...und undbedingt unterstützenswert

...ist die Arbeit von Katja.

Ab und an treffen wir ja Menschen, die Dinge tun, die sie nur deshalb machen, weil sie ihr Herz an die Sache verloren haben...nein... sie werden nicht reich damit, es ist oftmals nicht ihr wirklicher Job, sie versemmeln sich damit Wochenenden, die Nachtruhe und wenn's Not tut vermutlich auch den Urlaub.

Wer tut denn sowas???
Gottseidank Menschen wie Katja Culbertson, der irgendwann mal ein paar Vierbeiner so das Herz geklaut haben müssen, dass sie jetzt mit Mann und der Redhousegang zusammen in Gera lebt und wenn sie nicht gerade parallel zu den 6 eigenen Hunden, auch noch 8 Hundewelpen samt Mama und eine nicht sehr soziale Katzenmama samt frisch geschlüpfter Babys bei sich aufnimmt, Tiere sucht.
Bei Wind und Wetter und zu jeder Tageszeit... und solange, wie es eben dauert. Und manchmal dauert es.

Katja ist Pettrailerin und wer schon einmal seinen liebster Vierbeiner suchen durfte, weiß, was sie tut, wenn sie sich in unwegigem Gelände bei jedem Wetter auf den Weg macht.  Als Pettrailerin hat sie dabei Unterstützung von zwei ihrer Hunde, den Bloodys Crumble und Apple Pie.

Pettrailer nutzen die Nasen ihrer Hunde, um auf die verschiedenste Art und Weise verlorengegangene Vierbeiner zu finden... Die, die einfach nur Lust auf ein Abenteuer hatten, die, die mit einem fetten Schrecken im Nacken davongerannt sind und entweder auf irgendeine Art unterwegs, verletzt oder festgehangen sind und natürlich die, die schon so viel erlebt haben, dass ihr Leben vorübergehend Flucht ist, bevor sie begreifen, dass es gut wäre zu bleiben, weil sie bei netten Menschen gelandet sind.

Egal, was letztlich der Auslöser ist, wird eine solche Situation zum Alptraum... auch ich bin schon meinem Hund samt Schleppleine am Halsband durch dichtes Gestrüpp hinterhergerannt, immer in Panik, um welchen Ast sich diese wickeln würde und ob der Hund noch in der Lage wäre, sich zu befreien oder wenigstens zu melden. Ohne zweiten Hund wäre ich mehr als nur aufgeschmissen gewesen, denn wenigstens der hat die ganze Zeit den Überblick behalten und mich tatsächlich dorthin geleitet, wo der Flüchtling in strömendem Regen schwanzwedelnd saß und auf uns wartete. Was ich nie vergessen werde, ist die Tour durch dschungelartiges Gestrüpp, jede Sekunde halb gewiss, dass das Ganze mit gebrochenen Knochen enden würde, weil einem Hund mit einer Spur durch unwegsames Gelände zu folgen wirklich schnell zu einem großen Dilemma werden kann. Katja nimmt das mit ihren Hunden Crumble und Apple Pie immer wieder in Kauf und ich mag mir nicht vorstellen, wie es ist, mitten im Winter durch matschiges, rutschiges Gestrüpp zu stolpern, immer in der Hoffnung, zumindest das Areal eingrenzen zu können, in dem sich das gesuchte Tier befindet oder bewegt.

Was am Ende wirklich zu tun ist, hängt davon ab, ob das gesuchte Tier mobil ist, wie groß die Gefahr für das Tier (Autobahn, Schnellstraßen...), ob es Sichtungen gab... So manches vemisste Tier ist wirklich gefühlte Ewigkeiten unterwegs und trotzdem lohnt es sich immer, die Hoffnung nicht aufzugeben. Wenn man Katjas Einsätze verfolgt, scheint es keine Regeln, eher aber unzählig viele Möglichkeiten zu geben. Jede Suche ist das blanke Abenteuer und für alle Beteiligten eine wirkliche Strapaze. Die Spur, die Katjas Hunde finden, wird per GPS aufgezeichnet, ggf. durch einen zweiten Hund (es läuft also immer Apple Pie ODER Crumble) bestätigt oder korrigiert. Etwas mit diesen Erkenntnissen anzufangen und die richtigen Entschlüsse und Entscheidungen zu treffen, ist dann Katjas Job.

In manchen Fällen führen die Suchen der Hunde zu einem Sofortergebnis und ein Tier kann gefunden werden, meist aber beginnt dann erst die Arbeit... Anwohner einbeziehen, Behörden (Polizei, Tierheime, Förster, Jäger, Landwirte...) ins Boot holen, flyern, Beobachtungen auswerten, die sozialen Medien bemühen, Falle stellen und vor allem Geduld haben... Jahre an Erfahrung lassen Katja die wahrscheinlich richtigste Entscheidung treffen, aber ohne Mithilfe der Menschen vor Ort, anderer Pettrailer, Tierschützer, Tierheimmitarbeiter, Anwohner, Besitzer der Tiere... ginge nichts. Nicht immer aber stößt man dabei auf Sinn und Verstand und allein deshalb macht es Sinn, im Fall des Falles einen Pettrailer ins Boot zu holen.

Man stelle sich vor: ein freilaufender Hund in der Nähe der Autobahn... fangen keine Option. Gut, wer dann die Nummer von Katja hervorkramen kann. Rechnet damit, zum nächsten Döner geschickt zu werden, auch Würschtelwasser, Hackklöpse oder andere Leckereien könnten eine Rolle spielen. Wichtig... man hat mitten in der Planlosigkeit jemanden an der Strippe, der ganz klar Anweisungen gibt, zur Ruhe mahnt und einen klaren Fahrplan und darüber hinaus die Berechtigung und Möglichkeiten hat, beispielsweise eine Falle aufstellen.

All das Geschriebene fasst allerdings nur einen Bruchteil dessen, was Pettrailer und ihre Hunde leisten, wo sie Hilfe bieten können und vermisste Tiere wieder in Sicherheit bringen. Das Ganze braucht Wissen, unbedingte Liebe zu allen Vierbeinern, oftmals noch mehr Geduld mit Zweibeinern und allerlei Ausrüstung. Die Arbeit der Pettrailer, die nicht in Rettungsstaffeln laufen, ist oftmals ehrenamtlich und Ausrüstung wird über Spenden oder auch selbst finanziert, Zeit ganz aussen vor gelassen. Es zählt weder Wochentag, Jahreszeit noch Tageszeit, schon gar nicht Dauer. Man muss viel Liebe in sich haben, um sich für dieses glückbringende "Hobby" zu entscheiden. Und genau aus diesem Grund haben es Menschen wie Katja und ihre Hunde nur mehr als verdient, dass es Aktionen wie diese gibt, die gerade von FUTTERHAUS veranstaltet wird.

Futterhaus unterstützt mit der Initiative "Tierisch guter Einsatz" ausgewählte Projekte finanziell. Wer sich nur ein wenig auf der Website von Katja Culbertson oder ihrem Facebook-Account umschaut, wird sicher schnell wie wir auch wissen, dass eine Unterstützung ihres Einsatzes eine wirklich gute Idee wäre. Ihr habt noch bis 1. November Zeit, durch die Empfehlung ihres Projektes auf der Website von Futterhaus Katjas Projekt mit in die engere Auswahl zu bringen. Für die Tierbesitzer unter euch vermutlich eh keine Frage, denn im Fall des Falles...
Wir sind in jedem Fall begeistert von so viel Einsatz und deshalb haben wir natürlich unser Votum schon abgegeben.

Hier noch einmal ein dicker Dank an Katja, Apple Pie,Crumble und alle anderen Helfer für alle erfolgeichen Suchen und irgendwie nicht ohne Grund Hals und Beinbruch für alle folgenden...
Website und Kontaktdaten von Katja packen wir unter diesen Beitrag und dazu noch einmal die ganze Bande von Katja... Jedes der Tiere hat eine ganz spezielle Vergangenheit, jüngster Zugang: (B)Luna, die eigentlich nicht bleiben sollte, aber jeder, der ihre Geschichte verfolgt hat, war sich irgendwie sicher, dass es kommen musste, wie es gekommen ist.:)

Nehmt euch die Zeit... informiert euch und gebt mit eurer Stimme einem Projekt etwas zurück, das so vielen hilft, ohne selbst zu erwarten.
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Kontakt:
Katja Culbertson, www.mantrailer-pettrailer.eu, www.facebook.com/katja.culbertson

UND HIER GEHTS ZUR AKTION UND DER EMPFEHLUNG DES PROJEKTES FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG DURCH FUTTERHAUS...

1 Kommentar

  1. Ich habe Katja im Rahmen einer Pferdesuche kennenlernen dürfen. Auch da, wie anders zu erwarten mit Erfolg. Aufgefallen ist mir, das sie an ihren Mitarbeiter , ich denke es war Grumple in erster Linie gedacht hat. Es war Sommer und sie hatte alles dabei, damit er seinen Job gut machen kann. Seitdem verfolge ich über FB ihre Sache. Wird irgendwo in meiner Gegend ein Hund vermisst, dann gebe ich ihren Link weiter. Und ja , sie macht es für die Tiere, die haben kein Geld, die haben nur ihr Leben. Das ist Tierliebe mit Verstand. Sie hat jede Unterstützung verdient die es gibt… den sie gibt es weiter an jene die keine Taschen haben.

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