Versuch Nr.2

Es ist ein Weilchen her, aber vielleicht erinnert sich er eine oder andere daran, dass schon einmal die Jammerei über zu süße Jaffa Cakes (die irgendwie entweder mal weniger süß waren oder auch nicht??) zu einem neuen Rezept geführt hat... (>hier nachlesbar).

Gleiche Situation ein paar Monate später... das Milchschnittendilemma.
Mein aktuelles Badewannenbuch: "Die Essensfälscher" (Thilo Bode, empfehlenswert). Milchschnitten spielen darin eine Rolle, vermutlich aber eh in fast jedem Leben einer Mutter.
Ich habe ehrlich gesagt nur eine halbe originale gegessen, danach waren alle Milchschnittenvorräte zu hundert Prozent vor mir sicher. Das Schlimme ist nicht einmal allein die Süße, sondern vor allem das nahezu vollständige Fehlen von Geschmack.

Es gab vor einiger Zeit bereits einmal den einen oder anderen Versuch, der aber entweder in zu pappigem Teig endete (zu locker darf der nicht sein, sonst fällt der fertige Riegel später auseinander) oder in Creme, die spätestens beim Reinbeißen fluchtartig aus der Milchschnitte verschwand, nämlich herauslief, herausgequetscht wurde... alles in den verschiedensten, frustrierenden Varianten.

Thema also eigentlich irgendwann ad acta... bis... ich auf eine Tüte Marshmellows stieß, die irgendwie doch langsam anfing, ungenießbar hart zu werden. das tut nix am Geschmack, das weiss jeder, der Marshmellows mag, aber Marshmellows müssen fluffig sein. Davon war meine Tüte bunter Minimarshmellows meilenweit entfernt, weil ein einstmals gekaufter Megapack dann doch irgendwie nicht zu beherrschen war.

Der Weg zur Idee, die Marshmellows in Marshmellowfluff zu verwandeln und damit wieder fluffig zu machen, war nicht allzu weit und irgendwie gabs für den Teig dann plötzlich eine Idee.
Und so entstanden sie, die Milchschnitten mit mehr Geschmack. Besser für die Optik: weiße Marshmellows, wenn nicht gerade bunte weg müssen:) Viel gesünder werden sie nicht, aber bis auf Marsmellows sind die Zutaten gute.
Die Haptik passt... die Creme quillt nicht heraus, der Teig ist fest aber leicht feucht und durch den Kakao angenehm herb als Gegenstück zur doch recht süßen Füllung.

Im Kühlschrank halten sie sich durchaus ein paar Tage und lassen sich gut transportieren... also am besten einzeln verpacken, was nicht sofort weg geht und ab in den Kühlschrank... ab jetzt sind sie dann doch wohl nicht mehr sicher vor mir, die Milchschnitten.

UND... einen Pferdefuß gibt es natürlich.
Das Auflösen der Marshmellows in der heißen Milch verlangt Geduld. Mangels Küchenmaschinchen (ich wehre mich noch immer tapfer und erfolgreich) hieß es rühren... per Hand... endlos lange und lange Zeit scheinbar erfolglos. Ich habe die Marshmellows schon fast beiden Mäusen im Kompost enden sehen, aber irgendwann die Idee gehabt, die Milch immer wieder zwischendurch samt Marshmellows zu erhitzen... (Vorsicht, Anbrenngefahr im Topf... ganz gut geht es in der Mikrowelle)... und... zu rühren... zu rühren... zu rühren. Ohne die gute Laune zu verlieren. Als Dank gabs irgendwann schön sämige Marshmellowmilch... also nicht aufgeben, auch wenn es ausweglos erscheinen sollte.)

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