macht glücklich

Und das so richtig.
Es gab bei uns zuhause kürzlich ein Aha-Erlebnis, das die  Geschichte mit dem Selbermachen natürlich auch ein wenig schwierig macht... Eigentlich wollte ich endlich das Thema der Reste im Kühlschrank ein wenig mehr im Griff haben, das, egal welche extra Ordnungsboxen man verwendet oder wie selten man einkauft, immer und überall ein Thema zu sein scheint.

Die einzige Lösung (zumindest für uns) ist die: (die es uns parallel ermöglicht, all dem Haltbarkeitskram und draus folgenden Zuschlägen zu entgehen und etwas mehr auch zu wissen, was wir da essen) wir greifen mehr auf  Rohstoffe zurück. Das heißt, man hat Grundprodukte, die man immer wieder gern verwendet und setzt die für alle möglichen Dinge ein... das heißt, sie werden tatsächlich alle (sorry, Katzen und Mäuse, die ihr vermutlich unseren Kompost als Futterstelle lieben gelernt habt), das  Nachkaufen gestaltet sich übersichtlicher und man weiß auch einfach, was man immer da hat.

Schwierig am Ganzen: man muss selbermachen... Muss kreativ sein, sich doch mal mit einer Handvoll Rezepten  beschäftigen und  beim Rest einfach machen. Diesen Gedanken im Kopf gab es bei uns kürzlich selbstgemachte Gnocchi. Ich schleiche seit Monaten um eine Spätzlereibe herum, aber kann mich nicht entscheiden, weil die Küchenschränke eh schon voll sind... demnächst wird es eine geben und Schuld daran, sind eben diese Gnocchi. Für die hatte ich mich entschieden, weil es doch tatsächlich OHNE zusätzliches Werkzeug geht... hurra... und das Rezept samt Anleitung überschaubar war. Wenn mitten in der Woche gekocht wird, darf‘s einfach keinen Uniabschluss brauchen, um zu begreifen, was da steht, sonst fehlt die Zeit.

Gnocchi machen ist eine köstliche Sauerei... Gottseidank mögen die Hunde den Kartoffelteig auch und haben meine vollkommen verklebten Hände geduldig abgeleckt... das Ganze war wie Tapetenkleber deluxe. Aber es lohnt sich unendlich. Allein das machen war toll... es hat geduftet, sich großartig angefühlt... und es gab weniger Zutaten als die Hunde Finger an einer Hand ablecken mussten. Das Problem... ich werde nie wieder die Gnocchi kaufen können, die es da im Kühlregal abgepackt in Tüten gibt, egal wie stylisch das Ganze ist. Das heisst, das alles war eine reine, ungeplante Arbeitsbeschaffungsmaßnahme... allerdings kann man sie sehr sicher gut einfrieren und dann gehts beim nächsten Mal schnell. Es ist alles möglich... füllen,Parmesan in den Teig, Kräuter... und es geht ratzfatz. Das Rezept gibts demnächst hier... ich hatte nicht auf dem Plan, dass sie so köstlich werden und habe natürlich kein Foto gemacht... also schaut immer mal wieder vorbei in den Rezepten... sie kommen.

Dieselbe Erfahrung hatte ich schon vor einigen Monaten mit Hundeleckerlis. Hundefutter ist ohnehin ein Thema für sich, mindestens genauso unüberschaubar wie beim Menschen. Weil man ja aber hier für ein anderes Lebewesen entscheidet, sollte es schon passen. Und bei den Leckerlis fing es an. Bei uns gibts die selten, weil unsere Hunde in der Erziehung nicht futterbestechlich sind... sobald sie merken, was los ist, fressen sie nicht mehr, egal wie lecker. Aber wenn man dann doch mal wieder ewig geduldig irgendwo rumhocken muss, weil Frauchen Fotos macht oder im Auto warten muss, weil nicht jeder Ort hundetauglich ist, dann gibts die als Ausgleich für Geduld. Einer dieser Anlässe hat mich dann vor's Regal mit den Hundeleckerlis geführt und nachdem ich minutenlang nichts zwischen gefühlt hundert Produkten gefunden habe, was den Anschein gemacht hätte, lecker und halbwegs gesund zu sein, war klar, wir würden die ab sofort selbermachen. (ja...es gibt genug gesunde Versionen, aber selbst die sind mit Vorsicht zu genießen und scheinbar manchmal auch ungenießbar... zu den gesundenProteinleckerlis mit Insekten konnte ich kürzlich nämlich weder den einen noch den anderen, eigentlich hungrigen, Hund überzeugen...)

Und da Selbermachen ansteckend ist, haben das auch  Menschen um uns herum gemacht und weil am Wochenende Hundegeburtstag war, gabs Torte... Liebe Lene... du weltbester Hunderleckerli-Bäcker, vielen Dank! Die Lene ist noch ziemlich jung, versorgt aber die Hunde der Familie und manchmal auch uns mit selbstgemachten Leckereien aus roter Beete, Joghurt, Haferflocken... Und für unseren Geburtstagshund stand nach demSpaziergang im Regen dann plötzlich ein Stück Torte auf dem Küchentisch. Ich muss gestehen, ich habe erst beim näheren Hinsehen gemerkt, dass es Hundefutter war...gottseidank waren Hundekekse als Deko drauf. Das haben wohl auch Rosa und Laky gedacht, als sie loslegen durften. Sie haben erst gefressen, als sie es in kleinen Stücken aus der Hand bekamen... so im Stück sah es wohl zu sehr den verbotenen Tortenstücken von Frauchen aus (die auch schonmal geklaut wurden). Ihr seht es ja selbst in den Fotos..::)

Und noch ein Beispiel von Selbermachen, auch von diesem Wochenende... ich habe ein Brot geschenkt bekommen, das noch nach Dorf schmeckt. Das Schöne daran... ihr könnt lernen, wie man das bäckt. Es ist unfassbar lecker... feucht, gehaltvoll... Dass es länger frisch hält als gekauftes Brot, ist leider egal, denn es wird nie länger halten. Dafür ist es zu lecker... es sei denn, man bäckt wirklich selbst und lagert sie. Gebacken werden kann auf dem Berghof in Weckersdorf, die Termine wandern in unseren Veranstaltungskalender... rechts nebenden Beiträgen.

Es ist so, dass dieses Brot teurer werden wird, als das aus der Backtheke, aber  es macht euch mehrmals glücklich:  beim Machen und Essen.  Allein das Natursauerteigbrot, das der Berghof bäckt, besteht aus Roggen, Dinkel, Braunhirse, Buchweizen, Salz, Sauerteig, Kerne,  Samen, Nüsse, Kräuter, Gewürze... Und die Körner werden selbst gemahlen und kommen nicht aus dem Supermarkt. Also nix mit Brot, das mit Enzymen (...nicht so schlimm, weil der Körper sie eh hat??) versetzt funktioniert oder begast wird, damit es sich länger hält. Wie kann man allein bei dieser Beschreibung der Herstellung noch vormachen, das wäre wirklich noch ein gesundes Lebensmittel.

In dem Sinne... vielleicht ein guter Vorsatz für diese Woche... ein Essen wirklich mal allein aus Rohstoffen machen. Es gibt viele einfache Versionen, die nicht von einem verlangen. Lebensmittelkundler, Koch oder Bäcker zu sein. Es muss ja alles in den Tag passen. Aber der Vorwand, keine Zeit zu haben, zieht halt auch nur, wenn man essen machen als Last empfindet. Selbstgemachtes bringt oft schon beim Machen Erfüllung und bekommt so einen ganz anderen Stellenwert. Probierts mal aus...

 

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