zum Rezept springen

Es könnte sein...

...dass es die Form ist, die macht, ob es Liebe wird.

Das Thema Lebkuchenhaus stand im Raum... eines, das schmeckt und bei dem nicht nur die Deko abgefuttert wird und sonst nix.
Also muss der Lebkuchen stabil, lecker und nicht trocken sein. Ihn erst tagelang weich werden zu lassen, geht natürlich bei einem Haus auch nicht... so große Dosen hat kaum jemand oder sie sind bereits mit Plätzchen belegt:)

Also entstand in einer Mischung aus vielen findbaren Rezepturen am Ende die, die zu einem Haus führte, das von jemandem, der nur die Fotos sah, als Backunfall beschrieben wurde (das Wort war noch etwas anders:)), weil es durch die komplette Mandelschicht und fehlende Gummibärchen und Co. nicht wie ein typisches "ordentlich gebautes" Lebkuchenhaus aussieht.

ABER... es hält, was es verspricht und tut das, was der Plan war...SCHMECKEN... super lecker. Und es sieht in natura nur halb so wild aus.
Das Haus ist auch nach mehrfachem Umsetzen noch nicht zerfallen, weil gut mit dunkler Schokolade zusammengeklebt... Überhaupt gab es nur Schokolade am Haus, keinen Zuckerguss. Die Mandelschicht musste einfach sein, weil blanker Lebkuchen irgendwie doch nur halb so lecker ist. Deshalb haben wir das Lebkuchengrundrezept auf das Blech gestrichen (ein wenig zäh aber möglich), Butter in einem Topf geschmolzen, Mandelblättchen und Zucker dazugegeben und alles etwas bräunen lassen. Die Masse VOR dem Backen auf den Lebkuchenteig streichen und beim Essen später immer etwas süssen Knusper im Mund haben:)), auch wenn die Optik dadurch etwas unruhig wird. Hier geht Geschmack eindeutig VOR Optik.

Den Bauplan hatte das Internet parat... unsere Teigplatte war etwa 26x26cm groß und das Haus hat damit eine Grundfläche von etwa 10x15cm. Die Teigplatten mussten nach dem Backen noch etwas dünner geschnitten werden, aber so waren sie wenigstens nicht zu trocken. Zum Bauen hatten sie in etwa eine Stärke von 1cm. Zusammengeklebt wurde mit geschmolzener dunkler Schoki und als Deko kamen geschmolzene weiße Schokolade, Popcorn mit Karamell (die Kugeln) und ein paar Zuckerplätzchen zum Einsatz. Die Bäume bestehen aus Teigresten mit übrigem Zitronenmarzipan vom letzten Backen... es kann aber auch gut eine Marmelade, ein Gelee und/oder Frischkäse zum Einsatz kommen, um die Teigreste wie CakePops formbar zu machen. Und drüber wieder reichlich Schokolade.

Soviel zum Haus... das Rezept zum Teig findet ihr gleich unter diesem Text, es kann natürlich auch einfach als Lebkuchen gebacken werden... Teigkleckse mit oder ohne Backoblaten aufs Blech... den frisch gebackenen Lebkuchen mit Zuckerguss (Puderzucker + Zitronensaft) bestreichen und alles trocknen lassen. Auch hier kann natürlich die Mandelschicht des Hauses zum Einsatz kommen. Wer das Haus nachbacken will und nicht mit dem Rezept des Teiges und den Tipps zurechtkommt, schickt uns einfach eine Mail, denn als Rezept wandert hier und heute das "Abfallprodukt"  LebKuchen unter den Post.

Denn... es gab mehr als genug Abfall beim Bau des Hauses, der so lecker war, dass man ihn weiterverwenden musste. So entstand aus den Resten des Lebkuchenhausteiges und weißer Schokolade ein LebKuchen. Lebkuchen mit Käsekuchenteig und Mandarinen... eine himmlische Kombi.
Wer NUR den Kuchen machen will, reicht mit den im Rezept angegebenen Mengen. (Wer Haus + Kuchen als Ziel hat, verdoppelt die Menge Teig. Der "Abfall" vom Hausbau sollte dann als Teig für den Kuchen reichen.) Welche der Ideen für euch Liebe wird, müsst ihr nun selbst entscheiden... der Lebkuchen ist derselbe und schmecken tut's allemal...

Der Versuch Lebkuchenhaus endet hier mit der Erkenntnis... man muss es unbedingt selber backen, aber wie das beim Hausbau so ist... das Ganze hat Tücken. Bestenfalls hat der geneigte Bäcker einen ambitionierten Bauherren an der Hand... dann lassen beide nur halb soviel Nerven:) Aber es lohnt sich, zumal ja das wunderbare Kuchenrezept mit passiert ist. Es eignet sich auch gut für die Feiertage, kann ruhig einen oder zwei Tage vorher gebacken werden und ganz sicher auch eingefroren oder eben kalt gestellt.

...weitersagen (share this)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

achtzehn − vierzehn =