Emil, Liese und die Zutaten des Glücks
Emil ist der Neue von Liese und neu auch im Garten von Doreen. Und er tut gut, nicht nur Liese, denn Emil ist ein Kuschelschaf. Gut für die Seele seiner Menschen und außerdem eine alte Rasse mit hervorragenden Nutzeigenschaften... ach ja, Emil ist ein Walliser. (Da werden ihm die Berge hoffentlich nicht zu sehr fehlen.)

Emil passt unabhängig von der ganzen Kuschelei perfekt ins Leben voller Glück, das wohl auch all die Gäste in die Pâtisserie strömen lässt, um ein Stück davon zu erhaschen. Dass es nicht ganz ausreicht, ein Stück Torte zu essen oder gar mit nach Hause zu nehmen, wird man schnell merken, denn fürs Glück braucht es mehr.

Ein hüpfendes Herz, wenn man die eigenen Früchte von einem übervollen Baum erntet und in Gedanken schon die geschälten Früchte im Topf für ein Chutney oder die Füllung für einen Kuchen riechen kann und Dankbarkeit fühlt, dass die Natur das einfach so eingerichtet hat, Neugier beim Blick ins Hühnerhaus, wieviele Eier dort wohl gerade noch liegen und ein nettes Wort für die Hühner...(das können die auch gut gebrauchen), ein wehmütiger aber auch glücklicher Gedanke an Oma, ohne die es das Rezept für den Apfelstrudel so nicht gäbe (und vielleicht auch die Liebe zum Backen) und für die wir immer viel zu wenig Zeit haben, die aber einfach nicht unendlich vorhanden ist...

Es sind die guten, kleinen Dinge, die voller Ruhe, Selbstverständlichkeit, Beständigkeit... die aber meistens so leise daherkommen, dass man lernen muss, sie wirklich zu schätzen. Und wenn aus all dem dann noch etwas wird, was Menschen an einem Ort wie der Pâtisserie glücklich macht, ist man nah dran am großen Glück.
Das alles ist neben den guten Zutaten drin in dem, was man an solchen besonderen Orten bekommt. Deshalb kann man es nur genießen, nie wirklich mitnehmen und ist wirklich ein Glückskind, wenn einem eine Ahnung davon kommt, warum alles so besonders ist und man sich auf die Suche nach dem eigenen kleinen Glück macht.

Mein kleines Glück setzt sich auf dem Heimweg fort... eh schon sehr zufrieden und glücklich so am Ende einer Woche toben dann noch meine Vierbeiner wie wild über vom Wind und sehr frischer Luft leergefegte Wiesen... Was will man mehr.

(Naja, ausser dem leckeren Kürbiskuchen im Ofen, der gerade abkühlt... warum kommt mir nur gerade der Gedanke, ob ein dicker Klecks Sahne dazu passt... und der Aussicht auf einen Nachmittag auf dem Sofa mit Hectors Suche nach dem Glück, dem Badewannenbuch, das doch nicht zurück ins Regal gewandert ist und heute morgen zu diesen Gedanken hier geführt hat.)

Habt einen schönen Sonntag!
(Ach ja... die Quitten... die führen auch zu mehr... Freie Wochenenden führen bei Bergmanns immer zu wilden Ideen und die Quitten werden zu leckeren Ergebnissen führen, die natürlich nicht unerwähnt beiben... also schon mal einem Quittenbaumbesitzer Bescheid geben, dass er ein paar Quitten für euch aufhebt.)


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