QUERBEET (Page 2)

...ein bisschen aufgeräumt

Man kann es manchmal selbst kaum fassen, aber dieser Blog hat nun schon einige Zeit hinter sich und ab und an ist etwas Aufräumen angesagt...
Manches kann weg, weil es ein guter Gedanke war, sich aber nicht bewährt hat, anderes dümpelt ungerechtfertigt vor sich hin und braucht eigentlich etwas mehr Hingabe. Deshalb hier nun unser Frühjahrsputz mit einigen Infos und einer Bitte an euch alle...

UNSER BACKBUCH

...geht bereits in die zweite Auflage, was aber gleichzeitig bedeutet, dass ihr schon kräftig danach backt.
Wenn man ein Rezept erdenkt, passieren viele Sachen gleichzeitig und es kann einerseits passieren, dass man aus der Erfahrung heraus Zutaten verwendet, die dann nicht auf dem Zutatenzettel landen oder man beim Abschreiben desselben entweder eine Hieroglyphe nicht als Zutat deutet 🙂 oder eben auch mal vergisst. Wir haben uns damit ausgesöhnt... es macht uns nicht froh, wenn das passiert, aber es ist menschlich.

Darüber hinaus treffen auch wir immer wieder auf Rezepte, die so nicht funktionieren, wie sie angeboten werden, aber auch da sind halt einfach nur Menschen am Werk. Und wozu haben wir alle entweder einen Kopf, um selbst zu korrigieren oder man fragt eben nach.

Genau das tut ab und an jemand und wenn wir merken, dass der eine oder andere Tipp vielleicht hilfreich wäre, wenn beispielsweise Mengen je nach Verwendung der Zutaten variieren können o.ä. oder es tatsächlich der Fall ist, dass wir einen zwar logischen, aber wenn er fehlt, dennoch irritierenden Schritt weggelassen haben, dann notieren wir das ab jetzt in einem extra Post direkt unter dem Menüpunkt FRAGEN ZUM BUCH...
Neben dem Rezeptbild erscheint unsere Anmerkung bzw. die Korrektur und man kann sich so leichter helfen. Ebenso wird dort ein Vermerk erscheinen, wenn der Fehlerteufel tatsächlich einmal zugeschlagen haben sollte. Also scheut euch bitte nicht, diese Möglichkeit zu nutzen, wenn ihr bei der Verwendung des Backbuches an irgendeiner Stelle Fragezeichen in den Augen haben solltet.

WIR SIND

Diesen Menüpunkt haben wir auch etwas aufgeräumt. Auch jetzt, nach zweieinhalb Jahren ist der Blog noch genau dafür da, wofür wir ihn haben wollten... sagen, was wir gern sagen würden und sonst nur als Telefongespräch zwischen uns stattfindet. Manchmal ist es einfach tröstlich zu hören, dass andere sich mit denselben Gedanken herumschlagen oder irgendeine Anregung hilft einem selbst aus einem Hamsterrad, in dem man gerade die hundertste Runde beginnt.

Deshalb schreiben wir auch nicht immer gleichmässig viel, schon gar nicht jeden Tag... es sei denn, es tut aus irgendeinem Grund Not. Nicht einmal jedes Rezept landet auf dem Blog... manche nur in den Büchern, andere einfach nur nirgendwo, weil die Idee ganz okay war, die Umsetzung aber keinen hinter'm Ofen vorlockt. Wir bemühen uns, besonders bei den Rezepten keine vorhandenen zu nutzen, der absolut überwiegende Teil hat unser eigenes Copyright. Es gibt also einen Geschmack, auf den wir Lust haben... wir kaufen ein und sehen eine Frucht... oder irgendwer hat eine tolle Idee, die wir dann selbst mit unseren eigenen Zutaten oder auf unsere eigene Art und Weise verändern. Das Fahrrad kann tatsächlich nicht neu erfunden werden, aber halt immer wieder neu angestrichen... allerdings bitte auf die ganz eigene Art und Weise:)

Und neben der Lust, das Backen als kreative Spielwiese zu nutzen, ist es uns natürlich wichtig, keine Rezepte zu veröffentlichen, die wir genau so irgendwo gefunden und einfach geklaut haben. Am Ende bekommt man das zurück, was man selbst tut. Insofern hoffen wir, dass andere unsere Rezepte mit ebensoviel Respekt behandeln, wie wir es auch tun.

DER FRISCHEMARKT

... ist ein Baby, das schon ein Weilchen existiert und eigentlich schon zu Beginn der ganzen schwierigen Zeit mehr Aufmerksamkeit hätte bekommen können... aber da kam dann Backbuch Nr.1 und unsere eigenen kleinen Themen mit den allgegenwärtigen Veränderungen.
Aber es ist an der Zeit, dem Frischemarkt wirklich die Aufmerksamkeit zu widmen, die er verdient.

Der Blog ist genau hierfür gemacht: für Regionalität, Ursprünglichkeit, Ehrlichkeit, Transparenz und Füreinander. Überall... in den Geschichten, den Themen und natürlich den Dingen, die wir verarbeiten. Sicher leben viele von euch nicht ländlich, aber wir tun es und lieben das, was dadurch möglich wird. Wir nutzen, was uns umgibt und versuchen, so wenig wie möglich Trends nachzujagen und Dinge groß zu machen, die die Welt nicht braucht.

Das heißt nicht, dass wir nicht im Blick haben, was da draußen passiert, aber was nicht nötig ist, bekommt hier auch keinen Platz. Deshalb wird's auch schwer mit dem Thema influencen... wir werden hier nie erwähnen, was uns einfach unsinnig erscheint, Produkte, die die Welt vielleicht vielfältiger machen, aber gleichzeitig unübersichtlicher, uns selbst unter Druck setzen, diese und jenes auch noch besitzen zu müssen und uns vergessen lassen, das zu genießen, was wir bereits haben. Es gibt bei uns trendige Zutaten in den Rezepten, Doreen hat einen neuen liebsten Freund... den Thermomix und auch ich bin mittlerweile zur Küchenmaschine gekommen, die ich allerdings wirklich nur dann anwerfe, wenn Teige extrem lange gut geknetet werden müssen... also ist es nicht so, dass nur handmade IN ist, aber es ist irgendwie leichter, nicht auf jeden Trend aufzuspringen, wenn man die Chance haben will wahrzunehmen, was man hat, anstatt immer auf der Suche nach Neuem zu sein.

Insofern passt der Frischemarkt einfach auch gut zu unserem Denken und wir merken immer wieder, dass es Dinge gibt, die uns das Leben auch erleichtern, die wir aber nicht kennen oder ganz klar zu wenig wahrnehmen. So entstand der Frischemarkt... gedacht als Übersicht, wo man in Thüringen Dinge frisch bekommen kann... frisch und direkt vom Erzeuger. Gerade in diesen Zeiten ist es einerseits oft einfacher, wenn man direkt um die Ecke jemanden hat, der genau das frisch im Vorrat hat, was man braucht. Darüber hinaus sollten wir, anstatt die großen Ketten zu nutzen, das was geht, dort kaufen, wo wir wissen, woher und von wem es kommt. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern auch denen, die unsere Nachbarn sind und sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Also... der Frischemarkt kann nur wachsen, wenn wir eure Tipps bekommen. Wenn ihr Erzeuger vor Ort kennt (das betrifft regionale Waren aller Art und ganz Thüringen, natürlich auch gern über die Grenzen Thüringens hinaus in erreichbarer Entfernung), dann schreibt uns... Nutzt das Kontaktformular und sendet uns Websites oder Kontaktdaten, wir setzen uns mit den Anbietern in Verbindung und schauen, ob sie gern hier auf dem Blog erscheinen wollen (natürlich kostenfrei) und zu uns passen.

Soweit... genug aufgeräumt fürs erste... helft uns, den Frischemarkt zu füllen und sendet uns Hinweise, falls ihr Ergänzungen zum Backbuch benötigt. Habt einen schönen Tag!

...und neuer Schwung für den Blog

Der eine oder andere hat sich vielleicht schon gefragt, ob wir überhaupt noch etwas tun, weil es vergleichsweise ruhig geworden ist hier auf dem Blog.

Das Ganze hatte mehrere Gründe... viele nicht so großartige und einen, der das Warten auf Backbuch Nr.2, das diesmal ein Backheft ist (das erste, das hoffentlich einige kleine Nachfolger bekommt, bevor wir uns mal wieder der Riesenaufgabe Backbuch widmen). Es ist frühlingshaft bunt geworden... nicht nur das Heft, auch die Rezepte. Viele Kleinigkeiten haben ihren Platz gefunden, Dinge, die keinen Riesenaufwand machen, aber natürlich auch zwei aufwändigere Torten/Törtchen für festlichere Momente.

Die Ostertörtchen gab es als einziges Rezept bereits auf dem Blog... sie sind vor genau einem Jahr auf den Blog gewandert und nun vom ZDF für den Osterdreh der Patisserie Bergmann wieder ausgegraben worden... wer also auch live sehen will, wie die Törtchen gemacht werden, schaut in der Osterwoche ZDF und verpasst den Termin der Drehscheibe nicht bzw. bemüht die Mediathek:) Das Rezept gibt es auch dort, natürlich bei uns auf dem Blog (>HIER) und im Backheft.

Alle anderen Ideen sind neu, wir haben wieder wochenlang unsere Familien mit neuen Rezepten "gequält" und jeder, der zu Besuch kam, wurde zum Vorkoster gemacht. Wir haben verstärkt auf kleine Teilchen gesetzt, weil die einfach gut mal schnell gemacht und auch frisch weg sind. Das macht Platz für Neues und das meiste schmeckt frisch einfach am aromatischsten. Wir haben Knisterperlen getestet (die kommen in Cremes und Knistern wie Brauspulver, sobald sie im Mund sind), Fruchtpulver (das Rezept landet nur hier auf dem Blog... im Heftchen war irgendwann der Platz alle), Karamellcrispies, Reiswaffeln, Tonkabohne... und... sind auf den Gin gekommen. Eine wunderbare Zutat, wenn man einen herben Geschmack bekommen will... erst recht in Kombination mit Gemüse:)) Ihr werdet es ja sehen.

Vorerst bleiben die Rezepte nur im Heft, ebenso, wie wir es beim Backbuch gehalten haben. So ist der Überraschungseffekt größer, wenn man das Heft auch mal als Geschenk nutzen will. Es wird erst einmal wieder nur eine kleine Auflage geben, was daran liegt, dass es nur in der Patisserie Bergmann erhältlich sein wird und es die wirren Entscheidungen der Zeit gerade nicht gerade leicht machen, die Patisserie zu besuchen. Der Versand wie beim Backbuch hat einen immensen organisatorischen Aufwand bedeutet, der einfach schwer in den Alltag zu integrieren ist, weil das Ganze ja neben Alltag, normalem Job, Blog usw. läuft.

Also... voraussichtlich ab Donnerstag liegen die Heftchen in der Patisserie, vermutlich wird es schlau sein, sich eines im Voraus zu sichern. Ruft einfach in der Patisserie an, dann könnt ihr euer Backheftchen auch noch in der Woche vor Ostern abholen... solange eben der Vorrat reicht.
Sollte ein größerer Bedarf da sein, gibt es auch hier gern eine zweite Auflage, sobald die aktuellen Beschränkungen wieder gelockert sind und man wie gewohnt zur Abholung in der Patisserie einkaufen gehen kann.

Hier ein kleiner Blick auf die Rezeptfotos... es sind 19 leckere Rezepte, dabei die besagten Ostertörtchen und eine rosa Lieblingstorte, die einmal für einen ganz besonders wichtigen Menschen entstanden ist und zugegebenermaßen auch etwas aufwändiger im Backen... aber für Lieblingsmenschen muss das eben auch sein... viele leckere Schichten Liebe...

Neben der Backerei hat auch uns unser neuer Alltag nicht ganz kalt gelassen, wir "feiern" immerhin schon Chaosjubiläum... Ein Jahr, das uns immer wieder erstlos sprachlos gemacht, vielen Menschen ihre gewohnte Struktur genommen und ihnen statt Sicherheit einen endlosen Kampf beschert hat.
Nicht alles, von dem, was gerade passiert, ist wirklich notwendig, besonders im zwischenmenschlichen Miteinander, aber wie es scheint, bringen besondere Situationen, in denen wir uns mehr schlecht als recht hinter Ablenkungen verstecken können, auch so einige Dinge mehr ans Tageslicht, als uns recht ist. So lange schon wissen wir, dass ein Leben, das vorrangig digital stattfindet, für Menschen keinen Sinn macht, die eigentlich soziale Wesen sind.

Wir sehen so viele komplett unsinnige Dinge, haben oftmals längst aufgegeben, darüber nachzudenken, verurteilen, packen in Schubladen, positionieren uns nicht mehr, agieren fremdbestimmt ohne Fragen zu stellen. Wir hatten oft in den Telefongesprächen, die uns mal zu diesem Blog geführt haben, das Gefühl, etwas schreiben zu müssen... aber wie will man das benennen, was in einem selbst nur Fragen aufwirft, die einem niemand beantworten kann oder will. Jede Frage, die man stellt, versandet im Nichts... Stattdessen tritt an die Stelle von neuen Ideen, die man in die Welt trägt, ein Ertragen, der Versuch, irgendwie heil zu bleiben und jemanden zu finden, dem es ähnlich geht, nur um zu hören, dass man nicht allein ist mit seinen vielen Fragen und dem Kopfschütteln über den alltäglichen Wahnsinn.

Bisher haben wir immer gebacken... und ja... es ist wie Therapie, falls einem jetzt dieser Gedanke kommt. Und auch eine kleine Flucht in die Welt des Ursprünglichen...der Aromen, Düfte, Konsistenzen... all das ist auch vollkommen legitim, weil es neben alle dem zähen Alltag ja auch exisitiert. Aber es wird immer schwerer, dem ganzen Ziellosen Abwarten, zu dem man gezwungen ist, etwas Schönes entgegenzusetzen. Nur wenige haben die Kraft, sich jeden Tag für eine neue Straße zu entscheiden, die dann morgens nach dem Aufwachen plötzlich wieder nach 10m endet und einen zurück schickt (meist nicht über Los), um neu zu schauen. Das laugt an irgendeiner Stelle den größten Optimisten aus.

Deshalb war es ein Weilchen etwas sprachlos hier... aber da auch das keinen Sinn macht, melden wir uns hiermit zurück. Und nein... wir werden kein Zoom-Meeting organisieren, keinen digitalen Workshop in irgendwas. Wir werden weiter versuchen, die ganz real schönen Dinge für uns und euch zu finden und darüber berichten, was die Situation auch an Gutem hatte... Meist sieht man das eh erst ein ganzes Weilchen später im Rückblick, weil Menschen sich unendlich schwer mit Veränderungen tun. Loslassen scheint eine wirklich gute Idee geworden zu sein... loslassen und immer weitergehen, vielleicht auch erstmal ziellos ins Nichts. Das scheint für unseren zivilisierten Verstand nicht sinnvoll, aber wenn man bedenkt, dass die Haupterkenntnis der letzten Monate gewesen sein sollte, dass NICHTS sicher ist, definitiv NICHTS..., dann sollten wir doch alle Ängste und das, was wir bisher für sinnvoll hielten, auf den Prüfstand stellen und wirklich anders weitermachen... mutiger, einfach ohne Masterplan, näher, mehr miteinander und vor allem auch flexibler...
Und vielleicht steht auch die Frage im Raum, wie exzessiv man daran arbeiten muss, dass alles wieder wird wie vorher... einiges hat sich als völlig lebensfremd erwiesen, vieles als überflüssig, manches als nicht unbedingt einziger Weg oder sinnvoll. Ich weiß tatsächlich nicht, ob unsere einzige Sorge der nächste Urlaub ist (wenn ich nicht gerade ein Ferienwohnungsanbieter bin) und welche Themen statt eines Alltags von 2020 etwas mehr Fürsorge vertragen würden. Es sind parallel so viele Dinge passiert, die in den normalen Medien schlicht untergegangen sind, die wir entweder als nicht änderbar hinnehmen oder die nicht interessant genug sind, um in der Medienlandschaft zu bestehen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln, aber dass alles anders werden muss, sieht wohl doch mittlerweile der Letzte. Und hoffen wir, dass wir lernen, die richtigen Fragen zu stellen... also z.B. nicht, wann kann mein Kind wieder in die Schule, damit mein Alltag funktioniert, sondern... wann kann mein Kind in die Schule und was trage ich dazu bei, dass Schule anders wird und nicht darauf reduziert, das die Fehler der letzte Monate so ausgeglichen werden, dass wir unsere Kinder mit Nachhilfestunden (ein Kindertag hat auch nur 24h und Kinder müssen Zeit zum Nichtstun haben!!!) vollstopfen, um das "wiedergutzumachen", was wir jetzt versäumt haben. Der Weg zurück zu einem Alltag mit den geringsten Widerständen, dem wenigsten Aufwand und der schnellen Normalität (was ist normal??) ist ganz sicher nicht der, den man gehen darf, wenn man nur etwas genauer hingeschaut hat. Vielleicht ist das Ganze doch der Punkt, an dem man überlegen sollte, was das eigene Leben wirklich braucht, was ich bereit bin zu geben, welche Risiken ich gewillt bin einzugehen, was ich ungefragt hinnehmen darf und inwiefern ich die neue viel virtueller gewordene Welt für ein reales Leben nutze.

Also doch wieder massig Themen für den Blog, den wir zwischenzeitlich aus Ratlosigkeit schon fast zum reinen Backblog haben werden lassen... aber das sind wir eben nicht nur. Und trotzdem... backt euch glücklich... ab sofort gibts wieder regelmässiger neue Rezepte, die wandern meist still und leise in die Rezepterubrik... also einfach immer mal reinschauen:))

am Tag danach

...danach ist ja bekanntlich auch immer gleich davor... was übrigens ganz nebenbei die Wertigkeit von Dingen auch ganz kräftig neu sortiert und das Thema Zeit , also die Frage davor oder danach gleich mit🙃 Damit kommen wir ja dann gleich gar nicht zurecht, wenn danach auch gleich davor ist und der Gedanke linear verlaufenden Zeitdenkens ins Wanken gerät... aber das soll gerade ja nicht das Thema sein.

Wir haben uns schön eingeruckelt ins Corona-Leben und das letzte Fitzelchen Hoffnung auf menschlichen Verstand rückt jeden Tag in etwas weitere Entfernung. Das letzte Jahr... ja, so viel ist es jetzt schon fast... hat uns eine Menge gekostet... nicht nur Geld. Aber einige wenige Dinge, brauchen wir uns nichtmal schönzureden, sondern die sind sogar ganz schön... Entweder ist meine Wahrnehmung schon stark ermattet oder bis auf die üblichen Rabattsprünge von 14% am 14. hat sich der Valentin in diesem Jahr stark zurückgehalten... entweder ich habe sie nur nicht gesehen, oder es gab sie nicht... die #starkalsPaar-Parolen, die so schön ins Schema passen würden. Nur ein paar Herzchen im Supermarkt und die eine oder andere Blume mehr im Einkaufskorb.

Es kann aber gut sein, dass wir nur schon so sehr drin sind im virtuellen Leben, dass es uns da nicht mehr so stark auffällt zwischen den sich gegenseitig jagenden Werbeparolen und im richtigen Leben da draußen gibt sich ja gerade eh kaum jemand Mühe, etwas an den Mann oder die Frau zu bringen... Schwer zu sagen, wer da wo was wahrnimmt, also wird es reduziert. Dabei hätten sie uns vermutlich sogar gut getan, ein paar Herzchen mehr, denn es ist frisch geworden um die Ohren. 5 Millionen Menschen mit Depressionen, habe ich kürzlich gelesen... ob das in-Corona-Zahl ist, weiß man nicht genau. Aber die Sache mit den Zahlen... Grippe gibt's ja dieses Jahr auch nicht, vielleicht ist Depression bei positivem Corona-Test ja auch Corona. Was nix dran ändert, dass es manchmal mächtig ungemütlich ist im Miteinander und da kommt dann doch ein liebevoller Tag ganz recht.

Also haben wir uns auch mal dran gemacht an die Herzen und es zwar nicht geschafft, alles rechtzeitig online zu stellen (Sonne und Schnee draussen gingen vor), aber das dürfte aus mehrerlei Gründen ein kleineres Problem sein. Einerseits geht Liebe immer, ihr könnt also alles jeden Tag machen (nur mit dem Punsch muss man sich ggf. beeilen, denn die angesagte andauernde Kälte hat einen Mutanten geschickt, der sich stark nach frühlingshaften Temperaturen anfühlt. Die Wettervorhersage ist gerade ähnlich unberechenbar wie der Virus... mag man den Gerüchten glauben, hat 5G (an das wir uns auch so schön gewöhnt haben so ganz nebenbei, wenn wir schonmal beim Gewöhnen sind... und mit so einem tollen Partnervertrag mit 5G ja auch verständlich😬) da so seinen Anteil, weil nunmal das einenge und an dem anderen im Wege steht... sprich die Weitergabe von Signalen. jetzt kommen wir aber vom hundertsten ins Tausende... eigentlich ging es ja um die Nutzbarkeit liebevoller Lebensmittel über den Valentinstag hinaus...

Die Fotos haben wir wenigstens schon auf Instagram und Facebook landen lassen... da sind wir manchmal deutlich schneller als hier beim langen Text. Es lohnt sich also, da ab und an mal zu schauen. Es gab Herzen aus Sandteig, welche aus Mandelknusper und aus Eiskonfekt... dazu dann den wirklich leckeren Punsch... UND... die Erkenntnis, dass es mal wieder nicht für alles ein Rezept geben muss und Freestyle irgendwie unser Ding ist. Vielleicht können wir euch ja Stück für Stück da auch infizieren... es macht die Dinge einfacher...wie im richtigen Leben eben auch.

Hier also dann die Erklärungen zu unseren herzerwärmenden Ideen, die Fotos drunter in der Galerie.

Herzen aus Eiskonfekt
Das Rezept zum Konfekt steht bereits in der Rezeptliste und im vorhergehenden Blogbeitrag... Eiskonfektmasse einfach in irgendeine beliebige Silikonform mit Herzen füllen... nicht zu groß, sonst wird’s viel im Mund... Dann ab nach draußen, wenn’s so kalt ist wie im Moment (-12 gerade) oder eben in den Tiefkühler... Rausholen, wenn alles schön fest ist und dann etwas Zeit geben. Wie dir Herzen rosa/weiß werden, verraten wir in der Osterbeilage vom Backbuch, das demnächst in die Neuauflage geht.

Sandteigherzen
Nehmt ein beliebiges Rezept für Sandteig, dazu Lebensmittelfarbe (die es mittlerweile auch für jeden gibt (www.eatarainbow.de... keine Werbung, nur unbezahlter guter Tipp) Und schon wird‘s rosa. Ab in den Spritzbeutel damit und herzig auf‘s Blech.

Herzen aus Mandelcrunch
Mandelstifte oder gehackte Mandeln mit geschmolzener Schoki/Kuvertüre, gehackten Kokoschips und/oder gehackten Keksen/Amarettinis vermengen. Gewürze und weitere Zutaten (gehackte Trockenfrüchte, Reiscrispies, Haferflocken, Schokoldenstücken...) je nach Lust und Laune dazu und alla ab in eine Herzform. Kurz fest werden lassen und ab  in ein kleines Kästchen zum Verschenken, in die Brotdose, neben die Kaffeetasse... Wer mag, streicht die noch halbwegs flüssige Masse auf vorher vorbereitete dünne Herzen aus Schokolade (oder eben auch gekaufte) und verfeinert diese damit.

Fruchtpunsch
Wer gerade etwas länger draußen unterwegs ist, wird den Punsch als Stimmungsaufheller schätzen lernen... nicht wegen des Rums, der optional rein kann, mehr wegen der die Laune hebenden Wärme.
Auch hier geht alles, muss aber nicht... ein roter, nicht zu süßer Saft (z.B. Apfel mit Brombeere... hier ruhig auch Brombeeren in Apfelsaft erhitzen und dann ggf. durch ein Sieb geben) bildet die Basis. Aufgekocht, mit etwas Wasser gestreckt und durch einen Kräuter-oder Früchtetee eurer Wahl (bei uns Himbeertee... Teebeutel in den heißen Saft hängen) ergänzt, fehlt dann nur für den Wohlgeschmack etwas Himbeersirup (oder eben ein anderer, den ihr bestenfalls im letzten Sommer vorsorglich gekocht habt🙃), brauner Zucker oder etwas Honig, etwas Zitrone oder Orangensaft, ein paar Früchte (bei uns Himbeeren) und für die Erwachsenen ein wärmefördernder Schuss Rum 🙃 Dann ab damit in die Thermoskanne und raus gehts...

Croisants & Co.
Gefüllte Croissants (geschmolzene Schoki aufstreichen, Karamell und zerstoßene Amarettini drauf oder griechischer Yoghurt, Karamell, Bananen und Amarettini)... zusammenrollen, mit Eigelb bestreichen und ab in den Ofen... UND/ODER... den fertige Croissantteig in Kerzform ausstechen und mit Eigelb bestrichen mit in den Croissants in den Ofen geben. Die fertigen Herzen werden vor dem Servieren gestapelt... zwischen sie griechischer Joghurt mit Karamell oder Honig, etwas Crunch (Amarattini, Kokosraspel oder Kokoschips...) und einer Handvoll Blaubeeren oder Schokochips... Tut einfach auch hier, was eure Küche hergibt:)

So, das waren sie... die liebevollen kulinarischen Gesten des unter dem Stern der Liebe stehenden letzten Wochenendes🙃 Das nächste Wochenende kommt ja ganz bestimmt und nachher ist ja vorher... also zumindest gut aufheben, die Tipps und nicht zögern, zu experimentieren... deshalb gab es diesmal keine Mengenangaben... WIeviel wovon ist allein geschmacksabhängig und hat mit dem Gelingen so rein gar nix zu tun... Also traut euch und vielleicht kommt ja auch mal jemand, der es einfach nur verdient hat, in den Genuss einer dieser Ideen. Eine wunderschöne Woche für euch und genießt den letzten Schnee. wer weiß, ob VOR dem nächsten Schnee diesmal vielleicht dann doch wieder länger dauert oder der Frühling noch einer kurzen weiteren Schneephase die Chance gibt.

Im Leben vieler Frauen

Wir lieben sie ja... die guten Geschichten, die es natürlich immer und überall gibt, wenn man sie finden will.
Eine, die uns gerade begegnet ist, heißt "hello bride on tour". Und... es ist eine Thüringer Geschichte.

hello bride hat seinen Sitz im Stadtzentrum von Pößneck, ein wunderbar individuelles Brautlädchen und einer Besitzerin mit einem riesigen Herz für das Glück der Bräute.

Sabrina Brussock hat sich mit dem Lädchen einen Traum erfüllt und ist, wie wir alle, mitten in eine sehr holprige Zeit gerutscht. Aber sie ist eine von denen, die Probleme als Herausforderung nimmt und einfach die trüben Gedanken auf den Kopf stellt wie ein Frust-Emoji, aus dem dadurch ein Lachendes wird. Was Viele nicht wissen ist, dass so ein Brautmodenladen nichtmal einfach so eröffnet werden kann, sondern enorm viel Vorplanung bedarf, die nicht nur inhaltlicher Natur ist.
Was auch wir nicht wussten... alles, was in solchen Läden hängt, ist keine Kommissionsware. Das heißt, jedes einzelne der Anprobekleider muss gekauft werden und kann nicht zurückgegeben werden, muss also sinnvollerweise in den Abverkauf, denn nach einer Saison kommt die nächste, noch aktuellere Saison. Was das heißt, kann man sich zusammenreimen. Es ist also nicht immer nur rosa, was glitzert, aber Traum ist Traum und in den investiert Sabrina gerade viel Mut und gute Ideen.

Die neueste Idee heißt "hello bride on tour"
Normalerweise kann sich Sabrina jetzt, mitten in der Saison, kaum vor Terminen retten. Aber dieses Jahr gibt es eben wie schon Ende letzten Jahres, als gerade die neuen Kollektionen für die Bräute 2021 geliefert wurde, dieses ABER.

Aber heißt... keine Beratung im Laden. Also kommt nun das, was sonst im Laden stattfindet, zur Braut nach Hause. Dass das bei dem Wert der Kleider und mit dem Wissen, dass die meisten der Kleider, die nun nach Hause zur Anprobe geliefert werden, genauso unversehrt wieder ins Zuhause der nächsten Braut gelangen müssen, nicht einfach ist, war klar. Deshalb gibt es ein paar Regeln für die Zuhause-Anprobe, damit jede künftige Braut nahezu das selbe Anprobeerlebnis haben kann, das sie auch im Laden hätte.

Die Atmosphäre des Ladens ist nicht zu ersetzen, ebensowenig der Luxus, mehr als einen Berater dabeihaben zu können.
Jetzt darf nur eine Person mit rein oder die engste Familie. Damit das überhaupt möglich ist, bleibt Sabrina draußen und schaltet sich per Videochat in die Anprobe, gibt Tipps, stellt die richtigen Fragen und unterstützt moralisch und mit all ihrer Erfahrung. Und natürlich hoffen alle, dass sie dann im Frühjahr oder Sommer bei den ersten Hochzeiten wieder live dabei sein kann und der Braut beim Ankleiden hilft.

Wie genau "hello bride on tour" abläuft, erfährt man bei einem Blick auf Sabrinas Website www.hello-bride.net, dort kann man sich auch für einen Termin anmelden. Nach einem Vorgespräch, was nötig ist, um sich ein Bild von den Wünschen der Braut zu machen, liefert Sabrina 5 Kleider zur Anprobe nach Hause, die dann per Videochat begleitet wird. Den Mehraufwand nimmt Sabrina gern in Kauf, weil eine Braut, die in diesem Jahr heiraten will und wirklich vom schönsten Tag in ihrem Leben träumt, vermutlich verzweifelt jede Verlängerung der Schließung der Läden beobachtet. Selbst weiter entfernt wohnende Bräute würde sie mit Kleidern "beliefern", was deutlich Druck aus den Schwierigkeiten der Hochzeitsplanung 2021 nimmt.

Also eine klare Empfehlung von uns für die Bräute diesen Jahres... genießt dieses Angebot und begebt euch beruhigt in die Hände von Sabrina, die euch mit Sicherheit zu einer wunderbaren Braut machen wird. Damit auch ihr sie ein bisschen näher kennenlernen könnt, haben wir ihr Fragen gestellt... Sie hat sich die Mühe gemacht, ausführlich zu antworten... seid gespannt. Ihr findet diese ganz unten, direkt unter den Kontaktdaten, die ihr natürlich unbedingt weitergeben müsst, wenn ihr von einer Braut gehört habt, die keine Ahnung hat, wie sie die Sache mit dem Kleid geregelt bekommt. In bessere Hände kann sie kaum geraten.. wir zumindest sind begeistert:)

hello bride
Sabrina Brussock
Saalfelder Straße 2
07381 Pößneck

kontakt@hello-bride.net
mobil: 01522 - 20 40 962
www.hello-bride.net

Liebe Sabrina...hier unsere Fragen an dich:

Wachst du früh im Bett zwischen einem Stapel Brautmodenzeitschriften und Stoffmustern auf?
So ähnlich :-), da ich mich seit meiner Jugend für Brautmoden interessiere, ist da schon einiges zusammengekommen.

Wie wird man Besitzerin eines Brautmodenladens und was ist für dich besonders an diesem Job?
Ich habe meinen Traum nie aufgegeben und immer daran festgehalten. Nach 23 Jahren habe ich mir ihn endlich erfüllt.
Man braucht natürlich wie bei allen anderen, die sich in die Selbstständigkeit wagen, Mut, Stärke und auch ein gewisses Durchhaltevermögen, da man sich ja auch erst einmal etwas aufbauen muss. Das geht nicht von heute auf morgen.
Und auch ich wollte mich in der Arbeitswelt beweisen, um mir wichtige Sachen zu erarbeiten, wie kaufmännisches Wissen, spezifisches Fachwissen und zu guter Letzt natürlich auch das Startkapital, das im Brautmodenbusiness nicht gerade klein ist, da man sich die Kleider alle kaufen muss. Es gibt keine Kommission.
Ich liebe alles an meinem Job und das Ganze ist eher meine Leidenschaft und Berufung als Arbeit. Beratung steht bei mir immer an oberster Stelle. Ich möchte in einer Wohlfühlatmosphäre meinen Bräuten und ihren Liebsten eine unvergessliche und fachliche kompetente Beratung bieten - für den schönsten Tag im Leben einer Frau. Und sind wir mal ehrlich, für die Frau ist das Wichtigste an der Hochzeit auf jeden Fall ihr Brautkleid.

Was inspiriert dich?
Meine Bräute inspirieren mich immer aufs Neue. Jede erzählt ihre eigene Geschichte. Ich bin so dankbar dafür, diese Berufung ausüben zu dürfen. Ich finde den persönlichen Kontakt besonders wichtig, um jeder Braut zu Ihrem Traumkleid zu verhelfen.

Ist es wichtig, einen bestimmten Stil zu haben oder braucht es in einem solchen Laden eher Kleider querbeet und in allen Farben?
Manche spezialisieren sich auf einen bestimmten Stil (z.B. Boho), aber meine Erfahrung zeigt, dass das im ländlichen Raum nicht so gefragt ist, wie in einer Großstadt. Bei mir findet die Braut deshalb alle möglichen Stilrichtungen ob Vintage, Boho, Prinzessin, die klassische A-Linie oder natürlich auch Curvy-Kleider. Aber auch die Farbe darf nicht fehlen... in diesem Jahr geht der Trend in Richtung Champagner.
In meinem Store kann sich die Braut unter ca. 100 verschiedenen Kleidern unterschiedlicher Hersteller ihr Traumkleid aussuchen.

Verändert sich Brautmode?
Ja, auf jeden Fall. Aber nicht so extrem schnell, wie bei unserer Alltagskleidung. Die meisten Hersteller bringen im Frühjahr ihre neuen Kollektionen heraus und präsentieren diese auf Messen, bei denen ich als Brautmodenausstatterin die Ware einkaufe. Geliefert wird sie aber erst ein halbes Jahr später. Es gibt natürlich auch Hersteller, die 2 neue Kollektionen im Jahr herausbringen. Dieses Jahr geht der Trend Richtung Spaghetti-Träger und leicht fließende Stoffe (Softtüll) und Farbe (Blush, Champagner, Nude). Auch transparente Corsagen mit viel Spitze sind sehr angesagt.

Sind Bräute schwierig?
Ein klares Nein. Ich finde jede Frau hat ihren eigenen Stil und möchte zu ihrer Hochzeit die Schönste sein. Da ist es nur legitim, sie ausführlich mit viel Geduld, aber auch mit viel Herz zu beraten. Es geht ja schließlich um den größten Tag im Leben einer Frau und auch um viel Geld. Im seltensten Fall ist das erste Kleid, das sie anzieht, auch ihr Traumkleid. Also kann eine Beratung auch schon mal bis zu 3 Stunden dauern. Für mich ist es aber wichtig, dass die Braut sich schön findet und zu 100 % hinter ihrer Entscheidung zum Kleid steht.

Du bist viel auf Instagram unterwegs... oft findet man da deine Bräute draußen oder in besonderen Locations. Warum nutzt ihr nicht ausschließlich Herstellerfotos?
...weil ich gerne in jedes der Kleider noch meine persönliche Note bringen möchte. Die Fotos der Hersteller sind wunderschön, aber manchmal sehe ich ein Kleid an einem bestimmen Ort oder mir gefällt ein Detail am Kleid besonders gut. Das versuche ich über die Shootings hervorzuheben.

Wo findest du Models für deine Shootings und was ist das macht Shootings für dich besonders aufwändig?
Nun, ich kenne zum einen viele nette Frauen, die ich dann gefragt habe ob sie da Lust darauf hätten, bekomme aber auch sehr viele Zuschriften. Für meine Curvy-Kleider habe ich aber auch schon mal einen Aufruf über Instagram gestartet. Soviel kann ich verraten: "Nein" zum Modeln hat bis jetzt noch keine gesagt :-).
Der Aufwand unterscheider sich, je nachdem, ob im Laden oder außerhalb geshootet wird. Bei einem Vintage Shooting im Herbst draußen habe ich da schon alle Hände voll zu tun. Angefangen von Fitting Terminen mit den Models im Voraus, bis hin zur Umsetzung am Fototag ist es schon immer ein enormer Zeitaufwand. Aber das mache ich sehr gern für schöne Fotos.
Da geht auch ein großer Dank an meine Models und die Fotografen, die immer Zeit haben und alles mitmachen. Wir haben da immer viel Spaß.

Wie bringst Du mich in das Kleid in dem ich wirklich perfekt aussehe?
Als allererstes lerne ich dich natürlich etwas kennen und du erzählst mir, was du dir so vorstellst. Daraufhin gehen wir in meinem Laden auf Suche. Wir starten meist erst mal mit 3-5 Kleidern in der Vorauswahl.
Wichtig ist mir, dass du aber auch mal verschiedene Stile probierst. Denn ein Kleid angezogen ist etwas ganz anderes, als auf dem Bügel. Ich frage immer zum Anfang der Beratung, ob auch ich ein Kleid als Vorschlag einbringen könnte, da ich mir meist gleich in den ersten Minuten etwas Passendes an Dir vorstellen kann.
Mit ein wenig Hilfe von mir, bringst "DU" dich aber in das Kleid, in dem du perfekt aussiehst.

In welchem Kleid würdest du noch einmal heiraten und wie sah dein Kleid aus?
Das ist eine schwierige Frage, da mir so viele Stile gut gefallen. Aber momentan gefällt mir der romantisch verspielte Stil sehr gut... mit viel floraler Spitze und einem schön fließenden Softtüllrock... und das Ganze am liebsten in der Farbe Blush.
Mein Brautkleid dagegen war das komplette Gegenteil, aber trotzdem wunderschön. Dazu muss ich sagen, dass ich vor über 15 Jahren geheiratet habe... da war der Trendstoff noch Satin. Mein Kleid war ein trägerloses Corsagenkleid mit Herzausschnitt aus Satin. Sehr klassisch, ich würde es aber immer wieder tragen und es ist bis heute mein Traumkleid.

Wer begleitet die Bräute in den Laden und gibt es die filmreifen Tränen wie im Fernsehen, wenn es DAS Kleid ist?
Meist werden die Bräute von ihren engsten Herzensmenschen begleitet, ob Mama, Oma, Schwester, Bruder, Trauzeugin oder beste Freundin. Aber auch die Kinder der Braut, insbesondere die Söhne, waren schon häufiger bei mir im Laden. Ich finde, das ist für die Mutter (die Braut) immer etwas ganz Besonderes.
Ob geweint wird wie im Fernsehen? Das ist ganz unterschiedlich. Jeder Mensch ist ja anders und einige weinen, sobald sie sich in ihrem Traumkleid sehen, manche dagegen sind nicht so nahe am Wasser gebaut. Was aber auch völlig ok ist. Die meisten denken nur immer, dass sie weinen müssen. Aber jeder Mensch bringt seine Emotionen anders zum Vorschein. Natürlich habe ich mir auch schon das ein oder andere Mal die Tränen nicht verkneifen können, da ich mich immer mit jeder Braut so sehr freue, wenn sie ihr Brautkleid gefunden hat.

Hast du von jedem Modell in deinem Laden verschiedene Größen vorrätig oder wie kommt die Braut ins perfekt passende Kleid?
Nein, die Kleider bei mir im Laden sind meist Probierkleider. Das bedeutet, wenn eine Braut sich entschieden hat, bestelle ich dann ihr Kleid in ihrer Konfektionsgröße beim Hersteller.
Natürlich kann es auch vorkommen, dass es bis zur Hochzeit nicht mehr so lange hin ist und die Zeit für eine Bestellung (zwischen 3-6 Monaten) nicht ausreicht. Dann besteht natürlich auch die Möglichkeit, ein Kleid aus dem Laden direkt zu kaufen.

Was ist das absolute No Go bei einer Anprobe?
Das ist eine Frage die ich nicht so gern beantworte, weil ich keinem zu nahe treten möchte. Ich finde, jede Braut soll sich im Vorhinein bewusst sein, wen sie mitnimmt zur Anprobe. Meine Empfehlung ist, nicht mehr als 3 Begleitpersonen dabei zu haben, die der Braut sehr nahe und ihr unterstützend zu Seite stehen. Umso mehr Meinungen, desto schwieriger wird es für die Braut, denn schließlich will sie ihr Traumkleid finden.
In Corona-Zeiten habe ich auch sehr viel Bräute gehabt, die alleine zu mir gekommen sind oder nur mit einer einzigen Begleitperson. Viele haben hinterher zu mir gesagt, dass es ganz toll war, nur auf sich und sein Herz zu hören... also durchaus eine Option für alle zukünftigen Bräute.

Können Bräute auch am Tag ihrer Hochzeit auf deine Hilfe hoffen?
Natürlich. Ich biete einen sogenannten Ankleideservice an. Das bedeutet, ich komme am Tag der Hochzeit mit dem frisch aufgebügeltem Kleid und helfe der Braut beim Anziehen des Kleides, dem Strumpfband oder auch beim Anlegen des Schmuckes. Meist haben die Trauzeugin oder die Brautmutter alle Hände voll zu tun und die Braut hat keine Hilfe. Gerade bei Schnürungen oder vielen Knöpfen braucht man aber eine ruhige und routinierte Hand und jemanden, der bei Problemchen einen kühlen Kopf behält.

Was sind deine arbeitsreichsten Monate?
Definitiv von Oktober bis März, denn da ist Hochsaison und alle sind auf der Suche nach dem perfektem Brautkleid.

Es gibt ganz frisch "hello bride on Tour". Was beinhaltet das Konzept und worauf freust du dich besonders?
Da ich ja leider nicht wie gewohnt meinen Laden öffnen kann, musste ich mir etwas überlegen, wie die Bräute, die 2021 heiraten möchten, trotzdem an ihre Kleider kommen. Deshalb biete ich diesen besonderen Service an und freue mich darauf, viele nette Frauen kennenzulernen und sie bei der Brautkleidsuche zu unterstützen.


Und hier: Sabrinas Lieblingskleider der aktuellen Kollektion:) Ein Klick auf die Bilder öffnet sie komplett:)

Einen lieben Dank an Sabrina und ihre Geduld:)
Falls ihr gerade eure Hochzeit plant...genießt diese besondere Zeit!

...erkennen wir, wenn unsere Kinder anfangen, zu fragen

Einmal  Homeschooling für Erwachsene...🙃


Warum verwittern Steine?

Was sehen wir am Winterhimmel?

Warum fressen Raupen so viel?

Erkläre NASS.

Aus welchem Grund leuchten Glühwürmchen?

Was ist Erdanziehungskraft?

Wie entsteht ein Erdbeben?

Warum fliegt Luft nicht weg?

Warum erfrieren Fische nicht?

Warum ist mir kalt, wenn ich nass bin?

Was ist Auftrieb im Wasser?

Warum gibt es Druck im Ohr?

Warum rieche ich den Frühling?

Warum ist in der Nacht alles grau?

Warum macht Seife Schaum?

Warum sind Wolken weiß?

Was ist ein Gas?

Warum brennt eine Kerze?

Was ist Tau?

Woraus besteht Brause?

Wie geht Brause herstellen?

Und wer jetzt nicht wusste, woraus Brause besteht, kann sich hier gleich einmal ausprobieren und vergisst vielleicht nie wieder, wie es geht🙃

Zutaten für Brause:

knapp 1/2 Teelöffel Natron
3 gehäufte Teelöffel Zucker
knapp 1/2 Teelöffel Zitronensäure
getrocknetes Aroma oder selbstgemachter Sirup