REZEPT DABEI (Page 20)

Gugl-Liebe
Auch, wenn es für eine Backstube alles andere als ökonomisch ist (so ein kleiner Kerl blockiert den Ofen für fast eine Stunde...), tun wir natürlich das, was uns ausmacht...
unsere Priorität gilt der Lust am Essen und wir lieben ganz eindeutig Gugl.

Und natürlich nicht nur wir, denn es hat sich rumgesprochen, dass immer mal ein Gugl in unser tägliches Angebot kullert und es gibt Gäste, die sind genausso süchtig wie wir nach dem Kuchen, den Oma noch immer fleißig in den Muckefuck (oder Blümchenkaffee, Ersatzkaffee oder den, den wir als Kinder auch immer bekamen...) getaucht hat.
So ganz ist aber nicht alles wie früher, denn viele kennen diesen Kuchen auch noch mit Trockenfrüchten und die ursprüngliche thüringische Version kam oft sogar mit Kartoffeln daher.
Und dann ist da ja noch der Aschkuchen, der aber wie der Gugl derselbe Rührkuchen ist, den wir so lieben. In einem tiefen Gefäß/Napf gebacken, wurde er von Oma so genannt und in nicht wenigen Familien in Thüringen hört man das noch heute so.
Lange Rede, kurzer Sinn... so ein gerührter Gugl-Asch-Kuchen wird sogar stylisch und geht noch viel schneller als der große Bruder, wenn man ihn in kleine Mini-Gugl-Förmchen packt. Unser Mini-Gugl-Lieblingsrezept an anderer Stelle, für heute unserer großer Liebling, der Vanille-Gugl.
Ebenso gelingsicher wie lecker und auf den Fotos zu sehen:
Rotweingugl, Nougatgugl, Eierlikörgugl

Aber hier nun endlich der Lieblings-Vanille-Gugl:


Kürbiskekse für Vierbeiner

Nein, sie sind nicht für Menschen gemacht... eigentlich. Aber es ist nur drin, was auch Menschen mögen und nicht wenige unserer Freunde haben sie, frisch aus dem Ofen, schon gekostet... sogar als Nahrung für Bergtouren waren sie schon in der Auswahl, nur kam es bisher noch nie zum Test bezüglich lang anhaltender sättigender Wirkung.

ABER..
Im Alltag sind sie, was sie sind... Hundeleckerli. Nicht jeder mag diese Version, einer unserer Hunde nimmt sie nur mit sehr verächtlichem Blick, frei nach dem Motto: wenns sein muss... Nr. 2 liebt sie, auch wenn im Rezept die Leberwurst fehlt, aber wenn es eurem Hund genauso geht, dann ergänzt sie einfach...

Wichtig ist, sie bei moderaten Temperaturen richtig schon im Ofen zu trocknen, die Schnellversion bei 150° geht auch (sie werden damit schön kross), aber wenn sie danach nicht luftig gelagert werden, haben sie nicht das ewige Leben, weil sie innen nicht ganz trocken sind. Also auch hier experimentieren zwischen Bedarf (also wie lange überleben sie grundsätzlich bei der Lust eurer Hunde auf Leckerlis und natürlich der Version, die der Hund mag... ). Wir machen kleine Mengen und lagern in einer Pappbox mit Loch... backen deshalb bei ca. 150° ca. 20 min.

Am aufwändigsten ist tatsächlich das Formen... kleine Kugeln zwischen 1-1,5cm oder diese auf dem Blech plattgedrückt zu  runden Keksen... Backpapier drunter kann, muss aber nicht...sie backen kaum an.

Dann viel Spaß beim Experimentieren... habt einen schönen Herbst!

Oktoberfest...

mitten im Oktober und Grund genug zu probieren, ob Oktoberfest mehr als nur blau-weiß sein kann:)

Oktoberfest außerhalb Bayerns ist natürlich bunt. An Bier ist gedacht und da das Auge mitisst, gibts dazu etwas Deko.
Guinesskuchen mit Apfelschmand trifft heute also auf Marzipan-Kürbis-Kugeln und dekoriert wird mit Heidekraut und herbstlich-edlen Kerzen.

Letztere erhalten ihren edlen Look durch transparente, mit herbstlichen Klebedekoren beklebte Banderolen. Diese bleibt beim Abbrennen einfach dran und ist geschützt durch die dünne Wachsschicht, die beim Abbrennen an der Innenseite der Banderole entsteht. Einzige Voraussetzung: die Kerzen müssen aussreichend dick sein, mit schmalen Kerzen funktioniert das Ganze nicht.  Dem Ergebnis geht langes Herumprobieren voraus, zu haben sind die Banderolen in einigen Ausführungen im Set, aber auch auf Anfrage als spezielle Anfertigung für ein besonderes Fest oder als Geschenk in der PaperPatisserie.

Kleine Kränze aus Heide (gerade überall in allen möglichen Versionen zu kaufen) sehen auch bei einfachen Kerzen toll aus. Dafür einfach einen Ring aus einem dünnen Ast biegen und immer 2-3 einzelne Stängel Heide mit dünnem Blumendraht am Ast befestigen... die einzelnen Stängel überlappend anordnen, je nachdem, wie dick der Kranz werden soll, in mehreren Runden binden oder mehr Stängel auf einmal zusammen nutzen. Die Kränze können trocknen und begleiten euch den ganzen Herbst über.

Und jetzt wirds süß... damit auch Männer gern zugreifen, ist Bier im Spiel.
Während in den Marzipankugeln Amaretto, Marzipan und Mandeln auf Kürbismus treffen, glänzt der Guinnesskuchen unglaublich schokoladigem Geschmack und ist durch Bier, Buttermilch und Apfelschmand ein schön feuchter Kuchen, der auch noch Tage nach dem Anschnitt (falls er das überlebt) toll schmeckt.
Hier das Rezept...(Guinnesskuchengesehen bei #herzelieb)

 Von Äpfeln, Familie und dem alten Land
Eigentlich wollten wir unterwegs sein in diesem sonnigen Herbst... unterwegs in meine und die Vergangenheit meiner Großeltern, die nicht unbeträchtlich ein Grund dafür ist, dass Ihr jetzt so lecker genießen könnt in Stelzendorf.

Opa erntet noch mit 88 Äpfel, egal wie hoch der Baum ist, Oma hat mir eine nicht totzukriegende Liebe zu allem, was lecker ist, vererbt, beigebracht, sie schätzen gelehrt... wer weiß. Wichtig nur, sie dauert an und ist der Grund für Backbücher im Bett, nur ein freies Wochenende im Monat, immer ein wenig zu wenig Zeit für die Kinder und vor allem aber unbändiges Glück an jedem Tag in meiner Backstube.

Zurück zu den Äpfeln... denn die werden hier noch eine große Rolle spielen. Apfelzeit und Altes Land gehören für mich zusammen und wenn Oma sich nicht just in diesem perfekten Herbst auf ein Kräftemessen mit einem LKW eingelassen hätte, hätten wir den perfektesten Apfelstrudel eingepackt und wären mit der ganzen Familie dorthin gefahren. Apfelstrudel unter Apfelbäumen, den Wind um die Nase wehen lassen, Bäckereien besuchen (man lernt ja nie aus), in Hofläden regionale Produkte finden...

Da das nun alles verschoben werden muss, bleibt der Apfelstrudel, den es natürlich gab und dessen Rezept ich gern mit euch teilen werde.
Nix mit Strudel- oder gar Blätterteig, sondern Mürbeteig muss es bei dieser Variante sein. Opa kommt aus dem Sudetenland, da macht man das so und natürlich habe ich von Oma genau das gelernt. Probiert es aus, in der Pâtisserie war der Strudel in Windeseile ausverkauft... aber ab sofort gibt es ja den eigenen:)

Viel Spaß beim Backen... und wenn euch mal das Fernweh packt... ab ins Alte Land!