REZEPT©Thüringenverzaubert

Ein bisschen Weihnachtsmagie

Wahrscheinlich fühlen wir sie alle so langsam.
Man hat an alle gedacht, denen man an Weihnachten eine Freude machen will... und freut sich bestenfalls bis es soweit ist, selbst fast ein Loch in den Bauch, weil man weiß, wie sehr die Augen leuchten werden.

Überall duftet es nach Weihnachten... nach dieser Mischung aus  gebrannten Mandeln, Glühwein, Räucherkerzen  und Tannengrün, nach der man sich das ganze Jahr manchmal leise sehnt, aber den Geruch unmöglich beschreiben kann. Vielleicht ist es ja auch immer Kindheit, die man wiedererkennt.

Alles wird sanfter und ein klein wenig nachsichtiger, wenn man es schafft, sich dem Stress zu entziehen, den die Erwartungen machen können, die man so ans Fest stellt.

Ich habe alles so weit wie möglich entkrampft. Kein Braten... nur unkompliziertes Lieblingsessen, Zeit für  Weihnachtsfilme voller Glitzer und Kitsch, weihnachtliche Playlists hoch und runter, lange Spaziergänge mit den Hunden.... der Baum ist ein Rettungsakt, weil er so klein ist, dass er vermutlich im Schredder gelandet wäre, weil ihn keiner will. Aber er steht schon... einfach weil es egal ist, ob ich draußen immer an ihm vorbeilaufe und brav warte, bis es mir die Tradition erlaubt, ihn reinzuholen oder es gleich tue.
(Eine Freundin hat zu ihrem gesagt... er wäre so teuer gewesen, dass sie ihn allein deshalb schon aufstellen muss, damit man ihn ausreichend genießen kann🙃),
Jetzt steht er also da und ich schaffe es tatsächlich, mal eine Woche VOR Weihnachten mit Weihnachtsgefühlen zu beginnen:

Noch heute startet auch die sweet bakery mit den ersten Briefen samt Rezeptheft an die, die sich 6 Monate süße Rezeptpost gegönnt bzw. sie verschenkt haben. Es fühlt sich toll an. Ich freu mich drauf, die Mädels (vielleicht kommt ja irgendwann auch mal ein Mann dazu🙃) mit schönen Bäckereien und liebevoller Post zu überraschen... allein das macht mich schon glücklich.
Das ebenso wie der Gedanke an das Gesicht meiner Tochter, wenn sie ihr Weihnachtspaket öffnet, das meines Papas, wenn er merkt, dass ich dieses Jahr den seit Jahren versprochenen Kalender endlich mal gemacht habe, an das meiner Mama, die ihr nächstes Gartenjahr mit mir verbringen wird und an das Aufatmen meines Freundes, dessen Badewannenbuchstapel dieses Jahr mal nicht weiter bis ins Unermessliche wachsen wird, weil er einfach weniger Zeit hat oder mir zu viele lesenswerte  Bücher zum Verschenken unterkommen.🤣

Und wenn ich mir jetzt noch etwas wünschen könnte, wäre es vermutlich, dass sich dieses Gefühl breit macht in einer Welt, die gerade eben davon infiziert scheint, einander schlechte Gefühle zu machen, indem man einander nicht zuhört und jede Gelegenheit nutzt, das, was man schon lange mal sagen wollte, ungefragt jemandem an den Kopf zu werfen, egal, ob der vielleicht eine ganz andere Frage gestellt oder ganz andere Meinung geäußert hat oder sogar ins Gespräch kommen wollte.

Jeder hält sich für den, mit der richtigen Meinung, auch wenn es gar nicht um eine solche geht, sondern nur darum, miteinander zu leben.
Ich bin es leid, beschimpft und eingeordnet zu werden, weil mir schlicht verloren geht, dass es wichtigeres im Leben geht, als sich mit von außen vorgeschrieben Themen zu beschäftigen und zu versuchen, sich irgendwem anzuschließen oder so zu sein, wie es (irgend)ein Umfeld erwartet.

. Wenn es diese Weihnachtszeit schafft, uns ein klein wenig wieder spüren zu lassen, was jedem von uns eigentlich wesentlich und bedeutsam für das eigene Leben ist und wir uns erinnern, dass der andere dasselbe Recht hat, wird es eine wundervolle Zeit mit der Chance auf ein gutes neues Jahr.

(PS... wie passend soeben parallel hier via Social Media ein wunderbarer Song )

Ein klein wenig adventliches Wohlfühlen hier.... dieses schöne Granatapfeldessert eignet sich toll für eine festliche Zeit und ist leicht gemacht.... ich wünsche euch einen wunderbaren 4. Advent.

Die Nusstartelettes sind eine schöne Kombi aus Nussecke und einer großen Portion Streusel vom Streuselkuchen von Oma.
Sie wandern zusammen mit ein wenig Frucht (in dem Fall Khaki... habt ihr gewusst, wie toll die aussieht??) ins Förmchen und werden zu kleinen Nusstörtchen.

Ich mag Dominosteine... allerdings sind mir irgendwann die, die es zu kaufen gibt, zu süß geworden und die herkömmlichen Rezepte haben einen Boden, der ein bisschen mehr Liebe vertragen könnte.
So kam es, dass aus einer Dominosteinbäckerei ein Adventskuchen wurde... der Teig bekam statt Honig Ahornsirup und Schokoladenstücke verpasst, in der Füllung tummeln sich Nougat, Marzipan und frisches Orangengelee mit Orangenlikör und obenauf wird es mit Karamellguss heller als erwartet.
Wenn ihr beim Thema Dominosteine bleiben wollt, dann lasst es bei einer Schicht, im Rezept wird es einen Hinweis dazu geben.