Warum alles so kommen musste, wie es dann kam

...vielleicht wäre ja auch alles ganz anders gekommen, aber laut Doreen hätte es auf jeden Fall in der Gastronomie geendet... das macht uns froh:)

(Anmerkung: alles auf dem Blog sind Geschichten von uns und den Menschen um uns herum... da aber nur einer von uns schreibt, schlüpft man manchmal zwangsläufig in den anderen, man fühlt sich wie zwei... oder viele... wobei man fast beim Lieblingsphilosophen 2.0, Herrn David Precht angelangt wäre, aber das muss in einen anderen Beitrag.)

Die Familie, um die es hier geht, ist in Stelzendorf zuhause, womit klar wäre, dass diese Geschichte mitten in der Backstube enden wird. Der Weg dahin war allerdings voller Umwege und um alle familiären Verstrickungen zu lösen, Hausnummern, Tanten, Omas, Söhne und Töchter sortiert zu bekommen, hat es einen halben Stammbaum der Bergmanns gebraucht (laut meiner Notizen hieß allerdings vorerst keiner Bergmann... da kommt dann doch Tobias ins Spiel, aber erst später).

Einen nicht unwesentlichen Anteil am Tortenglück, das wir heute alle in der Pâtisserie erleben können, hat der Kinderreichtum von Oma Käthe und Opa Franz, die gerade erst ihre Diamantene Hochzeit feiern durften und das Titelbild bekommen haben....natürlich in der Pâtisserie, was nicht nur praktisch war, sondern auch Sinn macht. (Und jetzt würde der Stammbaum wichtig, wäre mir nicht gerade klar geworden, dass ich einen Denkfehler drin habe und um diese Zeit schwer Familienverhältnisse nachfragen kann... also hier deshalb die vereinfachte Version, Beteiligte mögen es mir nachsehen:)

In jedem Fall gab es in Doreens Familie reichlich Gastronomie, viele Kinder (also potentielle Nachfolger) und eine kinderlose Cousine... Erika Fröhlich, die in Stelzendorf 4 gewohnt hat (Goldener Stern) und Roland Fröhlich aus Stelzendorf 15 heiratete. Stelzendorf 15 wurde vermietet, weil 2 Höfe nicht zu bewirtschaften waren und irgendwann übernahm Doreens Vater (der Sohn von Oma Käthe) Stelzendorf 4 und Stelzendorf wurde Doreens Zuhause.
Stelzendorf 15 war bereits damals auf der Liste potentieller Zuhause für später, nur wusste Doreen damals noch nicht, dass es Umwege geben würde... und das im kleinen Stelzendorf, wo praktisch alle Hausnummern gegenüber oder nebeneinander liegen.

Es folgen Erwachsenwerden, ein Ausflug nach Jena, Jurastudium und der Traum von großer Stadt/Ausland, Tobias (und endlich kommt der Name Bergmann ins Spiel), ein Zwischenspiel in Dresden und irgendwann siegt doch die Heimatliebe, auch wenn Heimatdorf, 4 Kinder und backen nicht immer nach Traum klangen.

Als in Stelzendorf 4 zu wenig Platz für noch mehr Kinder ist, wird Stelzendorf 15 aktuell, allerdings vorerst nur als Backstube, in der dann die Wiege von Lucia stand (wen wundert es, dass sie das Backgen geerbt hat???) und aus der Juristin wird eine Bäckerin (oder das, was sie schon immer war?), die jetzt sagen würde, dass die ganze Juristerei schon Sinn gemacht habe, denn es schadet ja nicht, wenn man im Kaffee nicht ganz blöd ist:))
(Mit Sicherheit hat diese Tatsache nicht unwesentlich dazu beigetragen, Botschafter für Thüringen zu werden, mit Herrn Fabbri (Sternekoch) durch den Stelzendorfer Forst laufen zu dürfen und mehrmals im Jahr Thüringen in der Hauptstadt präsentieren zu können. Naja... die Thüringer Torten mögen die Berliner auch ganz gern und die Gelegenheit, sie sogar geliefert zu bekommen, ist gut.)

Achja.... da stand nochwas von guten Ehemann geangelt...:) dem muss man wohl zustimmen, denn als ich ihn das letzte Mal traf, hatte er einen Stapel Holz im Arm und hat dafür gesorgt, dass zum Adventszauber keiner frieren musste.

Und der Rest ist das, was kommt... Backen als Passion, Gastgeben mit Herz... manchmal macht das Leben genau das, was das Beste ist und alles fügt sich:)


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