Rezept

...und Herzhüpfmomente

Herzhüpfmoment 1:
Backförmchen kaufen:) Ich kaufe sie ja mittlerweile oft bei Ebay Kleinanzeigen, damit die Spontankäufe der Frauen, die ebenso schockverliebt Pläne machen, sobald sie Backformen sehen, die sie letztlich nie brauchen, wenigstens noch einen Sinn machen...
Gerade zu mir unterwegs: zuckersüße Tarteletteförmchen aus Silikon. Die aus Metall werden zu Deko und ich bin unendlich gespannt, was aus den neuen Formen so alles rauskommt. Auch noch in der Warteschleife... die Papierförmchen vom Bild. Ich fülle dann immer den Warenkorb und weil mich regelmässig die Endsumme schockt, sortiere ich so aus. Nicht jedes Gebäck braucht buntes Papier drumherum, aber cremige Füllungen ohne Gelatine oder Sachen für unterwegs sind gut darin aufgehoben. Die Papierförmchen aus der letzten Lieferung warten noch auf die beste Rezeptidee und werden ganz sicher hier demnächst auftauchen.

Herzhüpfmoment 2:
Unerwartetes & Zufälle...
Uns plagen ja gerade ein wenig die Wetterkapriolen, die hier dazu geführt haben, dass es seit Tagen schwülwarm ist. Am Freitag gab es fast tropenverdächtige 98% Luftfeuchte, was fast alles davonschmelzen lässt.

Unsere schönen Trüffel waren die Leidtragenden... naja, nur fast, weil sie statt zur Kugel gerollt (und in der Hand zerflossen) in eisgekühlte Schokohalbkugeln wandern durften und wirklich überaus lecker waren. Dazu kam, dass man sie nur im Tiefkühler heil lagern konnte, was dazu führte, dass wir entdecken durften, dass sie eisgekühlt als Eiskonfekt auch sehr cool sind... Das wäre uns ansonsten nie im Leben aufgefallen.

Was uns mal wieder deutlich gezeigt hat, dass die Zufälle im Leben so manches Mal etwas Gutes haben. Und auch der Hefeteig produzierte am Wochenende unentwegt Unvorhergesehenes. Das Roggenbrot floss wie der süße Brei noch beim Backen über den Rand der Form (was meine Familie freute, weil das zu viel leckerer Kruste führte, die sich am Rand der Backform und auf dem Backrost bildete) und auch der süße Hefeteig für die Safran-Hefeschnecken mit Birnen-Walnuss-Füllung entschloss sich dazu, sich übermässig breit zu machen.

So kam es, dass am Sonntagabend noch ein weiteres Projekt anstand: übrigen Hefeteig verarbeiten.
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[An der Stelle übrigens das Thema Hefeteig... viel sanfte Wärme, kein Zug... ansonsten ist Hefeteig ein Kinderspiel. Traut euch einfach. Mehl + Hefe, handwarme Flüssigkeit dazu und alles schön gehen lassen. Manche stellen ihn bei 50 Grad in den Backofen, ich selbst packe die Schüssel in die Mikrowelle... (natürlich nicht im Betrieb!) Dann den gut gegangenen Teig nochmal schön durchkneten und weiterverarbeiten (und am besten vor dem Backen nochmal kurz im Ofen ruhen lassen).]
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Der Plan, einfach eine Puddingschnecke zu machen, uferte ein bisschen aus, weil aus dem Pudding eine Creme Patisserie mit Rum und Frischkäse wurde und die Verarbeitung den Umweg über einen Hefezopf nahm:) Zwischenzeitlich führte das zu einem undefinierbaren Gemisch aus Hefeteig und Creme, das (in der Wärme immer grösser und luftiger wurde und ganz sicher kein Zopf) nur dank meines schlechten Gewissens der guten Zutaten wegen, nicht auf dem Kompost landete.
In einem letzten verzweifelten Versuche wurde dann das Creme-Teig-Gemisch noch einmal ausgerollt, in Streifen geschnitten und zu Schnecken gerollt. Die entwickelten sich auf dem Blech rasant schnell zu den wunderhübschesten Hefeschnecken, die ich jemals gesehen habe:)) Und die haben so geduftet, dass mich allein der Gedanke, sie könnten nach dem Backen nicht gut schmecken, traurig gemacht hat.

 


Nach dem Backen (nicht zu lange, nur bis sie leicht gebräunt waren) Entwarnung und das nächste Problem... der Bedarf an Backwaren für diesen Tag war durch (es war auch schon 10 Uhr abends) und an kosten nicht mehr zu denken. Also wanderten die Prachtexemplare kurzentschlossen in den Tiefkühler.

Da habe ich sie heute wieder rausgeholt, um sie für die liebe Tina, die schon oft als Tester herhalten musste, gut angetaut für ein paar Minuten aufzubacken und sie mit flüssigem Salzkaramell zu krönen.
Und ich kann euch sagen... die Verzweiflungstat, die dem Kompost näher war als dem Tisch, hat sich gelohnt... es sind die himmlischsten Hefeschnecken der Welt geworden und obwohl es eigentlich noch kein Safranrezept hier gibt vor der Safranstory, werde ich heute doch schonmal ein Rezept verraten. Wer es sehr strukturiert mag, den wird das Rezept dem Wahnsinn nahe bringen... wer gut aushält, dass gut Ding manchmal Weile hat, arbeitet nach dem Blätterteigprinzip (viele Schichten) und hofft das Beste... und wird belohnt mit fluffig-leckeren Hefeteilchen, die noch dazu wunderhübsch aussehen. 🙂

Hier dann das Rezept... die Versuche, den widerspenstigen Teig in den Griff zu bekommen, reduziere ich auf ein paar Handgriffe. Wichtig ist, dass der Teig schön marmoriert aussieht, wenn er das letzte Mal ausgerollt wird. Dann bekommen die Schnecken auch ihre schöne Optik... notfalls einmal mehr zusammenfalten (Blätterteig..::) und erst dann weitermachen.
Alle anderen Safranrezepte sind in der Endspurtphase und die Safranstory kommt.:)

Kleines Glück für Väter

Damit der freie Tag nicht in der Küche vergeht, hier ein ziemlich schnelles Rezept für eine kleine Leckerei, die zumindest hier der Mann im Haus als Dessert zu schätzen wüsste.
2 Männer als Vorkoster heute fanden das Glas mit Mousse sehr lecker.
Der Tag sorgte mit viel zu warmen Temperaturen dafür, dass die Gläser vor dem Kosten noch im Tiefkühler landeten, auch wenn das nicht so geplant war.
Und wie das eben so ist... am Ende war das genau richtig... man kann einen kurzen (etwa 1h?) Aufenthalt im Tiefkühler vor dem Essen nur empfehlen.

Wie Tonka und Safran gemeinsam in einem Dessert landen?
Man kann sich nicht entscheiden zwischen den Lieblingsgeschmäckern, die man gerade hat...
Tonkabohne bekommt Kakao und Rum zur Seite, der Safran darf pur bleiben.
Alles in allem braucht man maximal eine halbe Stunde ohne Kühlzeiten für alles und schiefgehen ist fast nicht möglich.
Und... macht genug davon und esst fleißig mit, liebe Mamas.😀