Rezept

Erinnerungen und Liebevolles

Das können wir wohl gerade alle gebrauchen... Liebevolles. Und in diesem Jahr wird wohl auch der Valentinstag weniger kommerziell als eher selbstgemacht ausfallen... was ja sehr viel für sich hat. Vielleicht "bleibt es" mangels Gelegenheiten zum Weggehen oder anderen "großartigen" Gesten einfach bei einem liebevollen unspektakulären, dafür aber kuschligen Frühstück (gottseidank ist ja auch Sonntag) oder einem eisigen Spaziergang mit einem warmen Punsch in der Thermosflasche und ein paar Herzkeksen in der Tasche?

Es braucht nicht viel, um zu zeigen, dass man geliebt wird und wenn dieses MUSS wegfällt, bleibt eben das, was ist... das, was man wirklich will und leisten kann. Auch schön.

Bei mir haben die herzigen Gedanken in Kombination mit den zweistelligen Minusgraden zu einem Klassiker geführt, der irgendwie vergessen war, aber so stark in meinen Erinnerungen drin, dass ich nicht nur den Geschmack nach Jahren immer noch spüren kann, sondern auch das Gefühl, wenn kühle Schokolade auf der Zunge zerfließt... so mancher ahnt es an dieser Stelle und erinnert sich an bunte Förmchen voller kühler, cremiger Schoki: Eiskonfekt.

Zugegeben... das Ganze ist recht süß... das ist auch der Grund, weshalb es wohl seltener im Einkaufskorb landet. Und selbermachen kam mir bisher nie in den Sinn... weshalb eigentlich? Man braucht gar nicht viele Zutaten und kann wunderbar experimentieren. Und heraus kommt ein Stapel Kindheitserinnerungen, die nicht mal unbedingt in den bunten Metallförmchen landen müssen (so schön sie sind... aber es gibt auch schöne kleine Papierförmchen als Alternative oder man macht es eben ganz ohne...)

Die Basis des Ganzen besteht aus Schokolade, Puderzucker und Kokosfett, mit Letzterem kann ich mich nicht wirklich anfreunden... egal bei welcher Gelegenheit. Ich mag den Geschmack einfach nicht. Also gab es die erste Testreihe mit einer Ersatzlösung: Kokosöl. Der Geschmack von Kokosöl bleibt, je nachdem, welche weiteren Zutaten man hinzufügt... also mit Kakao wird's etwas unterschwelliger, bei hellen Versionen ohne weitere starke Gewürze ist Kokos immer dabei. Aber ich liebe diese Version und habe in den letzten Tagen mächtig herumprobiert... Richtig viel Schokolade und Kakao und Zimtcrispies, weiss mit weisser Kuvertüre, Kardamom und Zimt UND... rosa/weiss mit Fruchtpulver.

Die ersten Versuche landeten noch in kleinen Pralinenförmchen, die nächsten in Silikon. Dass draussen gerade eh Eiszeit ist, hat der Sache geholfen, weil vom Gießen des Konfekts bis zum Festwerden vor der Tür nur 5 Minuten vergangen sind und schon waren sie knüppelhart und gut aus den Formen lösbar. Also deutlich ein Winterrezept.

Eigentlich war das Ganze ja für unser Osterrezeptheft gedacht, aber weil in 2 Tagen Valetinstag ist und eben dieser wunderbar knackige Winter, hier für euch schon einmal das Rezept für die dunklen Eiskonfektpralinen. Ob gefüllt oder nicht, solltet ihr bei der Wahl eurer Förmchen entscheiden. Ich hatte Herzformen da, die gefüllt werden konnten, also wanderten Zimtcrispies nicht nur in die Schokoladenmasse, sondern auch noch als Füllung in das fertige Konfekt. Entscheidet einfach selbst, was passt. Ersetzt die Zimtcrispies, lasst sie weg, füll, oder füllt nicht... Das Rezept für die rosa/weißen Eiskonfektpralinen mit Fruchtpuder findet ihr dann im Osterrezeptheftchen:)

Und schon geht es los mit der Erinnerungstour in die Kindheit:))

Torte für zwischendurch

Nicht immer ist Gelegenheit für eine ganze Torte, aber natürlich gibt es hier das eine oder andere Rezept, bei dem mehr als nur die beste Freundin dabei sein muss, um es zu schaffen, bevor so eine Creme oder frische Früchte nicht mehr schmecken. Und eine ganze Torte einzufrosten... das gibt zwar gerade das Wetter vor der Tür her, aber oftmals nicht der Tiefkühler.

Also haben wir beschlossen, ein paar der Tortenrezepte zu "schrumpfen" und diesmal ist es sogar ein hier noch nicht veröffentlichtes Rezept, das eigentlich nur die Backbuchkäufer in der Tortenversion haben.

Das Backbuch bekommt übrigens im Februar seine Nachauflage... wir führen gerade eine Bestell-Liste und informieren alle, sobald der Nachdruck raus ist. Die erste Auflage war weg, bevor es alle so richtig erfahren hatten, aber mit Nr.2 seid ihr ganz sicher rechtzeitig zur Osterzeit dran. Wahrscheinlich gibt es sogar ein Osterspecial extra, daran arbeiten wir gerade. Beides soll so erscheinen, dass genug Vorbereitungszeit für Ostern bleibt.

Weil im Moment oder vielleicht auch prinzipiell die kleinen Versionen gar keine schlechte Idee sind, haben wir die Apfelmus-Blaubeer-Torte aus dem Backbuch für euch in Gläser gepackt.


Bei der Wahl der Backform für die Minis entscheidet man sich am besten nach Sichtung der Zutaten... weil in der Apfelmus-Blaubeer-Torte einige flüssige Bestandteile sind und vielleicht auch nicht jeder dem Thema Gelatine vertraut, haben wir uns hier für die Gläser entschieden, die auch problemlos eingefroren werden können. Immer auch möglich: kleine Dessertringe, zumal wir den Boden vorher auf dem Blech gebacken und dann ausgestochen haben, also keine der Formen hier in den Ofen wandert.

Beim Essen der Miniversion hat sich gezeigt, dass die kleine Version im Unterschied zur großen gern direkt auf die Creme oder auch untergehoben entweder ein wenig gehobelte Zartbitterschokolade oder weisse Schokokugeln vertragen könnte.
Wir vermerken das als Option in den Zutaten.
Noch mehr Minitorten für den kleinen Hunger stehen auf dem Plan. Bleibt also wie immer neugierig:)