wird gefrühstückt...

und nicht wenige fragen sich auch immer wieder, was gibts da?

Darauf haben wir heute die ultimative, wenn auch nichts sagende Antwort:)
Das soll heißen... wir haben Fotos gemacht von einem Frühstück, was aber nicht heißt, dass das DAS Frühstück ist. Im Gespräch ist einmal den Begriff SKURRILE VIELFALT dafür gefallen und das trifft es, inklusive der Tatsache, dass sich die Vielfalt wandelt wie eine Amöbe, denn dieser Sonntag ist nicht der nächste. Das Leben geht weiter, die Ideen kommen und gehen und nicht jede Woche ist dasselbe im Kühlschrank, selbst wenn der Einkaufzettel dasselbe zeigt, denn bekanntlich finden immer wieder regionale frische Dinge den Weg in die Küche.

Und so passiert es, dass sich auf diesem Bild Fisch wiederfindet... nicht nur im Lachsaufstrich. Wer darauf beim nächsten Frühstück wartet, könnte Pech haben, bleibt aber vermutlich ohnehin auf der Suche nach dem Fisch bei etwas anderem hängen, dass er noch niemals zuvor gesehen hat und das sich zu kosten definitiv lohnt. Skurrile Vielfalt eben.

Für jemanden wie mich ist dieses bunte Angebot an Speisen noch vor 9Uhr früh die reinste Überforderung. Mein Magen steht frühestens 11 Uhr auf (eigentlich sollte ich intervallfasten, mein Biorhythmus ist dafür wie gemacht) und kann schlicht nix mit Granola, frischen Brötchen, duftendem Brot mit Backofenkäse, Linsen- und Fischsalat, Triffle mit in Kokosschnaps eingelegten Buiskuits, Bananenbrot, Schinken, Pavlova, Milchreisauflauf oder Gemüsepfanne anfangen. Gut für die Fotos immerhin, denn mir knurrt nicht der Magen angesichts all der Köstlichkeiten und ich kann den umwerfenden Geruch ausblenden.

Nicht so übrigens die Gäste, die noch vor 9 Uhr mit vor Staunen aufgerissenen Augen am Buffet stehen und nicht wissen, wo sie anfangen sollen, aber sich klar sind, dass es mindestens ein zweites Mal geben muss. Und das bevor sie auch nur einen Bissen gekostet haben. Dann wirds definitiv noch dringender:)

Frühstück ist für Doreen wie ein Rausch. Man schaut in den Kühschrank und sieht die tausend Dinge vor sich, die man daraus machen kann. Wenn man dann ein Team hat, dem es ähnlich geht und das all die Leckereien so aufs Buffet bringt, dass es aussieht wie ein Feuerwerk an Farben und Aromen, dann kann man sich sicher sein, dass einem der Weg von Hermsdorf, Plauen, Erfurt, Zeitz oder Gera aus noch vor dem Aufstehen  nicht zu mühsam ist.

Nie ist etwas gleich, es kommen ständig neue, inspirierende Leckereien hinzu (Jahreszeiten und Feste tun das Übrige) und jedes neue Frühstück hält Überraschungen bereit. Mittlerweile muss man sich lange vorher anmelden, um überhaupt Platz zu bekommen. Allerdings sollte man auch nicht allzu traurig sein, wenn das nicht klappt, denn der Ideenrausch setzt sich im Laufe des Tages fort und auch im Alltagsbetrieb gibt es massig Überraschendes...

(Hier übrigens die schönsten Plätzchen, die ich jemals gesehen habe...)

Sowas passiert, wenn man mit Rezepten ins Bett geht. Kennt ihr das Gefühl, Appetit auf eine Sache zu haben und dann gedanklich durchzuspielen, was so alles dazu passen könnte und in welcher Form das Ganze am besten schmeckt? Manches muss ein Triffle werden, weil die Zutaten sich gar nicht in einer Torte verarbeiten lassen, ein großer Gugl ist viel saftiger, als viele kleine... allerdings wird man süchtig, wenn man vor Heidelbeeren strotzende Muffins aus dem Ofen holen kann (Puderzucker dick drüber oder ein Frosting? Schon wieder Optionen...)... All das wandert lange vor dem Backofen durch den Kopf und wird geschmacklich, optisch und von den Konsistenzen her immer wieder neu kombiniert... Wenn Zimtschnecken zu schnöde sind, dann gibts halt den fruchtig sauren Gegenspieler dazu, die Himbeeren (und vielleicht noch etwas Pudding?)...  und schon wird aus der Zimtschnecke eine Zimt-Pudding-Himbeerschnecke. So einfach, so lecker.

Und genau mit so einer gehe ich dann nach Hause und nehme auf die Autofahrt durch reifbedeckte Felder und die aufgehende Sonne den Geschmack und Geruch der Backstube mit.

Was sollte einen glücklicher machen?

Und noch eine gute Nachricht am Schluss...
Da bereits jetzt die ersten Sonntagsfrühstücke für das kommende Jahr so fast ausgebucht sind, gibt es im Januar-März jeweils am Samstag VOR dem Sonntagsfrühstück ein Samstagsfrühstück... die genauen Termine findet ihr auf www.sweet-and-tasty.de.

2 Kommentare

  1. Frühstücksrezepte sind mehr als einen Kalender wert ?

    1. Author

      Das sieht so aus, als müssten wir mehrere Kalender in Angriff nehmen… einen von uns und einen mit Rezepten von euch allen:)) Naja, demnächst ist eh die Zeit der Vorhaben… Besser als Verzichtsvorhaben:))

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