Warum wir sind, wie wir sind

Heute ist mir wieder bewusst geworden, warum wir vermutlich gern ein Blog sind, der vielleicht sogar den Anschein erwecken kann, nicht besonders up to date zu sein... Keine Kooperationen mit Firmen, keine Werbung, keine Links zu Zutaten und Quellen...

Wir werden tatsächlich nicht bezahlt, für nichts, von niemandem.
Das Ganze hat nichts damit zu tun, dass wir niemanden finden, für den wir interessant genug sind, sondern damit, dass wir das nicht wollen. Weil wir für nichts stehen wollen, was ggf. nicht im Ganzen unserem Denken entspricht, weil wir uns nichts ausdenken möchten, was an ein bestimmtes Produkt geknüpft ist, weil wir nicht über alles berichten wollen, was uns umgibt, sondern nur das, was für uns besonders ist.

Das gibt uns einerseits Freiheiten, weil wir schreiben, wann und wie oft wir wollen und auch die Inhalte unserem eigenen Erleben entnommen sind, was sie natürlich auch sehr aktuell machen kann. Externes, also wenn Menschen oder Unternehmen unser Thema sind, wird natürlich gegengelesen, sodass niemand in irgendeiner Form  falsch dargestellt wird, aber die Sicht der Dinge ist unsere. Der Lohn für das alles... wir treffen spannende Menschen, erweitern unseren eigene Horizont und es macht glücklich, wenn mittlerweile viele regelmässig hier zu Besuch sind, weil das auch den Themen, die uns wichtig sind, Öffentlichkeit gibt.

Wie wesentlich es ist, in keinerlei Abhängigkeit zu stehen, ist mir heute morgen beim Klick auf den Link eines Backblogs geworden. Natürlich lassen wir uns inspirieren und lesen die wirklich spannenden Blogs mit. Heute habe ich zum ersten Mal wirklich frustriert inmitten einer für mich interessanten Info einfach weggeklickt, weil ich nur damit beschäftigt war, Werbebanner zu umschiffen.
Der eigentliche Inhalt war kaum zu erkennen (und das noch nicht einmal auf dem kleinen Display des Smartphones).

Natürlich gibt es Menschen, die von  Blogs leben wollen, was aber ebendiese Folgen hat... Die Blogs verlieren ihre wunderbare Optik, in der man sich gut aufgehoben fühlt und die man auch deshalb gern wieder aufruft UND sie werden zum Teil auch unglaubwürdig, weil nur der Einfältigste glaubt, dass jemand, der sich vorrangig mit sehr kreativen Rezepten befasst, plötzlich auf fertig verpackte Dekostreusel auf banalen Kuchenmischungen steht...

Insofern... ich habe eine Mail geschickt und der Bloggerin geschrieben, wie es mir beim Lesen ging... ich bin gespannt, was passiert. Für uns heisst das wie gehabt... werbefrei, soweit man das behaupten kann, denn was ist eigentlich werbefrei?
Das wäre schon wieder ein neues, philosphisches Thema... wo beginnt Werbung... beim glücklichen Teilen eines Fotos vom geliebten neuen Dekoteil? Eigentlich ja..::)

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