das Ganze ist eher meine Leidenschaft und Berufung als Arbeit. Beratung steht bei mir immer an oberster Stelle. Ich möchte in einer Wohlfühlatmosphäre meinen Bräuten und ihren Liebsten eine unvergessliche und fachliche kompetente Beratung bieten - für den schönsten Tag im Leben einer Frau. Und sind wir mal ehrlich, für die Frau ist das Wichtigste an der Hochzeit auf jeden Fall ihr Brautkleid.

Was inspiriert dich?
Meine Bräute inspirieren mich immer aufs Neue. Jede erzählt ihre eigene Geschichte. Ich bin so dankbar dafür, diese Berufung ausüben zu dürfen. Ich finde den persönlichen Kontakt besonders wichtig, um jeder Braut zu Ihrem Traumkleid zu verhelfen.

Ist es wichtig, einen bestimmten Stil zu haben oder braucht es in einem solchen Laden eher Kleider querbeet und in allen Farben?
Manche spezialisieren sich auf einen bestimmten Stil (z.B. Boho), aber meine Erfahrung zeigt, dass das im ländlichen Raum nicht so gefragt ist, wie in einer Großstadt. Bei mir findet die Braut deshalb alle möglichen Stilrichtungen ob Vintage, Boho, Prinzessin, die klassische A-Linie oder natürlich auch Curvy-Kleider. Aber auch die Farbe darf nicht fehlen... in diesem Jahr geht der Trend in Richtung Champagner.
In meinem Store kann sich die Braut unter ca. 100 verschiedenen Kleidern unterschiedlicher Hersteller ihr Traumkleid aussuchen.

Verändert sich Brautmode?
Ja, auf jeden Fall. Aber nicht so extrem schnell, wie bei unserer Alltagskleidung. Die meisten Hersteller bringen im Frühjahr ihre neuen Kollektionen heraus und präsentieren diese auf Messen, bei denen ich als Brautmodenausstatterin die Ware einkaufe. Geliefert wird sie aber erst ein halbes Jahr später. Es gibt natürlich auch Hersteller, die 2 neue Kollektionen im Jahr herausbringen. Dieses Jahr geht der Trend Richtung Spaghetti-Träger und leicht fließende Stoffe (Softtüll) und Farbe (Blush, Champagner, Nude). Auch transparente Corsagen mit viel Spitze sind sehr angesagt.

Sind Bräute schwierig?
Ein klares Nein. Ich finde jede Frau hat ihren eigenen Stil und möchte zu ihrer Hochzeit die Schönste sein. Da ist es nur legitim, sie ausführlich mit viel Geduld, aber auch mit viel Herz zu beraten. Es geht ja schließlich um den größten Tag im Leben einer Frau und auch um viel Geld. Im seltensten Fall ist das erste Kleid, das sie anzieht, auch ihr Traumkleid. Also kann eine Beratung auch schon mal bis zu 3 Stunden dauern. Für mich ist es aber wichtig, dass die Braut sich schön findet und zu 100 % hinter ihrer Entscheidung zum Kleid steht.

Du bist viel auf Instagram unterwegs... oft findet man da deine Bräute draußen oder in besonderen Locations. Warum nutzt ihr nicht ausschließlich Herstellerfotos?
...weil ich gerne in jedes der Kleider noch meine persönliche Note bringen möchte. Die Fotos der Hersteller sind wunderschön, aber manchmal sehe ich ein Kleid an einem bestimmen Ort oder mir gefällt ein Detail am Kleid besonders gut. Das versuche ich über die Shootings hervorzuheben.

Wo findest du Models für deine Shootings und was ist das macht Shootings für dich besonders aufwändig?
Nun, ich kenne zum einen viele nette Frauen, die ich dann gefragt habe ob sie da Lust darauf hätten, bekomme aber auch sehr viele Zuschriften. Für meine Curvy-Kleider habe ich aber auch schon mal einen Aufruf über Instagram gestartet. Soviel kann ich verraten: "Nein" zum Modeln hat bis jetzt noch keine gesagt :-).
Der Aufwand unterscheider sich, je nachdem, ob im Laden oder außerhalb geshootet wird. Bei einem Vintage Shooting im Herbst draußen habe ich da schon alle Hände voll zu tun. Angefangen von Fitting Terminen mit den Models im Voraus, bis hin zur Umsetzung am Fototag ist es schon immer ein enormer Zeitaufwand. Aber das mache ich sehr gern für schöne Fotos.
Da geht auch ein großer Dank an meine Models und die Fotografen, die immer Zeit haben und alles mitmachen. Wir haben da immer viel Spaß.

Wie bringst Du mich in das Kleid in dem ich wirklich perfekt aussehe?
Als allererstes lerne ich dich natürlich etwas kennen und du erzählst mir, was du dir so vorstellst. Daraufhin gehen wir in meinem Laden auf Suche. Wir starten meist erst mal mit 3-5 Kleidern in der Vorauswahl.
Wichtig ist mir, dass du aber auch mal verschiedene Stile probierst. Denn ein Kleid angezogen ist etwas ganz anderes, als auf dem Bügel. Ich frage immer zum Anfang der Beratung, ob auch ich ein Kleid als Vorschlag einbringen könnte, da ich mir meist gleich in den ersten Minuten etwas Passendes an Dir vorstellen kann.
Mit ein wenig Hilfe von mir, bringst "DU" dich aber in das Kleid, in dem du perfekt aussiehst.

In welchem Kleid würdest du noch einmal heiraten und wie sah dein Kleid aus?
Das ist eine schwierige Frage, da mir so viele Stile gut gefallen. Aber momentan gefällt mir der romantisch verspielte Stil sehr gut... mit viel floraler Spitze und einem schön fließenden Softtüllrock... und das Ganze am liebsten in der Farbe Blush.
Mein Brautkleid dagegen war das komplette Gegenteil, aber trotzdem wunderschön. Dazu muss ich sagen, dass ich vor über 15 Jahren geheiratet habe... da war der Trendstoff noch Satin. Mein Kleid war ein trägerloses Corsagenkleid mit Herzausschnitt aus Satin. Sehr klassisch, ich würde es aber immer wieder tragen und es ist bis heute mein Traumkleid.

Wer begleitet die Bräute in den Laden und gibt es die filmreifen Tränen wie im Fernsehen, wenn es DAS Kleid ist?
Meist werden die Bräute von ihren engsten Herzensmenschen begleitet, ob Mama, Oma, Schwester, Bruder, Trauzeugin oder beste Freundin. Aber auch die Kinder der Braut, insbesondere die Söhne, waren schon häufiger bei mir im Laden. Ich finde, das ist für die Mutter (die Braut) immer etwas ganz Besonderes.
Ob geweint wird wie im Fernsehen? Das ist ganz unterschiedlich. Jeder Mensch ist ja anders und einige weinen, sobald sie sich in ihrem Traumkleid sehen, manche dagegen sind nicht so nahe am Wasser gebaut. Was aber auch völlig ok ist. Die meisten denken nur immer, dass sie weinen müssen. Aber jeder Mensch bringt seine Emotionen anders zum Vorschein. Natürlich habe ich mir auch schon das ein oder andere Mal die Tränen nicht verkneifen können, da ich mich immer mit jeder Braut so sehr freue, wenn sie ihr Brautkleid gefunden hat.

Hast du von jedem Modell in deinem Laden verschiedene Größen vorrätig oder wie kommt die Braut ins perfekt passende Kleid?
Nein, die Kleider bei mir im Laden sind meist Probierkleider. Das bedeutet, wenn eine Braut sich entschieden hat, bestelle ich dann ihr Kleid in ihrer Konfektionsgröße beim Hersteller.
Natürlich kann es auch vorkommen, dass es bis zur Hochzeit nicht mehr so lange hin ist und die Zeit für eine Bestellung (zwischen 3-6 Monaten) nicht ausreicht. Dann besteht natürlich auch die Möglichkeit, ein Kleid aus dem Laden direkt zu kaufen.

Was ist das absolute No Go bei einer Anprobe?
Das ist eine Frage die ich nicht so gern beantworte, weil ich keinem zu nahe treten möchte. Ich finde, jede Braut soll sich im Vorhinein bewusst sein, wen sie mitnimmt zur Anprobe. Meine Empfehlung ist, nicht mehr als 3 Begleitpersonen dabei zu haben, die der Braut sehr nahe und ihr unterstützend zu Seite stehen. Umso mehr Meinungen, desto schwieriger wird es für die Braut, denn schließlich will sie ihr Traumkleid finden.
In Corona-Zeiten habe ich auch sehr viel Bräute gehabt, die alleine zu mir gekommen sind oder nur mit einer einzigen Begleitperson. Viele haben hinterher zu mir gesagt, dass es ganz toll war, nur auf sich und sein Herz zu hören... also durchaus eine Option für alle zukünftigen Bräute.

Können Bräute auch am Tag ihrer Hochzeit auf deine Hilfe hoffen?
Natürlich. Ich biete einen sogenannten Ankleideservice an. Das bedeutet, ich komme am Tag der Hochzeit mit dem frisch aufgebügeltem Kleid und helfe der Braut beim Anziehen des Kleides, dem Strumpfband oder auch beim Anlegen des Schmuckes. Meist haben die Trauzeugin oder die Brautmutter alle Hände voll zu tun und die Braut hat keine Hilfe. Gerade bei Schnürungen oder vielen Knöpfen braucht man aber eine ruhige und routinierte Hand und jemanden, der bei Problemchen einen kühlen Kopf behält.

Was sind deine arbeitsreichsten Monate?
Definitiv von Oktober bis März, denn da ist Hochsaison und alle sind auf der Suche nach dem perfektem Brautkleid.

Es gibt ganz frisch "hello bride on Tour". Was beinhaltet das Konzept und worauf freust du dich besonders?
Da ich ja leider nicht wie gewohnt meinen Laden öffnen kann, musste ich mir etwas überlegen, wie die Bräute, die 2021 heiraten möchten, trotzdem an ihre Kleider kommen. Deshalb biete ich diesen besonderen Service an und freue mich darauf, viele nette Frauen kennenzulernen und sie bei der Brautkleidsuche zu unterstützen.


Und hier: Sabrinas Lieblingskleider der aktuellen Kollektion:) Ein Klick auf die Bilder öffnet sie komplett:)

Einen lieben Dank an Sabrina und ihre Geduld:)
Falls ihr gerade eure Hochzeit plant...genießt diese besondere Zeit!

...erkennen wir, wenn unsere Kinder anfangen, zu fragen

Einmal  Homeschooling für Erwachsene...🙃


Warum verwittern Steine?

Was sehen wir am Winterhimmel?

Warum fressen Raupen so viel?

Erkläre NASS.

Aus welchem Grund leuchten Glühwürmchen?

Was ist Erdanziehungskraft?

Wie entsteht ein Erdbeben?

Warum fliegt Luft nicht weg?

Warum erfrieren Fische nicht?

Warum ist mir kalt, wenn ich nass bin?

Was ist Auftrieb im Wasser?

Warum gibt es Druck im Ohr?

Warum rieche ich den Frühling?

Warum ist in der Nacht alles grau?

Warum macht Seife Schaum?

Warum sind Wolken weiß?

Was ist ein Gas?

Warum brennt eine Kerze?

Was ist Tau?

Woraus besteht Brause?

Wie geht Brause herstellen?

Und wer jetzt nicht wusste, woraus Brause besteht, kann sich hier gleich einmal ausprobieren und vergisst vielleicht nie wieder, wie es geht🙃

Zutaten für Brause:

knapp 1/2 Teelöffel Natron
3 gehäufte Teelöffel Zucker
knapp 1/2 Teelöffel Zitronensäure
getrocknetes Aroma oder selbstgemachter Sirup

Da isses wieder... dieses Thema, das den Jahresbeginn dann doch immer mal wieder beherrscht... wo geht‘s hin.

Wenn man sich schon nicht mit Neujahrsvorsätzen quält, dann ist es die gerade aktuelle Zwangspause, die einen doch häufiger in diesen Tagen die Frage stellen lässt... wo geht es hin?

Keine Frage, die einen ruhig schlafen lässt, wenn man nicht gerade der Typ dafür ist, vor Idee  zu sprudeln und einfach mal zu machen... wo auch immer das hinführt. Und der eine oder andere mag‘s auch wirklich nicht so ungewiss und immer anders und wartet lieber ab, bis sich irgendwelche Grundfesten ergeben, an denen man sich wieder orientieren kann.

Mag sein, dass es die nie wieder gibt, zumindest für die, die auch irgendwie ab und an mal eine Frage gestellt haben in den letzten Monaten... denn was wir gelernt haben ist, dass Sicherheit ebenso ein Märchen ist wie die Existenz von Frau Holle. Schnee hat recht reale, wenn auch schwer exakt vorhersehbare und schon gar nicht festlegbare Ursachen und wird beeinflusst von einer Vielzahl an Faktoren.. ebenso wie Sicherheit.

Ich habe Sicherheit einmal gegoogelt...
Zustand des Sicherseins, Geschütztseins vor Gefahr oder Schaden; höchstmögliches Freisein von Gefährdungen

Egal, was man anstellen mag, bleibt Sicherheit ein Gefühl und man fühlt sich je nach den Umständen sogar in derselben Situation mal sicher und auch ebenso unsicher...
Dass Sicherheit erzeugt werden kann, halte ich für recht unwahrscheinlich bzw. ist der Preis, der dafür zu zahlen ist, ein zu hoher, der mit einem Leben, das glücklich und frei macht, nichts zu tun hat.Das beginnt bei kleinen Dingen: zwischen den Jahren traf ich eine Freundin, die alles andere als eine ängstliche Person ist. Sie war mit einem Auto bei uns, das soweit ich weiß, nicht zu Zicken neigt und die Strecke weder weit noch unbekannt. Aber tatsächlich hatte sie ihre Tasche samt Smartphone vergessen. Allein dieses Wissen genügte, sich für die Rückfahrt nicht mehr so sicher zu fühlen wie bei jedem der vorhergehenden Male, selbst im Wissen, dass da noch ein Teenie mit im Auto saß, der natürlich auch ein Smartphone dabei hatte (das aber möglicherweise nur noch 20% Ladung haben könnte, weil er gerade eben noch spielen wollte...).
Dieselbe, unendlich oft bereits erlebte Situation macht plötzlich Angst und die Sicherheit fehlte. Ist Sicherheit also eher ein theoretisches Konstrukt und nur ein Hilfsmittel für unsere manchmal verrücktspielende Psyche? Etwas, womit man aber natürlich auch spielen kann, das uns angreifbar und zuweilen unsicher macht?
Da wir nun gerade mal in einer Zeit leben, in der scheinbar nix mehr sicher ist, ich sogar googeln muss, ob ich die Landkreisgrenze überqueren darf, die kurz hinterm Nachbardorf beginnt und die ich zu Fuß mit den Hunden dreimal in der Woche übertrete, wird es für viele wackelig, was durchaus zu verstehen ist.
Wir vergewissern uns, wägen ab, lassen mal lieber sein... und was dabei so ganz leise mit verloren geht, sind Pläne, denn Pläne machen sich ohne eine gewisse Sicherheit, dass sie auch Sinn machen, deutlich schwerer. Da liegen dann Träume für ungewisse Zeit auf Eis, tut man sich schwer, über das Frühjahr nachzudenken und die ersten Tulpen, die sicher in den nächsten Wochen in den Supermärkten auftauchen, bringen dieses Jahr vermutlich nicht das Frühlingsgefühl.
Weil es sich aber einfach nicht gut lebt mit dem Gefühl der Unsicherheit, ohne Pläne und Träume und wir genaugenommen genau jetzt zum zweiten Mal einen Zustand erleben, den wir nicht erwartet hatten, noch einmal zu bekommen und mit ihm doch deutlich mehr Raum und Zeit für Neues, ist diese doch eher schwierige Zeit vielleicht doch auch eine Chance...
Eine zum eine Stunde länger im Bett liegen, weil eh Homeoffice ist, kein Videomeeting angesetzt ist und sich die Aufgabe von heute vielleicht auch im Bett andenken lässt...
Eine zu einem wilden Basteltag mit den Kindern, der sich als Schultag „abrechnen“ lässt, weil wir Basteln, Geografie und vielleicht sogar noch mehr auf einmal unterrichten können, indem man einen Globus aus Papier bastelt (>>Link hier), dabei lernt, wo PapuaNeuguinea liegt, was man da isst, über welches Meer man schippern muss, um einen Norweger zu treffen und mit ihm eine typisch norwegische Tradition aufleben lässt...
Und wem das nicht reicht, der schreibt 3 Worte in kyrillischen Buchstaben und macht sich mit einem kleinen Schlenker über Russland auf den Weg nach Indien, um zu schauen, welche Gewürze sich auch zum Malen eignen und ob sich mit Henna die Hände schick verzieren lassen?

Naja.... und wer nicht gerade Grundschüler zuhause hat, die er beschulen darf, der hat vielleicht die Gelegenheit, darüber nachzudenken, ob es schlimm ist, dass das eine oder andere nicht mehr geht, ob man auf dem richtigen Weg ist, was die Träume betrifft... ob man welche hatte, sie vielleicht schon lebt oder ihnen noch immer hinterherrennt, weil man irgendeine Ausrede hat, sie auf später zu verschieben... Vielleicht sind sie ja gar nicht so unrealistisch, wenn man da und dort ein wenig nachjustiert oder sich einfach erstmal auf den Weg macht?

Manchmal tut ja selbst hinfallen gar nicht weh... auch wenn man, würde einen jemand nach dem ersten Wort fragen was einem zu HINFALLEN einfällt, vermutlich WEH TUN sagen würde...
Ich kann aus eigener realer Erfahrung sagen, dass z.B. hinfallen (so ein über 20kg Hund mit Vollgas und Allrad in eine Richtung rennend, die ich nicht im Blick hatte) immer nur bedingt weh tut, je nachdem, wie man fällt und wo. So ist‘s halt auch im Leben mit den Versuchen... so ein bissel blaues Auge vergeht... vielleicht sollten wir grundsätzlich vor dem, was so passieren könnte, nicht so stark zurückschrecken und wagemutiger sein... einfach mal machen, was man sich ja eigentlich nicht traut.

Ich falle mittlerweile viel leichter (und so oft rennt der auch nicht.. der Hund) und ohne Schreck, weil ich in mehreren Versuchen bemerkt habe, dass es zum Großteil nicht weh tut. Ebenso ist es mit Tiefschlägen... so ein bisschen Egogekratze oder die Notwendigkeit, doch noch einen kleinen Umweg zu machen, bedeutet vielleicht doch nicht das Ende der Welt.
Man kann die Punkte nicht verbinden, wenn man sie vor sich hat. Die Verbindung ergibt sich erst im Nachhinein. Man muss also darauf vertrauen, dass sich die Punkte irgendwann einmal zusammenfügen. Man muss an etwas glauben – Intuition, Schicksal, Leben, Karma, was immer. Diese Haltung hat mich nie enttäuscht, sie hat mein Leben entscheidend geprägt“. Steve Jobs
Also packen wir Sicherheitsdenken, Erwartungen und Vorbehalte in die Schublade und planen wieder... kann ja anders sein als gewohnt... In der Patisserie hat das übrigens zum Foto zu diesem Post geführt. Es gab zu entscheiden, ob die kalte Backstube notdürftig geheizt wird, was nicht gerade sinnvoll ist und ob es überhaupt Sinn macht, zu backen... Ja... macht es... auch die Familie mag Gebackenes und einen Ofen gibts auch im eigenen Zuhause. So durften die Sauerteig-Joghurt-Brote mit in die Familienwohnung der Bergmanns wandern und füllten dort den Ofen. Nicht zu backen macht die Situation auch nicht besser und eine glückliche Familie ist ja immerhin mindestens ebenso großartig wie glückliche Gäste.
In dem Sinne hier für euch ein aufmunternder Schubbs zu neuen Plänen, einem Blick um die Ecke und vielleicht auf das, was ist... eben nur aus einem etwas anders gewählten Blickwinkel... dann wird selbst Schule zuhause nicht jeden Tag ein riesiges Problem.
Und damit ihr eure Familien, die jetzt deutlich mehr zuhause verputzen, gut satt bekommt, hier noch einmal das Rezept für dieses wunderbare Sauerteig-Joghurt-Brot.
Lasst es euch schmecken und habt Freude an dem, was schön ist in diesen Tagen.

 

 

Glück

Das Geschenk, das ein paar Menschen im nächsten Jahr von ihrer Freundin bekommen, hat mich darauf gebracht, den Kalender, den ich selbst bereits ein ganzes Jahr direkt auf dem Arbeitsplatz habe, aber viel zu wenig genutzt, hier für euch als Download zur Verfügung zu stellen.

Ein Stück vom Glück hat man schon dann, wenn man sich selbst bewusst macht, wie viele der Kleinigkeiten im Alltag einfach toll waren. Das sind nicht immer die großen BÄHM... Momente, eher die kleinen leisen. Wenn man dann doch kapiert hat, wie etwas geht, über das man schon lange nachgegrübelt hat und plötzlich ist so ganz ohne Mühe mal die Idee da... oder wenn man überrascht wurde von einer unerwarteten Reaktion oder netten Geste... wenn Dinge passieren, die einfach keiner größeren Sache bedürfen... wenn einfach mal nichts ist... wenn... es gibt tausende dieser Momente und vermutlich viele an einem Tag und mit etwas Übung, wird man aufmerksamer und entdeckt sie immer leichter.

Wer also seinem Leben einfach ein wenig der Leichtigkeit zurückgeben mag, die es vielleicht mal hatte und die man schon vermisst, dann ladet auch eine der Versionen des Kalenders für 2021 herunter, druckt sie auf ein Blatt Papier A4 aus und packt sie in einen Bilderrahmen, aber VOR dessen Scheibe.

So ist euer Kalender toll gerahmt, kann aufgehängt oder auf eine Bilderleiste gestellt werden. Wichtig: ein goldener oder anderer (vielleicht ja auch rosa🙃) Stift ganz in der Nähe. Und immer, wenn ihr meint, dass dieser Moment besonders oder schön war, gibts an diesem Tag einen dicken Punkt im Kalender... Und lasst euch dann überraschen, wie das neue Jahr so läuft... vermutlich um einiges glückseliger, als man manchmal denkt🙃🙃