Thüringen

...im Kopf

Unterwegs in Thüringen mit Menschen, denen das Thema Kopf von Haus aus vielleicht noch häufiger (oder nur klarer?) begegnet, als anderen: Kletterern. (Prinzipiell ist das vielleicht ja sogar das, was unser Leben positiv beeinflussen könnte, wenn wir ihm mehr Beachtung schenken würden.)

„Das Gehirn ist der wichtigste Muskel beim Klettern.“
Wir sind mit Kletterern unterwegs. Jeder von ihnen kennt dieses Zitat von einem der größten Kletterer, Wolfgang Güllich.
Kopf, Körper (natürlich ist eine gewisse körperliche Eignung förderlich, aber nicht notwendig, wenn man kein Spitzensportler werden möchte) und aus meiner Sicht die Leidenschaft für die Sache machen diesen Sport zu dem, was er sein kann.

Warum klettert man?
Klettern gehört zu den gerade aktuellsten Sportarten, was nicht nur damit zu tun hat, dass es erstmals zu den olympischen Sportarten gehört.
Klettern ist schlichtweg ein Opfer der Werbung und Trend, hat dabei aber so viele positive Elemente, dass man nur gewinnen kann, wenn man klettert. In jedem Alter übrigens.
Aus meiner Sicht könnte Klettern durchaus grundlegend in den Schulsport aufgenommen werden, denn dieser Sport schult so alles, was man als junger Mensch brauchen kann... Teamgeist, Verantwortungsgefühl, Körperbalance, Konzentration und mentale Stärke. Und... man ist eigentlich draussen.

Eigentlich, weil das schlicht zu selten der Fall ist, natürlich auch mangels Gelegenheit. Nicht jeder hat es so gut wie einige Bundesländer, die genug Berge haben, um zumindest den geeigneten Teil des Jahres (und der ist nicht der Hochsommer...) am Berg zu verbringen. Thüringen hat übrigens das Glück und hat einige Spots, an denen es sich mehr als nur gut klettern lässt, wenn auch nicht in große Höhen. Aber das ist auch nicht notwendig. Wir sind an diesem Wochenende übrigens in der Döbritzer Schweiz und glücklicherweise fast allein... vielleicht liegt es daran, dass es erst abends nach der großen Hitze losging (Wärme und schwitzende Finger ist keine gute Kombi, wenn es um Klettern geht) und für die meisten die Samstagspartys losgingen.

Warum sollte man klettern... ganz sicher nicht, um die olympische Kombi an Spielarten des Kletterns zu beherrschen... Speed, Bouldern und Sportklettern. Wer da die Nase vorn haben will, darf vermutlich nicht der weltbeste Sportkletterer oder Boulderer sein und wer im Speed gewinnt, könnte auch ein begabter Zehnkämpfer sein, weil die körperlich derat vielseitig sind, dass sie sich solche Bewegungen gut antrainieren könnten, denn es geht nicht um Taktik, sondern allein um Geschwindigkeit und abrufbare Kraft. Jede dieser Spielarten des Kletterns ist so eigen und anders, dass es fast so ist, als wäre ein Biologe gleichzeitig ein ernstzunehmender Chemiker und Forstwirtschaftler... Jeder kann von allem etwas, weil sich Grundlegendes überschneidet, aber alles gut zu können, ist schon vom Trainingsaufwand her fast nicht zu machen.

Aus Sicht passionierter Kletterer ist also diese olympische Version nicht die glücklichste... das sogar aus noch mehr Gründen als den eben genannten. Alles, was IN ist, und Klettern ist es eh, wird es vermutlich nach Olympia noch mehr, zieht ein inflationäres Wachsen einer Branche nach sich, was in diesem Fall zwar gut für die vielen Kletter- und Boulderhallen sein mag, die wirklich fiese Jahre hinter sich haben, aber nicht gut für den Klettersport.

Aber zurück zu den Thüringer Kletterern, die eigentlich aus Sachsen stammen und eher Weltenbummler als Thüringer sind, aber eben an diesem Samstag Glück pur fanden. Was ist dran am Klettern?
Fragt man die wirklichen Kletterer, dann sind das die Typen mit Schlabberhosen und Funktionsshirts, die aber auch gern von vorvorgestern sein können. Wichtig sind ihnen grundlegende Ausrüstung, Ruhe, eine coole Herausforderung (cool heisst weder hoch noch spektakulär... eher vielleicht anspruchsvoll und zäh) und Zeit. Da geht es nicht um Erfolge, abgearbeitete Routen oder Schwierigkeitsgrade, da geht es darum, bei sich selbst zu sein und genau in den Augenblicken, in denen es darauf ankommt, mental und körperlich genau da zu sein, wo man ist. Und um Lust, eine Aufgabe zu lösen, die man sich gerade selbst gestellt hat.

Und genau dort liegt der Schatz vergraben, den leider eher die kennen, die von Haus aus seit ihrer Kindheit klettern, als es um noch rein gar nix ging, ausser, mit den Eltern unterwegs zu sein oder die, die den Klettersport aus einer ganz anderen Motivation heraus gewählt haben als der, dass es eine coole Sportart ist. Klettern hält ungeahnt reiche und tiefe Momente bereit, wenn man selbst bereit ist, sich zu zeigen... wenn es nicht darum geht, oben anzukommen (natürlich ist das als Nebeneffekt toll.... aber nicht das alleinige Ziel), sondern Schritt für Schritt vorwärts... sich selbst zu treffen, mit sich selbst auszumachen, wohin der Weg geht.
(Wenn man sich selbst belügt beim Klettern eher nirgendwohin ab einer bestimmten Schwierigkeit.)
Klettern funktioniert im besten Fall (abgesehen vom Spitzensport) nahezu kraftlos und lässt einen beseelt zurück, weil man Bewegungen gemacht hat, die man nicht für möglich hielt und die Körper und Seele guttun.

Nicht umsonst taugt der Klettersport auch als therapeutische Maßnahme. Gute Klettertrainer sehen daran, wie man klettert, wie Probleme angegangen werden, man mit Situationen umgeht und wen sie vor sich haben.
In einer Kletterroute offenbart sich alles, was man ist. Und genau deshalb spielt der Kopf diese ganz entscheidende Rolle und kann einen körperlich guten Kletterer lange Zeit hinhalten und in der Weiterentwicklung stoppen. Wer mental nicht bei der Sache ist, wer klettert, um sich oder anderen etwas zu beweisen oder tief in sich drin nicht sicher ist, in dem, was er tut, wird ausgebremst. Dann heißt es zurück zu den Grundlagen und herausfinden, was da klemmt... sind es zu viele Gedanken im Kopf, die dich nicht zur Ruhe kommen lassen... Unsicherheiten, die dich daran zweifeln lassen, dass du etwas kannst... grundlegende Lebenseinstellungen wie beispielsweise die, Dinge so zu tun, dass der Weg nur VORWÄRTS geht... gute Kletterer gehen auch mal einen Schritt zurück, wenn sie sich verlaufen haben... wer das im Leben nicht kann, kann es auch an der Wand nicht.

Und so wird ein Sport zum Maß aller Dinge...  bei mir führt er nach einem recht zufriedenen Klettertag (vorrangig, weil es wirklich eine nette Truppe war) zurück auf die Slackline... eine Woche mindestens Slacklinetraining, weil es einen Punkt an der Wand gab, an dem mental einfach nichts mehr ging. Dann reichen weder Körper, Konzentration noch Wille aus, eine Kletteraufgabe zu bewältigen, weil man sich schlicht nicht aufraffen kann, einen Schritt zu tun, der an anderen Tagen vielleicht mühelos möglich wäre... (die gibt es auch... die guten und die schlechten Tage..:).
Da helfen dann nur noch Ruhe, innere Balance und Geduld.. solange, bis dich auch eine zappelnde Slackline nicht mehr abwirft und dann kannst du zurück an den Felsen. Alles beginnt eben wirklich im Kopf und selbst vetraute Dinge, die im Schlaf gingen, machen dann ab und an Pause, nur um dir zu zeigen, wo du stehst. (Vielleicht auch manchmal nur, um zu überprüfen, ob dein Kopf da Dinge kombiniert, die gar nicht sind, wie sie sind.)

Und was die Menschen betrifft, die man da ab und an trifft beim Klettern... es sind andere Dinge, die die verbinden, die sich da längere Zeit treffen. Da geht es selten um gut oder schlecht, um Wertung oder Urteil... eher um Achtung, Aufmerksamkeit und Interesse füreinander... ein Menschenschlag, mit dem man gern seine Zeit verbringt, weil es immer irgendetwas zu lernen gibt und keiner sich dem anderen überlegen fühlen will, weil das schlicht keinen Sinn macht und man weiß, dass man sich selbst auf einem Weg befindet, der nur dann gegangen werden kann, wenn man sich selbst den eigenen Themen stellt. Immer wieder neu, Schritt für Schritt.

Für euch zum Lust bekommen ein paar Bilder aus Thüringen von einer Truppe, die mir wirklich einen wunderbaren Tag verschafft hat.
Mehr zum Thema, speziell über einen Anbieter von Kletterkursen hier ganz nah, demnächst... wenn noch die ganzen anderen Gedanken hier Platz gefunden haben:)) Und danke euch, ihr Lieben, dass eure Fotos hier erscheinen dürfen.

 

Im Leben vieler Frauen

Wir lieben sie ja... die guten Geschichten, die es natürlich immer und überall gibt, wenn man sie finden will.
Eine, die uns gerade begegnet ist, heißt "hello bride on tour". Und... es ist eine Thüringer Geschichte.

hello bride hat seinen Sitz im Stadtzentrum von Pößneck, ein wunderbar individuelles Brautlädchen und einer Besitzerin mit einem riesigen Herz für das Glück der Bräute.

Sabrina Brussock hat sich mit dem Lädchen einen Traum erfüllt und ist, wie wir alle, mitten in eine sehr holprige Zeit gerutscht. Aber sie ist eine von denen, die Probleme als Herausforderung nimmt und einfach die trüben Gedanken auf den Kopf stellt wie ein Frust-Emoji, aus dem dadurch ein Lachendes wird. Was Viele nicht wissen ist, dass so ein Brautmodenladen nichtmal einfach so eröffnet werden kann, sondern enorm viel Vorplanung bedarf, die nicht nur inhaltlicher Natur ist.
Was auch wir nicht wussten... alles, was in solchen Läden hängt, ist keine Kommissionsware. Das heißt, jedes einzelne der Anprobekleider muss gekauft werden und kann nicht zurückgegeben werden, muss also sinnvollerweise in den Abverkauf, denn nach einer Saison kommt die nächste, noch aktuellere Saison. Was das heißt, kann man sich zusammenreimen. Es ist also nicht immer nur rosa, was glitzert, aber Traum ist Traum und in den investiert Sabrina gerade viel Mut und gute Ideen.

Die neueste Idee heißt "hello bride on tour"
Normalerweise kann sich Sabrina jetzt, mitten in der Saison, kaum vor Terminen retten. Aber dieses Jahr gibt es eben wie schon Ende letzten Jahres, als gerade die neuen Kollektionen für die Bräute 2021 geliefert wurde, dieses ABER.

Aber heißt... keine Beratung im Laden. Also kommt nun das, was sonst im Laden stattfindet, zur Braut nach Hause. Dass das bei dem Wert der Kleider und mit dem Wissen, dass die meisten der Kleider, die nun nach Hause zur Anprobe geliefert werden, genauso unversehrt wieder ins Zuhause der nächsten Braut gelangen müssen, nicht einfach ist, war klar. Deshalb gibt es ein paar Regeln für die Zuhause-Anprobe, damit jede künftige Braut nahezu das selbe Anprobeerlebnis haben kann, das sie auch im Laden hätte.

Die Atmosphäre des Ladens ist nicht zu ersetzen, ebensowenig der Luxus, mehr als einen Berater dabeihaben zu können.
Jetzt darf nur eine Person mit rein oder die engste Familie. Damit das überhaupt möglich ist, bleibt Sabrina draußen und schaltet sich per Videochat in die Anprobe, gibt Tipps, stellt die richtigen Fragen und unterstützt moralisch und mit all ihrer Erfahrung. Und natürlich hoffen alle, dass sie dann im Frühjahr oder Sommer bei den ersten Hochzeiten wieder live dabei sein kann und der Braut beim Ankleiden hilft.

Wie genau "hello bride on tour" abläuft, erfährt man bei einem Blick auf Sabrinas Website www.hello-bride.net, dort kann man sich auch für einen Termin anmelden. Nach einem Vorgespräch, was nötig ist, um sich ein Bild von den Wünschen der Braut zu machen, liefert Sabrina 5 Kleider zur Anprobe nach Hause, die dann per Videochat begleitet wird. Den Mehraufwand nimmt Sabrina gern in Kauf, weil eine Braut, die in diesem Jahr heiraten will und wirklich vom schönsten Tag in ihrem Leben träumt, vermutlich verzweifelt jede Verlängerung der Schließung der Läden beobachtet. Selbst weiter entfernt wohnende Bräute würde sie mit Kleidern "beliefern", was deutlich Druck aus den Schwierigkeiten der Hochzeitsplanung 2021 nimmt.

Also eine klare Empfehlung von uns für die Bräute diesen Jahres... genießt dieses Angebot und begebt euch beruhigt in die Hände von Sabrina, die euch mit Sicherheit zu einer wunderbaren Braut machen wird. Damit auch ihr sie ein bisschen näher kennenlernen könnt, haben wir ihr Fragen gestellt... Sie hat sich die Mühe gemacht, ausführlich zu antworten... seid gespannt. Ihr findet diese ganz unten, direkt unter den Kontaktdaten, die ihr natürlich unbedingt weitergeben müsst, wenn ihr von einer Braut gehört habt, die keine Ahnung hat, wie sie die Sache mit dem Kleid geregelt bekommt. In bessere Hände kann sie kaum geraten.. wir zumindest sind begeistert:)

hello bride
Sabrina Brussock
Saalfelder Straße 2
07381 Pößneck

kontakt@hello-bride.net
mobil: 01522 - 20 40 962
www.hello-bride.net

Liebe Sabrina...hier unsere Fragen an dich:

Wachst du früh im Bett zwischen einem Stapel Brautmodenzeitschriften und Stoffmustern auf?
So ähnlich :-), da ich mich seit meiner Jugend für Brautmoden interessiere, ist da schon einiges zusammengekommen.

Wie wird man Besitzerin eines Brautmodenladens und was ist für dich besonders an diesem Job?
Ich habe meinen Traum nie aufgegeben und immer daran festgehalten. Nach 23 Jahren habe ich mir ihn endlich erfüllt.
Man braucht natürlich wie bei allen anderen, die sich in die Selbstständigkeit wagen, Mut, Stärke und auch ein gewisses Durchhaltevermögen, da man sich ja auch erst einmal etwas aufbauen muss. Das geht nicht von heute auf morgen.
Und auch ich wollte mich in der Arbeitswelt beweisen, um mir wichtige Sachen zu erarbeiten, wie kaufmännisches Wissen, spezifisches Fachwissen und zu guter Letzt natürlich auch das Startkapital, das im Brautmodenbusiness nicht gerade klein ist, da man sich die Kleider alle kaufen muss. Es gibt keine Kommission.
Ich liebe alles an meinem Job und das Ganze ist eher meine Leidenschaft und Berufung als Arbeit. Beratung steht bei mir immer an oberster Stelle. Ich möchte in einer Wohlfühlatmosphäre meinen Bräuten und ihren Liebsten eine unvergessliche und fachliche kompetente Beratung bieten - für den schönsten Tag im Leben einer Frau. Und sind wir mal ehrlich, für die Frau ist das Wichtigste an der Hochzeit auf jeden Fall ihr Brautkleid.

Was inspiriert dich?
Meine Bräute inspirieren mich immer aufs Neue. Jede erzählt ihre eigene Geschichte. Ich bin so dankbar dafür, diese Berufung ausüben zu dürfen. Ich finde den persönlichen Kontakt besonders wichtig, um jeder Braut zu Ihrem Traumkleid zu verhelfen.

Ist es wichtig, einen bestimmten Stil zu haben oder braucht es in einem solchen Laden eher Kleider querbeet und in allen Farben?
Manche spezialisieren sich auf einen bestimmten Stil (z.B. Boho), aber meine Erfahrung zeigt, dass das im ländlichen Raum nicht so gefragt ist, wie in einer Großstadt. Bei mir findet die Braut deshalb alle möglichen Stilrichtungen ob Vintage, Boho, Prinzessin, die klassische A-Linie oder natürlich auch Curvy-Kleider. Aber auch die Farbe darf nicht fehlen... in diesem Jahr geht der Trend in Richtung Champagner.
In meinem Store kann sich die Braut unter ca. 100 verschiedenen Kleidern unterschiedlicher Hersteller ihr Traumkleid aussuchen.

Verändert sich Brautmode?
Ja, auf jeden Fall. Aber nicht so extrem schnell, wie bei unserer Alltagskleidung. Die meisten Hersteller bringen im Frühjahr ihre neuen Kollektionen heraus und präsentieren diese auf Messen, bei denen ich als Brautmodenausstatterin die Ware einkaufe. Geliefert wird sie aber erst ein halbes Jahr später. Es gibt natürlich auch Hersteller, die 2 neue Kollektionen im Jahr herausbringen. Dieses Jahr geht der Trend Richtung Spaghetti-Träger und leicht fließende Stoffe (Softtüll) und Farbe (Blush, Champagner, Nude). Auch transparente Corsagen mit viel Spitze sind sehr angesagt.

Sind Bräute schwierig?
Ein klares Nein. Ich finde jede Frau hat ihren eigenen Stil und möchte zu ihrer Hochzeit die Schönste sein. Da ist es nur legitim, sie ausführlich mit viel Geduld, aber auch mit viel Herz zu beraten. Es geht ja schließlich um den größten Tag im Leben einer Frau und auch um viel Geld. Im seltensten Fall ist das erste Kleid, das sie anzieht, auch ihr Traumkleid. Also kann eine Beratung auch schon mal bis zu 3 Stunden dauern. Für mich ist es aber wichtig, dass die Braut sich schön findet und zu 100 % hinter ihrer Entscheidung zum Kleid steht.

Du bist viel auf Instagram unterwegs... oft findet man da deine Bräute draußen oder in besonderen Locations. Warum nutzt ihr nicht ausschließlich Herstellerfotos?
...weil ich gerne in jedes der Kleider noch meine persönliche Note bringen möchte. Die Fotos der Hersteller sind wunderschön, aber manchmal sehe ich ein Kleid an einem bestimmen Ort oder mir gefällt ein Detail am Kleid besonders gut. Das versuche ich über die Shootings hervorzuheben.

Wo findest du Models für deine Shootings und was ist das macht Shootings für dich besonders aufwändig?
Nun, ich kenne zum einen viele nette Frauen, die ich dann gefragt habe ob sie da Lust darauf hätten, bekomme aber auch sehr viele Zuschriften. Für meine Curvy-Kleider habe ich aber auch schon mal einen Aufruf über Instagram gestartet. Soviel kann ich verraten: "Nein" zum Modeln hat bis jetzt noch keine gesagt :-).
Der Aufwand unterscheider sich, je nachdem, ob im Laden oder außerhalb geshootet wird. Bei einem Vintage Shooting im Herbst draußen habe ich da schon alle Hände voll zu tun. Angefangen von Fitting Terminen mit den Models im Voraus, bis hin zur Umsetzung am Fototag ist es schon immer ein enormer Zeitaufwand. Aber das mache ich sehr gern für schöne Fotos.
Da geht auch ein großer Dank an meine Models und die Fotografen, die immer Zeit haben und alles mitmachen. Wir haben da immer viel Spaß.

Wie bringst Du mich in das Kleid in dem ich wirklich perfekt aussehe?
Als allererstes lerne ich dich natürlich etwas kennen und du erzählst mir, was du dir so vorstellst. Daraufhin gehen wir in meinem Laden auf Suche. Wir starten meist erst mal mit 3-5 Kleidern in der Vorauswahl.
Wichtig ist mir, dass du aber auch mal verschiedene Stile probierst. Denn ein Kleid angezogen ist etwas ganz anderes, als auf dem Bügel. Ich frage immer zum Anfang der Beratung, ob auch ich ein Kleid als Vorschlag einbringen könnte, da ich mir meist gleich in den ersten Minuten etwas Passendes an Dir vorstellen kann.
Mit ein wenig Hilfe von mir, bringst "DU" dich aber in das Kleid, in dem du perfekt aussiehst.

In welchem Kleid würdest du noch einmal heiraten und wie sah dein Kleid aus?
Das ist eine schwierige Frage, da mir so viele Stile gut gefallen. Aber momentan gefällt mir der romantisch verspielte Stil sehr gut... mit viel floraler Spitze und einem schön fließenden Softtüllrock... und das Ganze am liebsten in der Farbe Blush.
Mein Brautkleid dagegen war das komplette Gegenteil, aber trotzdem wunderschön. Dazu muss ich sagen, dass ich vor über 15 Jahren geheiratet habe... da war der Trendstoff noch Satin. Mein Kleid war ein trägerloses Corsagenkleid mit Herzausschnitt aus Satin. Sehr klassisch, ich würde es aber immer wieder tragen und es ist bis heute mein Traumkleid.

Wer begleitet die Bräute in den Laden und gibt es die filmreifen Tränen wie im Fernsehen, wenn es DAS Kleid ist?
Meist werden die Bräute von ihren engsten Herzensmenschen begleitet, ob Mama, Oma, Schwester, Bruder, Trauzeugin oder beste Freundin. Aber auch die Kinder der Braut, insbesondere die Söhne, waren schon häufiger bei mir im Laden. Ich finde, das ist für die Mutter (die Braut) immer etwas ganz Besonderes.
Ob geweint wird wie im Fernsehen? Das ist ganz unterschiedlich. Jeder Mensch ist ja anders und einige weinen, sobald sie sich in ihrem Traumkleid sehen, manche dagegen sind nicht so nahe am Wasser gebaut. Was aber auch völlig ok ist. Die meisten denken nur immer, dass sie weinen müssen. Aber jeder Mensch bringt seine Emotionen anders zum Vorschein. Natürlich habe ich mir auch schon das ein oder andere Mal die Tränen nicht verkneifen können, da ich mich immer mit jeder Braut so sehr freue, wenn sie ihr Brautkleid gefunden hat.

Hast du von jedem Modell in deinem Laden verschiedene Größen vorrätig oder wie kommt die Braut ins perfekt passende Kleid?
Nein, die Kleider bei mir im Laden sind meist Probierkleider. Das bedeutet, wenn eine Braut sich entschieden hat, bestelle ich dann ihr Kleid in ihrer Konfektionsgröße beim Hersteller.
Natürlich kann es auch vorkommen, dass es bis zur Hochzeit nicht mehr so lange hin ist und die Zeit für eine Bestellung (zwischen 3-6 Monaten) nicht ausreicht. Dann besteht natürlich auch die Möglichkeit, ein Kleid aus dem Laden direkt zu kaufen.

Was ist das absolute No Go bei einer Anprobe?
Das ist eine Frage die ich nicht so gern beantworte, weil ich keinem zu nahe treten möchte. Ich finde, jede Braut soll sich im Vorhinein bewusst sein, wen sie mitnimmt zur Anprobe. Meine Empfehlung ist, nicht mehr als 3 Begleitpersonen dabei zu haben, die der Braut sehr nahe und ihr unterstützend zu Seite stehen. Umso mehr Meinungen, desto schwieriger wird es für die Braut, denn schließlich will sie ihr Traumkleid finden.
In Corona-Zeiten habe ich auch sehr viel Bräute gehabt, die alleine zu mir gekommen sind oder nur mit einer einzigen Begleitperson. Viele haben hinterher zu mir gesagt, dass es ganz toll war, nur auf sich und sein Herz zu hören... also durchaus eine Option für alle zukünftigen Bräute.

Können Bräute auch am Tag ihrer Hochzeit auf deine Hilfe hoffen?
Natürlich. Ich biete einen sogenannten Ankleideservice an. Das bedeutet, ich komme am Tag der Hochzeit mit dem frisch aufgebügeltem Kleid und helfe der Braut beim Anziehen des Kleides, dem Strumpfband oder auch beim Anlegen des Schmuckes. Meist haben die Trauzeugin oder die Brautmutter alle Hände voll zu tun und die Braut hat keine Hilfe. Gerade bei Schnürungen oder vielen Knöpfen braucht man aber eine ruhige und routinierte Hand und jemanden, der bei Problemchen einen kühlen Kopf behält.

Was sind deine arbeitsreichsten Monate?
Definitiv von Oktober bis März, denn da ist Hochsaison und alle sind auf der Suche nach dem perfektem Brautkleid.

Es gibt ganz frisch "hello bride on Tour". Was beinhaltet das Konzept und worauf freust du dich besonders?
Da ich ja leider nicht wie gewohnt meinen Laden öffnen kann, musste ich mir etwas überlegen, wie die Bräute, die 2021 heiraten möchten, trotzdem an ihre Kleider kommen. Deshalb biete ich diesen besonderen Service an und freue mich darauf, viele nette Frauen kennenzulernen und sie bei der Brautkleidsuche zu unterstützen.


Und hier: Sabrinas Lieblingskleider der aktuellen Kollektion:) Ein Klick auf die Bilder öffnet sie komplett:)

Einen lieben Dank an Sabrina und ihre Geduld:)
Falls ihr gerade eure Hochzeit plant...genießt diese besondere Zeit!

 

...und undbedingt unterstützenswert

...ist die Arbeit von Katja.

Ab und an treffen wir ja Menschen, die Dinge tun, die sie nur deshalb machen, weil sie ihr Herz an die Sache verloren haben...nein... sie werden nicht reich damit, es ist oftmals nicht ihr wirklicher Job, sie versemmeln sich damit Wochenenden, die Nachtruhe und wenn's Not tut vermutlich auch den Urlaub.

Wer tut denn sowas???
Gottseidank Menschen wie Katja Culbertson, der irgendwann mal ein paar Vierbeiner so das Herz geklaut haben müssen, dass sie jetzt mit Mann und der Redhousegang zusammen in Gera lebt und wenn sie nicht gerade parallel zu den 6 eigenen Hunden, auch noch 8 Hundewelpen samt Mama und eine nicht sehr soziale Katzenmama samt frisch geschlüpfter Babys bei sich aufnimmt, Tiere sucht.
Bei Wind und Wetter und zu jeder Tageszeit... und solange, wie es eben dauert. Und manchmal dauert es.

Katja ist Pettrailerin und wer schon einmal seinen liebster Vierbeiner suchen durfte, weiß, was sie tut, wenn sie sich in unwegigem Gelände bei jedem Wetter auf den Weg macht.  Als Pettrailerin hat sie dabei Unterstützung von zwei ihrer Hunde, den Bloodys Crumble und Apple Pie.

Pettrailer nutzen die Nasen ihrer Hunde, um auf die verschiedenste Art und Weise verlorengegangene Vierbeiner zu finden... Die, die einfach nur Lust auf ein Abenteuer hatten, die, die mit einem fetten Schrecken im Nacken davongerannt sind und entweder auf irgendeine Art unterwegs, verletzt oder festgehangen sind und natürlich die, die schon so viel erlebt haben, dass ihr Leben vorübergehend Flucht ist, bevor sie begreifen, dass es gut wäre zu bleiben, weil sie bei netten Menschen gelandet sind.

Egal, was letztlich der Auslöser ist, wird eine solche Situation zum Alptraum... auch ich bin schon meinem Hund samt Schleppleine am Halsband durch dichtes Gestrüpp hinterhergerannt, immer in Panik, um welchen Ast sich diese wickeln würde und ob der Hund noch in der Lage wäre, sich zu befreien oder wenigstens zu melden. Ohne zweiten Hund wäre ich mehr als nur aufgeschmissen gewesen, denn wenigstens der hat die ganze Zeit den Überblick behalten und mich tatsächlich dorthin geleitet, wo der Flüchtling in strömendem Regen schwanzwedelnd saß und auf uns wartete. Was ich nie vergessen werde, ist die Tour durch dschungelartiges Gestrüpp, jede Sekunde halb gewiss, dass das Ganze mit gebrochenen Knochen enden würde, weil einem Hund mit einer Spur durch unwegsames Gelände zu folgen wirklich schnell zu einem großen Dilemma werden kann. Katja nimmt das mit ihren Hunden Crumble und Apple Pie immer wieder in Kauf und ich mag mir nicht vorstellen, wie es ist, mitten im Winter durch matschiges, rutschiges Gestrüpp zu stolpern, immer in der Hoffnung, zumindest das Areal eingrenzen zu können, in dem sich das gesuchte Tier befindet oder bewegt.

Was am Ende wirklich zu tun ist, hängt davon ab, ob das gesuchte Tier mobil ist, wie groß die Gefahr für das Tier (Autobahn, Schnellstraßen...), ob es Sichtungen gab... So manches vemisste Tier ist wirklich gefühlte Ewigkeiten unterwegs und trotzdem lohnt es sich immer, die Hoffnung nicht aufzugeben. Wenn man Katjas Einsätze verfolgt, scheint es keine Regeln, eher aber unzählig viele Möglichkeiten zu geben. Jede Suche ist das blanke Abenteuer und für alle Beteiligten eine wirkliche Strapaze. Die Spur, die Katjas Hunde finden, wird per GPS aufgezeichnet, ggf. durch einen zweiten Hund (es läuft also immer Apple Pie ODER Crumble) bestätigt oder korrigiert. Etwas mit diesen Erkenntnissen anzufangen und die richtigen Entschlüsse und Entscheidungen zu treffen, ist dann Katjas Job.

In manchen Fällen führen die Suchen der Hunde zu einem Sofortergebnis und ein Tier kann gefunden werden, meist aber beginnt dann erst die Arbeit... Anwohner einbeziehen, Behörden (Polizei, Tierheime, Förster, Jäger, Landwirte...) ins Boot holen, flyern, Beobachtungen auswerten, die sozialen Medien bemühen, Falle stellen und vor allem Geduld haben... Jahre an Erfahrung lassen Katja die wahrscheinlich richtigste Entscheidung treffen, aber ohne Mithilfe der Menschen vor Ort, anderer Pettrailer, Tierschützer, Tierheimmitarbeiter, Anwohner, Besitzer der Tiere... ginge nichts. Nicht immer aber stößt man dabei auf Sinn und Verstand und allein deshalb macht es Sinn, im Fall des Falles einen Pettrailer ins Boot zu holen.

Man stelle sich vor: ein freilaufender Hund in der Nähe der Autobahn... fangen keine Option. Gut, wer dann die Nummer von Katja hervorkramen kann. Rechnet damit, zum nächsten Döner geschickt zu werden, auch Würschtelwasser, Hackklöpse oder andere Leckereien könnten eine Rolle spielen. Wichtig... man hat mitten in der Planlosigkeit jemanden an der Strippe, der ganz klar Anweisungen gibt, zur Ruhe mahnt und einen klaren Fahrplan und darüber hinaus die Berechtigung und Möglichkeiten hat, beispielsweise eine Falle aufstellen.

All das Geschriebene fasst allerdings nur einen Bruchteil dessen, was Pettrailer und ihre Hunde leisten, wo sie Hilfe bieten können und vermisste Tiere wieder in Sicherheit bringen. Das Ganze braucht Wissen, unbedingte Liebe zu allen Vierbeinern, oftmals noch mehr Geduld mit Zweibeinern und allerlei Ausrüstung. Die Arbeit der Pettrailer, die nicht in Rettungsstaffeln laufen, ist oftmals ehrenamtlich und Ausrüstung wird über Spenden oder auch selbst finanziert, Zeit ganz aussen vor gelassen. Es zählt weder Wochentag, Jahreszeit noch Tageszeit, schon gar nicht Dauer. Man muss viel Liebe in sich haben, um sich für dieses glückbringende "Hobby" zu entscheiden. Und genau aus diesem Grund haben es Menschen wie Katja und ihre Hunde nur mehr als verdient, dass es Aktionen wie diese gibt, die gerade von FUTTERHAUS veranstaltet wird.

Futterhaus unterstützt mit der Initiative "Tierisch guter Einsatz" ausgewählte Projekte finanziell. Wer sich nur ein wenig auf der Website von Katja Culbertson oder ihrem Facebook-Account umschaut, wird sicher schnell wie wir auch wissen, dass eine Unterstützung ihres Einsatzes eine wirklich gute Idee wäre. Ihr habt noch bis 1. November Zeit, durch die Empfehlung ihres Projektes auf der Website von Futterhaus Katjas Projekt mit in die engere Auswahl zu bringen. Für die Tierbesitzer unter euch vermutlich eh keine Frage, denn im Fall des Falles...
Wir sind in jedem Fall begeistert von so viel Einsatz und deshalb haben wir natürlich unser Votum schon abgegeben.

Hier noch einmal ein dicker Dank an Katja, Apple Pie,Crumble und alle anderen Helfer für alle erfolgeichen Suchen und irgendwie nicht ohne Grund Hals und Beinbruch für alle folgenden...
Website und Kontaktdaten von Katja packen wir unter diesen Beitrag und dazu noch einmal die ganze Bande von Katja... Jedes der Tiere hat eine ganz spezielle Vergangenheit, jüngster Zugang: (B)Luna, die eigentlich nicht bleiben sollte, aber jeder, der ihre Geschichte verfolgt hat, war sich irgendwie sicher, dass es kommen musste, wie es gekommen ist.:)

Nehmt euch die Zeit... informiert euch und gebt mit eurer Stimme einem Projekt etwas zurück, das so vielen hilft, ohne selbst zu erwarten.
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Kontakt:
Katja Culbertson, www.mantrailer-pettrailer.eu, www.facebook.com/katja.culbertson

UND HIER GEHTS ZUR AKTION UND DER EMPFEHLUNG DES PROJEKTES FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG DURCH FUTTERHAUS...